Gigerltraum-Würzmischung
Hafninger Gigerltraum ist die regional genannte Würzmischung für dieses Rezept. Du findest sie am ehesten in regionalen Hofläden, bei Metzgereien mit niederbayerischem Sortiment oder bei spezialisierten Gewürzhändlern.
Niederbayern
Würzige Hähnchenkeulen mit Haut und Knochen, die im indirekten Zweizonen-Grill langsam garen und zum Schluss direkte Hitze für eine kräftige, knusprige Haut bekommen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese niederbayerische Grillvariante bringt Hähnchenkeulen mit Haut und Knochen auf den Rost. Öl und die regional genannte Gigerltraum-Würzmischung bilden eine aromatische Würzpaste. Zunächst garen die Keulen bei geschlossenem Deckel indirekt, bevor direkte Hitze für die knusprige Haut sorgt.
Die Keulen duften würzig und rauchig vom Grill, mit kräftig aromatisierter, knuspriger Haut und saftigem Fleisch am Knochen.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenkeulen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Lose Haut- oder Fettzipfel sauber abschneiden, die Haut aber auf den Keulen belassen.
Öl und Gigerltraum-Würzmischung in einer Schüssel verrühren. Die Keulen rundum mit der Würzpaste einreiben, abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Grillen etwa 20 Minuten temperieren lassen.
Wichtig: Rohes Geflügel und benutzte Arbeitsflächen nach der Vorbereitung gründlich reinigen.
Den Grill für indirektes Zweizonen-Grillen auf 180–200 °C bei geschlossenem Deckel vorbereiten. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten. Eine Auffangschale unter den indirekten Bereich stellen.
Wichtig: Den Grill standsicher und mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien aufstellen.
Die Hähnchenkeulen mit der Hautseite nach oben auf den indirekten Rost legen. Den Deckel schließen und die Stücke etwa 35–45 Minuten garen. Nach ungefähr 25 Minuten einmal drehen, damit sie gleichmäßig bräunen.
Daran erkennst du es: Die Keulen sollen gleichmäßig gebräunt sein und sich an der dicksten Stelle deutlich erwärmt anfühlen.
Die Keulen über die direkte Hitze legen und pro Seite etwa 2–4 Minuten grillen. Dabei aufmerksam bleiben, denn herabtropfendes Fett kann Flammen verursachen. Die Keulen sind fertig, wenn sie an der dicksten Stelle mindestens 75 °C Kerntemperatur erreicht haben und beim Einstechen klarer Fleischsaft austritt.
Daran erkennst du es: Mindestens 75 °C Kerntemperatur an der dicksten Stelle und klarer Fleischsaft beim Einstechen.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Keulen von der direkten Hitze wegziehen und den Deckel bei Bedarf kurz schließen.
Die Keulen vom Grill nehmen und 5 Minuten locker ruhen lassen. Danach heiß servieren.
Gut zu wissen
Hafninger Gigerltraum ist die regional genannte Würzmischung für dieses Rezept. Du findest sie am ehesten in regionalen Hofläden, bei Metzgereien mit niederbayerischem Sortiment oder bei spezialisierten Gewürzhändlern.
Haut und Knochen bleiben an den Keulen, damit das Fleisch beim Grillen saftig bleibt und die Haut am Ende knusprig werden kann.
Die Würzung wird milder, paprika-betonter und leicht süß-säuerlich.
Die Ersatzmischung mit dem Öl verrühren und genauso auf den Keulen verteilen wie die Gigerltraum-Würzmischung.
Die Keulen zunächst vollständig in der indirekten Zone garen und direkte Hitze erst für das kurze Finish einsetzen.
Die Keulen in die indirekte Zone verschieben und bei geschlossenem Deckel weitergaren, bis die Kerntemperatur erreicht ist.
Eine Auffangschale unter dem indirekten Bereich verwenden und die Keulen bei Flammenbildung sofort versetzen.
Die Keulen von der direkten Zone nehmen, den Deckel kurz schließen und erst weitergrillen, wenn die Flammen abgeklungen sind.
Die Keulen gründlich trocken tupfen und am Ende kurz über direkter Hitze grillen.
Die fertigen Keulen noch kurz unter Beobachtung in die direkte Zone legen, ohne sie aus den Augen zu lassen.
Die Grilltemperatur im Bereich von 180–200 °C halten und die Kerntemperatur messen.
Die Keulen in der indirekten Zone weitergaren und erneut an der dicksten Stelle messen.
Häufig gefragt
Verrühre 1½ EL Paprikapulver edelsüß, ½ TL Salz, ½ TL Gemüsebrühepulver, ½ TL Honig und einen Spritzer Zitronensaft mit dem Öl. Die Würzung wird dadurch milder, paprika-betonter und leicht süß-säuerlich.
Die indirekte Zone lässt die dicken Keulen gleichmäßig garen, ohne dass die Haut zu früh verbrennt. Die direkte Hitze kommt erst am Ende für die knusprige Haut zum Einsatz.
Miss an der dicksten Stelle mindestens 75 °C Kerntemperatur. Beim Einstechen sollte klarer Fleischsaft austreten.
Am ehesten in regionalen Hofläden, bei Metzgereien mit niederbayerischem Sortiment oder bei spezialisierten Gewürzhändlern.
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