Passende Hähnchengröße
Ein küchenfertiges Hähnchen von 1,3–1,5 kg passt zur angegebenen Grill- und Drehspießzeit.
Ganzes Hähnchen am Drehspieß
Ein ganzes, in Würzlake gesalzenes Hähnchen wird mit Kräuterbutter unter der Haut gewürzt und über indirekter Grillhitze am rotierenden Spieß knusprig gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pollo al spiedo verbindet saftiges, gleichmäßig gegartes Hähnchen mit knuspriger Haut und dem aromatischen Charakter eines offenen Drehspießgrills. Die Salzlake würzt das Fleisch bis ins Innere, während Kräuterbutter unter der Haut und außen für Geschmack und eine kräftige Bräunung sorgt.
Die Haut wird goldbraun und knusprig, während das Fleisch saftig und würzig bleibt. Kräuter, Knoblauch, Oregano und Paprika duften vom Grill; Zitronenspalten setzen zum Servieren einen frischen, säuerlichen Akzent.
Schritt für Schritt
Für die Salzlake 500 ml Wasser im kleinen Topf erwärmen. Salz und Zucker darin vollständig auflösen, dann mit 1 l kaltem Wasser mischen und die Lake vollständig abkühlen lassen. Das Hähnchen in die kalte Lake legen, abdecken und 6–8 Stunden im Kühlschrank salzen.
Daran erkennst du es: Die Lake muss vollständig kalt sein, bevor das Hähnchen hineingelegt wird.
Wichtig: Das Hähnchen während der Salzzeit durchgehend gekühlt und abgedeckt halten.
Das Hähnchen aus der Lake nehmen, gründlich trocken tupfen und 30 Minuten offen stehen lassen. Butter, Knoblauch, Petersilie, Oregano, Paprikapulver und Pfeffer verrühren. Etwa zwei Drittel der Kräuterbutter vorsichtig unter die Haut von Brust und Keulen verteilen, den Rest außen aufstreichen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist trocken, und die Kräuterbutter liegt gleichmäßig unter der Haut und außen auf dem Hähnchen.
Wichtig: Das Hähnchen während des Temperierens nicht unnötig warm stehen lassen; bei warmer Umgebung die Zeit verkürzen.
Die Flügel eng an den Körper legen. Die Keulen mit Küchengarn zusammenbinden und das Garn unter dem Bürzel hindurchführen, damit nichts lose herunterhängt. Den Drehspieß der Länge nach durch die Körpermitte schieben und die Fleischgabeln beziehungsweise Klammern nach der Geräteanleitung fest in Brust- und Keulenbereich setzen.
Daran erkennst du es: Das Hähnchen sitzt fest auf dem Spieß, und keine losen Teile können in den Grill ragen.
Wichtig: Vor dem Einschalten prüfen, dass Spieß, Klammern und Garn sicher sitzen.
Den Grill für indirekte Hitze vorbereiten. Bei Holzkohle die Glut links und rechts verteilen und in der Mitte eine Tropfschale einsetzen. Bei einem Gasgrill die äußeren Brenner nutzen und den Brenner direkt unter dem Hähnchen ausgeschaltet lassen. Den Grill mit geschlossenem Deckel auf 180–200 °C einregeln.
Daran erkennst du es: Der Grill hält sich mit geschlossenem Deckel stabil im Bereich von 180–200 °C.
Wichtig: Die Tropfschale und der Grillrost müssen sicher stehen, bevor der Spieß eingesetzt wird.
Den Spieß mit ausgeschaltetem Motor einsetzen und prüfen, ob das Hähnchen rundum genügend Abstand zu Rost, Deckel und Tropfschale hat. Den Spieß einmal von Hand drehen. Läuft er ruhig und ohne starkes Pendeln, den Motor einschalten und den Deckel schließen.
Daran erkennst du es: Der Spieß dreht gleichmäßig, ohne stark zu pendeln oder an Rost, Deckel oder Tropfschale anzustoßen.
Wichtig: Abstand und ruhigen Lauf vor dem Einschalten des Motors kontrollieren.
Das Hähnchen 1 Stunde 15 Minuten bis 1 Stunde 45 Minuten indirekt über der Glut drehen lassen. Nach etwa 20 Minuten erstmals mit herabtropfender Kräuterbutter aus der Tropfschale oder mit zurückbehaltener Butter bepinseln, danach nur noch sparsam. Bei Bedarf Kohlen nachlegen und die Grilltemperatur im Bereich von 180–200 °C halten.
Daran erkennst du es: Die Haut bräunt gleichmäßig, ohne dass Fett dauerhaft in die Glut tropft oder starke Flammen entstehen.
