Räucherholz auswählen
Apfelholz ist mild und leicht fruchtig, Hickory kräftiger und würziger. Beide Sorten eignen sich für die im Rezept beschriebene Rauchphase.
Memphis-Style BBQ
St.-Louis-Cut-Schweinerippchen werden mit einem würzigen Trockenrub eingerieben, indirekt bei 120 bis 130 °C über Apfel- oder Hickoryrauch gegart und ohne Sauce serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Memphis Dry Ribs gehören zu den bekannten BBQ-Varianten aus Tennessee. Für diese Fassung werden rechteckig zugeschnittene St.-Louis-Cut-Schweinerippchen mit einem aromatischen Trockenrub gewürzt und im geschlossenen Grill indirekt über Rauch gegart. Eine Sauce kann separat am Tisch gereicht werden, ist aber kein Bestandteil des trockenen Ribs-Rezepts.
Die Rippchen entwickeln eine trockene, würzige Kruste mit rauchigem Apfel- oder Hickoryaroma. Im Inneren werden sie zart und saftig genug zum Schneiden zwischen den Knochen; der Geschmack reicht von süß-würzig über pfeffrig bis leicht scharf.
Schritt für Schritt
Die Racks mit der Knochenseite nach oben auf ein Schneidebrett legen. Die dünne Membran mit einem stumpfen Messer an einer Ecke lösen, mit Küchenpapier greifen und vollständig abziehen. Lose Fettstücke entfernen. Falls die Racks noch nicht im St.-Louis-Cut zugeschnitten sind, die ungleichmäßigen Spitzen und den Brustknochen vom Metzger entfernen lassen.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln bearbeiten und danach Hände, Brett und Messer gründlich reinigen.
Salz, braunen Zucker, Paprika, Oregano, schwarzen Pfeffer, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Thymian, MajoranEin mildes, süßlich-holziges Küchenkraut, das besonders deftige Speisen abrundet., Petersilie, Kreuzkümmel, Senfpulver, SelleriesaatSelleriesaat sind getrocknete Selleriesamen beziehungsweise -früchte, die als würziges Aroma eingesetzt werden., Cayennepfeffer, Fenchelsaat und weißen Pfeffer gründlich vermischen.
Die Gewürzmischung auf beiden Seiten der Racks verteilen und sorgfältig in das Fleisch einreiben. Die Rippchen 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Für eine längere Würzruhe abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank legen und vor dem Grillen wieder aus der Kühlung nehmen.
Wichtig: Eine längere Würzruhe erfolgt abgedeckt im Kühlschrank, nicht bei Raumtemperatur.
Den Grill für indirektes Garen auf 120 bis 130 °C einregeln. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben und die Rippchen auf die gegenüberliegende, kühlere Seite legen. Beim Gasgrill nur die Brenner unter einer Seite einschalten und das Fleisch auf der anderen Seite platzieren. Das Räucherholz in drei bis vier Portionen über die Garzeit verteilt einsetzen; auf dem Gasgrill kommt es in eine geeignete Räucherbox.
Wichtig: Nur für Grill oder Räucherbox geeignetes Räucherholz verwenden und ausreichend Abstand zu offenen Flammen einhalten.
Die Racks mit der Knochenseite nach unten über der indirekten Zone auflegen und den Deckel schließen. Die Rippchen 3 Stunden 30 Minuten bis 4 Stunden bei 120 bis 130 °C räuchern. Die Temperatur möglichst gleichmäßig halten und bei Bedarf weiteres Räucherholz nachlegen. Die Rippchen bleiben während dieser Variante unverpackt und werden nicht mit Sauce bestrichen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken und würzig, und das Rack beginnt sich beim Anheben zu biegen.
Wichtig: Den Grill nicht unbeaufsichtigt betreiben und beim Nachlegen von Räucherholz hitzebeständige Werkzeuge verwenden.
Gegen Ende der Garzeit die Biegeprobe machen: Das Rack sollte sich in der Mitte deutlich durchbiegen, und die Oberfläche zwischen den Knochen darf leicht einreißen. Ein dünnes Messer sollte zwischen den Knochen mit nur wenig Widerstand hineingleiten. Sind die Rippchen noch fest, weitere 15 bis 20 Minuten indirekt garen und erneut prüfen.
