Paprikaqualität
Reife, rote und fleischige Spitzpaprika liefern besonders viel Fruchtfleisch und ein intensives, leicht süßliches Aroma.
Gerösteter Paprika-Aufstrich
Ein kräftiger serbischer Grillaufstrich aus direkt gegrillter roter Spitzpaprika, Sonnenblumenöl, Salz und etwas Zucker.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Leskovački Ajvar ist eine Ajvar-Variante aus dem Raum Leskovac im Süden Serbiens. Die Paprika werden direkt gegrillt, gehäutet, gemahlen und anschließend langsam eingekocht. So entsteht ein konzentrierter, glänzender Aufstrich, der besonders gut zu Ćevapi, Pljeskavica und anderem Fleisch vom Rost passt.
Der Ajvar ist dick, streichfähig und glänzend. Er schmeckt intensiv nach gerösteter roter Paprika, leicht süßlich und ausgewogen salzig, mit einer weichen, grob bis mittelfein gemahlenen Textur.
Schritt für Schritt
Die Paprika waschen und vollständig trocken tupfen. Die Schoten bleiben zum Grillen ganz.
Den Kugel- oder Gasgrill für starke direkte Hitze auf etwa 230–250 °C vorheizen. Die Paprika direkt über der Glut oder der Flamme auf den Rost legen und insgesamt etwa 20–25 Minuten grillen. Alle 4–5 Minuten wenden, bis die Schalen rundum dunkel gebräunt bis schwarz und die Schoten weich eingefallen sind.
Daran erkennst du es: Die Schalen sind rundum dunkel gebräunt bis schwarz, die Schoten weich und eingefallen.
Wichtig: Vorsicht vor Flammen, heißem Rost und austretendem Dampf.
Die heißen Paprika in eine hitzebeständige Schüssel geben, sofort abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. Der Dampf löst die Schale.
Daran erkennst du es: Die Paprika sind so weit abgekühlt, dass sie sich handhaben lassen, und die Schale lässt sich leicht lösen.
Wichtig: Die Paprika und der Dampf sind zunächst sehr heiß.
Die Paprika häuten, Stiele und Kerne entfernen. Nicht abspülen, damit der konzentrierte Paprikageschmack erhalten bleibt. Das Fruchtfleisch in einem Sieb etwa 2 Stunden abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Das Paprikafleisch ist deutlich entwässert, aber noch weich und saftig.
Das abgetropfte Paprikafleisch mit einem Fleischwolf oder in kurzen Intervallen mit dem Mixer grob bis mittelfein mahlen. Es soll eine streichfähige Masse entstehen, aber nicht völlig flüssig werden.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig, aber noch leicht strukturiert und nicht wässrig.
Das Sonnenblumenöl in einem breiten, schweren Topf bei niedriger Hitze erwärmen. Salz und Zucker einrühren, ohne das Öl rauchen zu lassen. Die gemahlene Paprika zugeben und alles gründlich vermengen.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig vermengt und das Öl raucht nicht.
Wichtig: Beim Einrühren kann die feuchte Paprikamasse spritzen.
Die Masse auf mittlere Hitze bringen und 60–75 Minuten langsam einkochen. Regelmäßig, gegen Ende nahezu ständig, mit einem Holzlöffel rühren und die Hitze reduzieren, sobald die Masse am Boden ansetzt.
Daran erkennst du es: Der Ajvar ist deutlich dicker und glänzend; der Löffel hinterlässt beim Durchziehen kurz eine sichtbare Spur.
Wichtig: Heiße, dicke Paprikamasse kann spritzen; langsam und mit Abstand rühren.
Den Ajvar 10–15 Minuten abkühlen lassen und lauwarm oder vollständig abgekühlt zu Ćevapi, Pljeskavica, gegrillten Würsten oder anderem Fleisch vom Rost servieren.
Daran erkennst du es: Der Ajvar ist lauwarm oder vollständig abgekühlt und streichfähig.
Gut zu wissen
Reife, rote und fleischige Spitzpaprika liefern besonders viel Fruchtfleisch und ein intensives, leicht süßliches Aroma.
Sonnenblumenöl hält den Geschmack neutral und lässt die gegrillte Paprika im Vordergrund stehen.
Der Ajvar erhält eine deutlichere, leicht fruchtige Ölnote.
Das Sonnenblumenöl im gleichen Volumen durch mildes Olivenöl ersetzen und wie beschrieben erwärmen.
Die Paprika rundum dunkel gebräunt bis schwarz grillen und regelmäßig wenden.
Die geschälten Paprika können nochmals kurz direkt gegrillt werden, sofern sie noch nicht gemahlen und eingekocht sind.
Das Fruchtfleisch etwa 2 Stunden abtropfen lassen und anschließend bis zur sichtbaren Spur des Löffels einkochen.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze weiter einkochen und regelmäßig rühren.
Einen breiten, schweren Topf verwenden, die Hitze reduzieren und gegen Ende nahezu ständig rühren.
Den Ajvar vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den angebrannten Bodensatz mitzunehmen, und bei niedriger Hitze fertig einkochen.
Eine schärfere Paprikasorte kann einen Teil der milden roten Spitzpaprika ersetzen.
Für mehr Struktur wird das Paprikafleisch gröber gemahlen und kürzer verarbeitet.
Den Ajvar vollständig abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und vor dem Servieren nach Wunsch auf Zimmertemperatur bringen.
Den abgekühlten Ajvar luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und nur mit sauberem Besteck entnehmen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen; bei auffälligem Geruch, Schimmel oder Gärung entsorgen.
Häufig gefragt
Ja. Einen Teil der milden roten Spitzpaprika durch eine schärfere rote Paprikasorte ersetzen und die Schoten gemeinsam grillen und einkochen.
Die Masse sollte grob bis mittelfein und streichfähig sein. Sie darf Struktur behalten, sollte aber nicht völlig flüssig werden.
Er kann lauwarm oder vollständig abgekühlt zu Ćevapi, Pljeskavica, gegrillten Würsten oder anderem Fleisch vom Rost serviert werden.
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