Kluai Ping: Thai-Bananen vom Holzkohlegrill

Grilldessert aus Thailand

Ganze feste Nam-Wa-Bananen werden langsam über direkter Holzkohle gegrillt, vorsichtig flachgedrückt und mit einer warmen süß-salzigen Kokos-Tamarinden-Sauce serviert.

Zum Rezept
Kluai Ping: Thai-Bananen vom Holzkohlegrill
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 22 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Minuten
Gesamtzeit ca. 35 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Nüsse und Samen, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die festen Bananen behalten beim direkten Grillen ihre Form und werden innen weich, ohne sofort zu zerfallen.
  • Das langsame Wenden über eher niedriger Hitze entwickelt goldbraune, karamellisierte Stellen statt einer verbrannten Oberfläche.
  • Das anschließende Flachdrücken vergrößert die gebräunte Oberfläche und macht die Bananen leichter mit Sauce zu überziehen.
  • Kokosmilch, Palmzucker und Tamarinde verbinden cremige, süße, säuerliche und leicht salzige Aromen.

Kluai Ping bezeichnet gegrillte Bananen aus Thailand, häufig zubereitet mit festeren Kluai-Nam-Wa-Bananen. In dieser Variante bleiben die Früchte ganz, garen direkt auf dem Rost und werden erst nach dem Grillen flachgedrückt. Eine warme Sauce aus Kokosmilch, PalmzuckerPalmzucker wird aus dem eingedickten Saft verschiedener Palmen gewonnen., Tamarinde, Pandan und Salz ergänzt die karamellisierten Bananen.

Innen weich und saftig, außen an den Rändern leicht karamellisiert und stellenweise gebräunt. Die Sauce ist warm, cremig-sämig, süß-säuerlich und dezent salzig mit einem leicht blumigen Pandanaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Grill vorbereiten

    Einen Holzkohlegrill für direkte, eher niedrige Hitze vorbereiten. Am Rost sollten zunächst etwa 160–180 °C anliegen. Den Rost sauber bürsten und mit dem neutralen Öl dünn einreiben.

    5 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Der Rost ist sauber und leicht geölt; die Hitze wirkt direkt, aber nicht aggressiv.

    • Eine eher niedrige Anfangshitze hilft, die Bananen langsam weich werden zu lassen.
    • Nur eine dünne Ölschicht auftragen, damit nichts in die Glut tropft.

    Wichtig: Beim Bürsten und Ölen des heißen Rosts hitzebeständige Handschuhe und langes Werkzeug verwenden.

  2. Sauce köcheln

    Kokosmilch, Palmzucker, TamarindenpasteTamarindenpaste ist eine süßsäuerliche Würzpaste aus dem Fruchtmark der Tamarinde., Wasser, das geknotete PandanblattDas aromatische, schmale Blatt der tropischen Pflanze Pandanus amaryllifolius, das in vielen asiatischen Küchen zum Würzen verwendet wird. und Salz in den kleinen Topf geben. Unter Rühren erhitzen, bis sich der Palmzucker gelöst hat. Die Sauce 8–10 Minuten leise köcheln lassen, bis sie leicht sämig ist. Das Pandanblatt entfernen und die Sauce warm halten. Währenddessen kann der Grill weiter auf Temperatur kommen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Palmzucker ist vollständig gelöst und die Sauce überzieht den Löffel leicht.

    • Die Sauce nur sanft köcheln lassen, damit die Kokosmilch nicht stark sprudelt.
    • Das Pandanblatt vor dem Servieren herausnehmen.
  3. Bananen langsam grillen

    Die Bananen schälen und ganz lassen. Auf den leicht geölten Rost über die schwächere direkte Hitze legen. 8–10 Minuten grillen und dabei etwa alle 2 Minuten wenden. Die Oberfläche soll sich setzen und erste goldbraune Stellen zeigen, ohne dunkel zu verbrennen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt sich zu setzen und zeigt erste goldbraune Stellen; die Bananen bleiben stabil.