Wichtig: Bei Fettflammen die Hitze kontrollieren und den Deckel geschlossen halten; nicht mit Wasser in die Glut spritzen.
Ab etwa 70 Minuten die Kerntemperatur an der dicksten Stelle der Brust sowie im innersten Bereich von Keule und Flügel prüfen, ohne den Knochen zu berühren. Das Hähnchen ist fertig, wenn alle kontrollierten Stellen mindestens 74 °C erreichen. Ist die Haut noch nicht knusprig genug, die Hitze für die letzten 5–10 Minuten auf etwa 210–220 °C erhöhen und wegen möglicher Fettflammen aufmerksam bleiben.
Daran erkennst du es: Alle kontrollierten Stellen erreichen mindestens 74 °C; die Haut ist goldbraun und knusprig.
Wichtig: Das Hähnchen erst entnehmen, wenn alle kontrollierten Stellen die erforderliche Kerntemperatur erreicht haben.
Den Motor ausschalten und den Spieß mit hitzefesten Handschuhen nach Geräteanleitung entnehmen. Das Hähnchen 10 Minuten ruhen lassen, dann das Garn entfernen und Brust, Keulen und Flügel am Knochen entlang portionieren. Mit Zitronenspalten servieren.
Daran erkennst du es: Beim Anschneiden tritt weniger Saft aus, und die Fleischstücke lassen sich sauber vom Knochen lösen.
Wichtig: Spieß, Klammern und Metallteile können sehr heiß sein; beim Entnehmen hitzefeste Handschuhe verwenden.
Gut zu wissen
Ein küchenfertiges Hähnchen von 1,3–1,5 kg passt zur angegebenen Grill- und Drehspießzeit.
Die weiche Butter lässt sich unter der Haut verteilen und aromatisiert das Fleisch direkt an der Oberfläche.
Die Zitrone wird nicht mitgegart, sondern setzt am Tisch einen frischen Säureakzent.
Das Hähnchen bleibt aromatisch, schmeckt aber weniger milchig und die Bräunung kann leicht abweichen.
Eine weiche, hitzestabile pflanzliche Margarine im gleichen Gewicht verwenden und wie die Butter unter die Haut sowie außen auftragen.
Die Lake mit kaltem Wasser mischen und erst verwenden, wenn sie vollständig kalt ist.
Falls das Hähnchen nur kurz in lauwarmer Lake lag, sofort herausnehmen, vollständig kühlen und die Salzzeit entsprechend vorsichtig verkürzen.
Den Spieß vor dem Einschalten des Motors von Hand drehen und die Klammern nachjustieren.
Motor ausschalten, Spieß sichern und die Position des Hähnchens korrigieren.
Nur sparsam bepinseln, die Tropfschale mittig einsetzen und die Hitze kontrollieren.
Deckel schließen, Hitze reduzieren und erst weiterarbeiten, wenn die Flammen abgeklungen sind.
Im Bereich von 180–200 °C garen und Brust, Keule sowie Flügel prüfen.
Bei Bedarf indirekt weitergaren, bis alle kontrollierten Stellen mindestens 74 °C erreichen.
Eine mildere Kräuterbutter ohne Knoblauch, bei der Petersilie, Oregano, Paprika und Pfeffer im Mittelpunkt stehen.
Eine kräftigere Variante mit schärferem Paprikaprofil.
Das Hähnchen kann bis zu 8 Stunden vor dem Grillen in die kalte Salzlake gelegt werden. Bis zur weiteren Verarbeitung abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Reste nach dem Servieren zügig abkühlen lassen, innerhalb von 2 Stunden kühlen und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Lagern möglichst vom Spieß und von den Knochen lösen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen; verdächtig riechende oder schleimige Reste entsorgen.
Die Haut verliert beim Einfrieren und Auftauen voraussichtlich deutlich an Knusprigkeit.
Häufig gefragt
Die angegebene Salzzeit beträgt 6–8 Stunden. Bei einem ganzen Hähnchen dieser Größe sollte die Salzzeit nicht ohne Anpassung verlängert werden, damit es nicht zu salzig wird.
Ja. Beim Gasgrill die äußeren Brenner einschalten und den Brenner direkt unter dem Hähnchen ausgeschaltet lassen, damit indirekte Hitze entsteht.
Das Rezept ist für den Drehspieß entwickelt. Ohne Drehspieß kann das Hähnchen indirekt auf dem Grillrost gegart werden, muss dann aber regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls gedreht werden.
Zusätzliches Fett kann in die Glut tropfen und Flammen verursachen. Wenige dünne Schichten reichen für Aroma und Bräunung aus.
An der dicksten Stelle der Brust sowie im innersten Bereich von Keule und Flügel messen, ohne den Knochen zu berühren.
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