Tatlı Biber Salçası
Die süßliche türkische Paprikapaste bringt Fruchtigkeit, Farbe und Würze in die Marinade. Sie ist meist in türkischen Supermärkten, orientalischen Lebensmittelgeschäften oder im internationalen Regal größerer Märkte erhältlich.
Türkische Mangal-Küche
Ein ganzes Hähnchen wird aufgeklappt, mit einer würzigen Joghurt-Paprikamarinade bestrichen und auf dem Holzkohlegrill zunächst indirekt gegart. Eine kurze Phase über direkter Glut sorgt anschließend für kräftig gebräunte, knusprige Haut.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Mangalda bütün tavuk – ganzes Hähnchen vom türkischen Mangal – bringt ein vollständiges Geflügelgericht auf den Holzkohlegrill. Das Hähnchen wird aufgeklappt und auf dem Rost mit indirekter Hitze gegart, bevor direkte Glut die Haut knusprig färbt. Nach einer kurzen Ruhezeit wird es entlang der Gelenke portioniert und warm auf einer Platte serviert.
Saftiges, würzig mariniertes Geflügel mit leicht säuerlicher Paprikanote, aromatischem Knoblauch und einer kräftig gebräunten, knusprigen Haut.
Schritt für Schritt
Das Hähnchen aus der Verpackung nehmen, Innereien und sichtbare Federreste entfernen und die Haut gründlich trocken tupfen. Mit der Geflügelschere das Rückgrat von beiden Seiten herausschneiden. Das Hähnchen mit der Hautseite nach oben auflegen und mit den Handflächen kräftig flach drücken. Die Flügelspitzen unter den Brustbereich stecken.
Wichtig: Rohes Geflügel nach der Verarbeitung hygienisch behandeln und Arbeitsflächen gründlich reinigen.
Joghurt, Paprikapaste, Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Paprikapulver, Pul Biber, Kreuzkümmel, Thymian, Salz und Pfeffer in einer Schüssel glatt verrühren.
Die Marinade gleichmäßig auf der Haut, der Unterseite und vorsichtig unter der Brusthaut verteilen. Das Hähnchen abgedeckt 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Übrig gebliebene Marinade nicht weiterverwenden.
Wichtig: Während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Den Grill für indirekte Hitze vorbereiten und die Auffangschale unter den Bereich ohne Kohlen stellen. Den Rost reinigen und dünn einölen. Den Grill mit geschlossenem Deckel auf 180–200 °C am Rost bringen. Das Hähnchen 20 Minuten vor dem Auflegen aus dem Kühlschrank nehmen.
Das Hähnchen mit der Hautseite nach oben auf die indirekte Grillzone legen. Die Keulen dürfen dabei etwas näher an der Glut liegen als die Brust. Den Deckel schließen und das Hähnchen 50–65 Minuten grillen. Nach etwa 30 Minuten die Position bei Bedarf einmal drehen, wenn der Grill ungleichmäßig heizt.
Daran erkennst du es: Die Garphase fortsetzen, bis die Kerntemperatur anschließend an Brust und Keule geprüft werden kann.
Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle der Keule und in der Brust prüfen, ohne den Knochen zu berühren. Sobald mindestens 74 °C erreicht sind, das Hähnchen für 2–4 Minuten mit der Hautseite nach unten über die direkte Glut legen, damit die Haut kräftig bräunt. Wegen herabtropfendem Fett und möglicher Flammen aufmerksam bleiben und das Hähnchen bei Bedarf sofort zurück in die indirekte Zone ziehen.
Daran erkennst du es: Mindestens 74 °C an der dicksten Stelle der Keule und in der Brust, jeweils ohne Knochenkontakt messen.
Wichtig: Während der direkten Grillphase wegen Fettbrand und Flammen besonders aufmerksam bleiben.
Das fertige Hähnchen auf eine Platte legen und 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend entlang der Gelenke portionieren und warm servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich entlang der Gelenke portionieren und wird warm serviert.
Gut zu wissen
Die süßliche türkische Paprikapaste bringt Fruchtigkeit, Farbe und Würze in die Marinade. Sie ist meist in türkischen Supermärkten, orientalischen Lebensmittelgeschäften oder im internationalen Regal größerer Märkte erhältlich.
Mildes Pul Biber ergänzt die Paprikapaste mit einer flockigen, fruchtig-würzigen Schärfe.
Die Marinade wird tomatiger und weniger fruchtig-paprikabetont.
Die Mischung anstelle der Tatlı Biber Salçası in die Marinade einrühren.
Das Hähnchen zunächst vollständig in der indirekten Zone garen und die direkte Hitze nur für die letzten 2–4 Minuten verwenden.
Das Hähnchen sofort in die indirekte Zone zurückziehen und dort bis zur angegebenen Kerntemperatur weitergrillen.
Die Keulen näher an der Glut platzieren und das Hähnchen nach etwa 30 Minuten bei Bedarf einmal drehen.
Die Position des Hähnchens anpassen und die Temperatur an Brust und Keule getrennt prüfen.
Die Haut vor dem Aufklappen und Marinieren gründlich trocknen und die Haut am Ende kurz über direkter Glut bräunen.
Das Hähnchen nach dem Erreichen der Kerntemperatur noch kurz mit der Hautseite nach unten über die direkte Glut legen und dabei Flammen beobachten.
Das Hähnchen kann bis zu 12 Stunden vor dem Grillen vorbereitet, mit der Marinade bestrichen und abgedeckt im Kühlschrank mariniert werden.
Häufig gefragt
Die indirekte Zone gart das flach aufgelegte Hähnchen gleichmäßiger. Direkte Glut kommt erst am Ende zum Einsatz, um die Haut kräftig zu bräunen.
Nicht grundsätzlich. Wenn der Grill ungleichmäßig heizt, kann die Position nach etwa 30 Minuten einmal angepasst werden.
An der dicksten Stelle der Keule und in der Brust messen, ohne den Knochen zu berühren. Sobald mindestens 74 °C erreicht sind, kann die Haut direkt gebräunt werden.
20 g Tomatenmark mit 10 g edelsüßem Paprikapulver mischen. Die Marinade wird dadurch tomatiger und weniger fruchtig-paprikabetont.
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