    • Die Bananen häufig wenden, damit keine Seite zu dunkel wird.
    • Feste Bananen vorsichtig behandeln, da sie beim Wenden noch nicht vollständig weich sind.

    Wichtig: Die Grillzange vom Körper weg führen und ausreichend Abstand zur Glut halten.

  4. Bananen karamellisieren

    Die Bananen in den etwas heißeren Bereich des Grills verschieben. Weitere 5–7 Minuten grillen und häufig wenden, bis sie weich sind und rundum karamellisierte Stellen haben.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bananen sind weich, halten aber noch zusammen, und weisen rundum glänzende karamellisierte Stellen auf.

    • Bei zu starker Bräunung die Bananen sofort in den kühleren Grillbereich verschieben.
    • Die Schale ist entfernt; deshalb besonders vorsichtig wenden.
  5. Ruhen lassen und flachdrücken

    Die Bananen mit der Grillzange vom Rost nehmen und 1–2 Minuten ruhen lassen. Jede Banane auf das Schneidebrett legen und mit dem Boden des kleinen Topfes vorsichtig auf etwa 1,5 cm Dicke flachdrücken. Nicht zerquetschen: Die Stücke sollen zusammenhalten.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bananen lassen sich flachdrücken, ohne auseinanderzufallen.

    • Mit gleichmäßigem, sanftem Druck arbeiten.
    • Das Schneidebrett auf eine rutschfeste Unterlage legen.

    Wichtig: Die Bananen und der Topfboden sind heiß; vorsichtig arbeiten und nicht mit bloßen Händen zusammendrücken.

  6. Flachgedrückte Bananen nachgrillen

    Die flachgedrückten Bananen nochmals direkt auf den Rost legen. Pro Seite etwa 1–2 Minuten grillen, bis die Schnittflächen leicht gebräunt sind und die Ränder glänzen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schnittflächen sind leicht gebräunt und die Ränder glänzen, ohne dunkel zu verbrennen.

    • Die flachen Stücke nur kurz nachgrillen, damit sie nicht austrocknen.
    • Die Schnittflächen erst wenden, wenn sie sich vom Rost lösen lassen.
  7. Anrichten und servieren

    Die Bananen heiß auf Teller verteilen und mit der warmen Kokos-Tamarinden-Sauce beträufeln. Die Sauce separat dazustellen, wenn jeder selbst dosieren soll.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bananen werden heiß serviert und die Sauce ist warm und leicht sämig.

    • Die Sauce erst unmittelbar vor dem Servieren über die Bananen geben.
    • Für unterschiedliche Vorlieben die Sauce separat reichen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Hitze beobachten: Die angegebene Rosttemperatur dient als Orientierung. Entscheidend ist, dass die Bananen weich werden und karamellisieren, ohne dunkel zu verbrennen.
  • Nicht zerquetschen: Die Bananen nur so weit flachdrücken, dass eine etwa 1,5 cm dicke Form entsteht und die Stücke zusammenhalten.
  • Arbeitsschritte parallel nutzen: Die Sauce kann während des Aufheizens des Grills köcheln und anschließend warm gehalten werden. So bleibt die Gesamtzeit bei etwa 35 Minuten.

Zutatenwissen

Nam-Wa-Bananen auswählen

Feste, gerade Bananen verwenden, die erst gelb werden. Noch weiche oder sehr reife Bananen können beim Grillen leichter zerfallen.

Palmzucker vorbereiten

Palmzucker als Block fein hacken oder grob reiben, damit er sich gleichmäßig in der Sauce löst.

Tamarinde dosieren

Tamarindenpaste bringt die säuerliche Note der Sauce. Je nach Produkt kann ihre Säure und Süße variieren.

Pandanblatt verwenden

Das geknotete Blatt aromatisiert die Sauce während des Köchelns und wird vor dem Servieren entfernt.

Sinnvolle Alternativen

feste kleine Kochbananen oder andere noch nicht weiche Bananen

Die Bananen können etwas weniger stärkehaltig oder aromatisch schmecken und eine andere Festigkeit haben.