Daran erkennst du es: Das Rack biegt sich deutlich durch, die Oberfläche reißt zwischen den Knochen leicht ein und ein dünnes Messer gleitet mit wenig Widerstand hinein.
Die fertigen Racks vom Grill nehmen und 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend zwischen den Knochen in einzelne Rippchen schneiden und trocken, nur mit ihrer Gewürzkruste, servieren. Eine Sauce kann separat am Tisch gereicht werden.
Daran erkennst du es: Die Rippchen lassen sich sauber zwischen den Knochen teilen und behalten ihre trockene Gewürzkruste.
Wichtig: Zum Schneiden und Servieren ein sauberes Brett und sauberes Werkzeug verwenden.
Gut zu wissen
Apfelholz ist mild und leicht fruchtig, Hickory kräftiger und würziger. Beide Sorten eignen sich für die im Rezept beschriebene Rauchphase.
Selleriesaat ist meist in gut sortierten Gewürzregalen, US-amerikanischen Shops und internationalen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Selleriesalz verändert die Salzmenge des Rubs und ist deshalb kein gleichwertiger Ersatz.
Getrockneter Majoran ist in deutschen Gewürzregalen leicht erhältlich. Er rundet den Rub ab und kann bei Bedarf durch getrockneten Thymian ersetzt werden.
Der Rauch wird etwas fruchtiger und bleibt eher mild.
Das Kirschholz in drei bis vier Portionen über die Garzeit verteilt einsetzen, wie im Rezept für Apfel- oder Hickoryholz beschrieben.
Das Aroma bleibt weitgehend gleich, die Samen verteilen sich gleichmäßiger im Rub.
Die gleiche Menge Selleriesamen fein zerstoßen und mit den übrigen Rubzutaten vermischen.
Der Rub schmeckt etwas herber und weniger rund.
Majoran im gleichen Gewicht durch getrockneten Thymian ersetzen und diesen mit den übrigen Gewürzen vermischen.
Die Racks konsequent über der indirekten Zone platzieren und die Grilltemperatur zwischen 120 und 130 °C halten.
Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die Rippchen bei stabiler indirekter Hitze fertig garen.
Die Garzeit als Bereich von 3 Stunden 30 Minuten bis 4 Stunden einplanen und die Biegeprobe durchführen.
Weitere 15 bis 20 Minuten indirekt garen und anschließend erneut prüfen.
Das Holz auf drei bis vier Portionen verteilen und nur geeignetes, trockenes Räucherholz verwenden.
Kein weiteres Holz nachlegen und die Rippchen bei stabiler indirekter Hitze ohne zusätzlichen Rauch fertig garen.
Alle trockenen Zutaten sorgfältig mischen und den Rub auf beiden Seiten gleichmäßig einreiben.
Überschüssige Gewürzklumpen vorsichtig abbürsten; nachträgliches Abwaschen würde die Kruste beeinträchtigen.
Eine mildere, fruchtigere Rauchvariante mit Kirschholz statt Apfel- oder Hickoryholz.
Eine etwas herbere Variante des Rubs, wenn kein Majoran verfügbar ist.
Die Rippchen können nach dem Rubben abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen. Vor dem Grillen wieder aus der Kühlung nehmen.
Häufig gefragt
Nein. Diese Variante wird ohne Sauce gegart und trocken mit ihrer Gewürzkruste serviert. Eine Sauce kann separat am Tisch gereicht werden.
Apfelholz ist mild und leicht fruchtig, Hickory kräftiger und würziger. Als Alternative eignet sich mildes Kirschholz.
Der Sparerib-Rack wird rechteckiger zugeschnitten, indem ungleichmäßige Spitzen und der Brustknochen entfernt werden. Dadurch entsteht ein gleichmäßigeres Rack.
Die dünne Membran auf der Knochenseite wird abgezogen, damit der Rub besser anliegt und die fertigen Rippchen angenehmer zu essen sind.
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