Lammrack mit Honig und Rosmarin

Lammrack vom spanischen Grill

Zusammenhängendes Lammrack vom Grill mit kräftiger Röstung, saftigem rosa Kern und einer spät aufgetragenen Honig-Rosmarin-Glasur.

Zum Rezept
Lammrack mit Honig und Rosmarin
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 58 Minuten
Gesamtzeit ca. 113 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Glasieren, Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das direkte Angrillen sorgt für kräftige Röstaromen und eine appetitlich gebräunte Fettseite.
  • Das anschließende indirekte Garen schützt die Honigglasur vor zu starker Hitze und lässt das Rack gleichmäßig fertig garen.
  • Die Glasur wird erst spät aufgetragen, sodass Honig und Rosmarin aromatisch bleiben und leicht karamellisieren.
  • Die Ruhezeit hält die Fleischsäfte im Rack, bevor es zwischen den Rippen portioniert wird.

Costillar de cordero a la brasa con miel y romero ist ein spanisch inspiriertes Lammrack aus der Glut. Das Fleisch wird zunächst direkt gebräunt, gart anschließend in der indirekten Zone fertig und erhält erst in den letzten Minuten seine dünne, würzige Honig-Rosmarin-Schicht. So bleibt der Knochenverbund erhalten, während außen karamellisierte Aromen und innen eine saftige Textur entstehen.

Außen kräftig geröstet und leicht karamellisiert, mit würzigem Rosmarinduft und einer feinen Süße vom Honig. Das Innere bleibt bei rosa bis medium Garung saftig und zart, während die Rippen für einen klaren, herzhaften Biss sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und grillen

  1. Rack vorbereiten

    Entferne lose Häute und sehr dicke Fettstücke vom Lammrack. Die schützende Fettschicht darf bleiben; ritze sie in etwa 1 cm Abstand leicht ein, ohne ins Fleisch zu schneiden.

    Daran erkennst du es: Die Fettschicht ist gleichmäßig eingeritzt, das Fleisch bleibt unbeschädigt.

    • Nicht zu tief in die Fettschicht schneiden, damit beim Grillen kein Fleisch austrocknet.

    Wichtig: Schneide auf einem stabilen, rutschfesten Schneidebrett.

  2. Honig-Rosmarin-Mischung anrühren

    Verrühre Olivenöl, Honig und Rosmarin in einer Schüssel. Teile die Mischung in zwei Portionen: Zwei Drittel kommen an das Fleisch, ein Drittel bleibt für die Schlussglasur zurück.

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist gleichmäßig verbunden und die Glasurportion klar zurückbehalten.

    • Die Glasurportion für den Schluss sauber getrennt halten, damit sie nicht mit rohem Fleisch in Kontakt kommt.
  3. Würzen und marinieren

    Würze das Rack rundum mit Salz und Pfeffer und bestreiche es mit den zwei Dritteln der Honig-Rosmarin-Mischung. Decke es ab und lasse es 30 Minuten im Kühlschrank ziehen. Nimm es anschließend etwa 20 Minuten vor dem Grillen heraus.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Rack ist gleichmäßig gewürzt und von einer dünnen Marinadenschicht überzogen.

    • Während der 20-minütigen Temperierzeit kann der Grill vorbereitet werden.

    Wichtig: Das marinierte Rack bis zum Herausnehmen im Kühlschrank aufbewahren.

  4. Grill für zwei Zonen vorbereiten

    Bereite den Grill für zwei Zonen vor. Auf der direkten Seite sollen kräftige Glut und etwa 230–250 °C herrschen, auf der indirekten Seite etwa 170–180 °C. Bürste den Rost sauber.

    240 °C

    Daran erkennst du es: Der Grill hält beide Temperaturbereiche stabil und der Rost ist sauber.

    • Die direkte und indirekte Zone vor dem Auflegen des Fleisches klar voneinander trennen.

    Wichtig: Beim Arbeiten an der heißen Glut hitzebeständige Grillutensilien verwenden.

  5. Direkt angrillen

    Lege das Lammrack zuerst mit der Fettseite nach unten über die direkte Glut. Grille es 3–4 Minuten, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist. Wende es und grille die Fleischseite weitere 2–3 Minuten.

    7 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die Fettseite und die Fleischseite sind kräftig gebräunt, ohne dass die Honigmischung verbrennt.

    • Das Rack erst wenden, wenn sich eine deutliche Röstkruste gebildet hat.

    Wichtig: Nicht mit bloßen Händen wenden und auf aufflammendes Fett achten.

  6. Indirekt fertig garen

    Schiebe das Rack auf die indirekte Seite und lege es mit der Knochenseite nach unten auf den Rost. Schließe den Deckel und gare es 15–22 Minuten weiter. Die genaue Dauer hängt von der Dicke des Racks und der Grillhitze ab.

    22 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Das Rack gart gleichmäßig weiter und liegt mit der Knochenseite nach unten.

    • Den Deckel möglichst geschlossen halten, damit die indirekte Hitze stabil bleibt.