Früchte mit ähnlichem Reifegrad verwenden und beim Wenden besonders vorsichtig sein.

brauner Zucker

Die Sauce wird geradliniger süß und etwas weniger karamellig.

Den braunen Zucker wie den gehackten Palmzucker in der Sauce auflösen.

Limettensaft

Die Sauce wird frischer und deutlich zitrischer.

Den Limettensaft zusammen mit 45 ml Wasser verwenden und die Säure am Ende prüfen.

kein Ersatz

Das leicht blumige Aroma fehlt, die Sauce bleibt dennoch stimmig.

Das Pandanblatt einfach weglassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bananen werden außen dunkel, bevor sie weich sind.

Mit eher niedriger direkter Hitze beginnen, etwa alle 2 Minuten wenden und bei starker Bräunung in einen kühleren Bereich wechseln.

Dunkle Stellen vorsichtig abtragen und die Bananen bei geringerer Hitze fertig garen, sofern sie noch zusammenhalten.

Die Bananen zerbrechen beim Flachdrücken.

Feste Bananen auswählen, kurz ruhen lassen und nur sanft auf etwa 1,5 cm Dicke drücken.

Die Stücke vorsichtig auf den Rost zurücklegen und als kleinere flache Bananenstücke servieren.

Die Sauce bleibt sehr flüssig.

Die Sauce 8–10 Minuten leise köcheln lassen und gelegentlich umrühren.

Die Sauce bei niedriger Hitze noch kurz weiter reduzieren.

Die Sauce wird beim Warmhalten zu dick.

Nur leicht köcheln lassen und die Sauce nicht sprudelnd weiterkochen.

Mit wenig Wasser glatt rühren und vorsichtig wieder erwärmen.

Varianten

Sauce separat servieren

Die warme Kokos-Tamarinden-Sauce wird in einem kleinen Gefäß gereicht, damit jede Person selbst dosieren kann.

Kokos-Tamarinden-Sauce ohne Pandan

Eine reduzierte Sauce ohne Pandanblatt, wenn kein frisches oder tiefgekühltes Blatt verfügbar ist.

Zitrischere Limetten-Sauce

Tamarindenpaste wird durch Limettensaft ersetzt, wodurch die Sauce frischer und deutlich zitrischer schmeckt.

Servieren und kombinieren

  • Sauce selbst dosieren: Die Sauce separat reichen, wenn manche die Bananen nur leicht beträufelt und andere sie großzügig überzogen mögen.
  • Heiß servieren: Kluai Ping direkt nach dem Nachgrillen auf Teller verteilen und mit der warmen Sauce servieren.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Bananen und Sauce getrennt abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren die Bananen vorsichtig erwärmen und die Sauce glatt rühren.

Einfrieren

Das Einfrieren kann die weiche Struktur der gegrillten Bananen und die Konsistenz der Kokos-Sauce beeinträchtigen.

Aufwärmen

  • Grill: Die Bananen bei mäßiger direkter Hitze kurz erwärmen und einmal wenden. Die Sauce separat bei niedriger Hitze unter Rühren erwärmen.
  • Topf und Pfanne: Die Sauce im kleinen Topf bei niedriger Hitze unter Rühren erwärmen. Die Bananen in einer beschichteten Pfanne ohne zusätzliches Öl vorsichtig erwärmen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Bananen eignen sich für Kluai Ping?

Am besten eignen sich feste, gerade gelb werdende Nam-Wa-Bananen. Feste kleine Kochbananen oder andere noch nicht weiche Bananen sind mögliche Alternativen.

Warum werden die Bananen nach dem Grillen flachgedrückt?

Das Flachdrücken vergrößert die gebräunte Oberfläche und erleichtert das kurze Nachgrillen sowie das Aufnehmen der Sauce.

Kann die Sauce separat serviert werden?

Ja. Die Sauce kann separat dazugestellt werden, damit jede Person selbst entscheidet, wie viel sie verwenden möchte.

Kann ich das Pandanblatt weglassen?

Ja. Dann fehlt das leicht blumige Aroma, die Kokos-Tamarinden-Sauce bleibt aber stimmig.

Aus unserer Küche

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