    Wichtig: Das Rack von der direkten Glut weg platzieren, wenn die Oberfläche zu schnell dunkel wird.

  7. Glasieren und Kerntemperatur prüfen

    Bestreiche das Rack in den letzten 5 Minuten mit der zurückbehaltenen Honig-Rosmarin-Mischung. So karamellisiert der Honig, ohne lange direkter Hitze ausgesetzt zu sein. Prüfe die Kerntemperatur an der dicksten Stelle; 58–60 °C ergeben ein rosa bis medium gegartes Rack, 63 °C einen weiter durchgegarten Zustand.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Glasur haftet dünn am Rack; 58–60 °C entsprechen rosa bis medium, 63 °C einem weiter durchgegarten Zustand.

    • Die Temperatur an der dicksten Stelle messen und dabei nicht direkt am Knochen einstechen.

    Wichtig: Das Thermometer zwischen den Rippen in den dicksten Fleischbereich einführen.

  8. Ruhen lassen und portionieren

    Nimm das Lammrack vom Grill und lasse es 8 Minuten locker mit Aluminiumfolie bedeckt ruhen. Schneide anschließend zwischen den Rippen in einzelne Portionen und serviere sie unmittelbar.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Rack ist nach der Ruhezeit stabil genug, um sauber zwischen den Rippen portioniert zu werden.

    • Die Folie nur locker auflegen, damit die Kruste nicht vollständig weich wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Glasur getrennt halten: Ein Drittel der Honig-Rosmarin-Mischung bleibt bis zur Schlussphase zurück. Dadurch wird nur eine saubere, nicht mit rohem Fleisch in Kontakt gekommene Mischung auf das fertig garende Rack aufgetragen.
  • Zwei Hitzezonen nutzen: Die direkte Zone erzeugt die Röstung, die indirekte Zone übernimmt das schonende Fertiggaren. Diese Reihenfolge hält die Glasur kontrollierbar und schützt das Rack vor zu starker direkter Hitze.
  • An der dicksten Stelle messen: Die Garstufe nicht allein nach der Grillzeit beurteilen. Die Dicke des Racks und die tatsächliche Grillhitze können die Dauer verändern; deshalb die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.

Zutatenwissen

Fettschicht am Rack

Die schützende Fettschicht bleibt am Rack und wird nur leicht eingeritzt. So kann sie beim direkten Angrillen bräunen, ohne dass das Fleisch unnötig angeschnitten wird.

Honig erst spät auftragen

Honig und Rosmarin werden in der Schlussphase aufgetragen. Die Mischung karamellisiert dadurch kontrolliert, statt bei langer direkter Hitze zu verbrennen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Glasur wird dunkel oder bitter.

Ein Drittel der Mischung zurückbehalten und erst in den letzten 5 Minuten auf der indirekten Zone auftragen.

Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und das Rack mit der noch nicht verwendeten Glasur dünn nachbestreichen, sofern sie sauber zurückbehalten wurde.

Das Fleisch ist trockener als gewünscht.

Die indirekte Garzeit als Richtwert verstehen und die Temperatur an der dicksten Stelle prüfen.

Das Rack nach der Ruhezeit zwischen den Rippen schneiden und unmittelbar servieren, damit möglichst viel Saft erhalten bleibt.

Die Oberfläche verbrennt durch aufflammendes Fett.

Nur kurz direkt angrillen und anschließend auf die indirekte Seite wechseln.

Das Rack sofort in die indirekte Zone schieben und den Deckel schließen, bis die Flammen nachlassen.

Servieren und kombinieren

  • Rippenweise servieren: Das ruhende Rack zwischen den Rippen in einzelne Portionen schneiden und unmittelbar servieren. So bleibt die Form des Costillars sichtbar und jede Portion erhält einen eigenen Knochen.
  • Als eigenständiges Grillgericht servieren: Das Lammrack wird ohne zusätzliche Beilage als gegrilltes Lammrack serviert. Die Honig-Rosmarin-Glasur gehört zur Rezeptidentität und wird nicht erst am Tisch ergänzt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Garstufe passt zu diesem Lammrack?

58–60 °C an der dicksten Stelle ergeben ein rosa bis medium gegartes Rack. Für einen weiter durchgegarten Zustand sind 63 °C angegeben.

Warum wird das Rack zuerst direkt und danach indirekt gegrillt?

Die direkte Zone sorgt für kräftige Röstaromen. In der indirekten Zone kann das Rack anschließend gleichmäßiger fertig garen, ohne dass die Honigglasur zu stark verbrennt.

Wann kommt die Honig-Rosmarin-Glasur auf das Fleisch?

Zwei Drittel der Mischung werden vor dem Marinieren aufgetragen. Das letzte Drittel kommt erst in den letzten 5 Minuten des Grillens auf das Rack.

Warum muss das Lammrack vor dem Schneiden ruhen?

Die 8-minütige Ruhezeit stabilisiert das Rack nach dem Grillen und erleichtert das saubere Schneiden zwischen den Rippen.

Aus unserer Küche

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