Ganze rote Paprika werden direkt über glühender Grillhitze weich und an der Schale dunkel geröstet, anschließend gehäutet, in breite Streifen geschnitten und mit Olivenöl, Rotweinessig, Knoblauch, Majoran und Nepitella mariniert.
Von So schmeckt GrillenVeröffentlicht am 24. September 2026
Prägende ZutatenfamilieGemüse, Kräuter und Gewürze
Prägende ZubereitungsverfahrenGrillen
Geprüfte Rezept-EignungVegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
WürzanwendungMarinieren
ServierrolleAls Beilage vorgesehen
Grill-HitzeanordnungDirekte Grillzone
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das Grillen ganzer Paprika macht das Fruchtfleisch weich und konzentriert sein süßes Aroma, während die Schale kräftige Röstaromen entwickelt.
Das anschließende Abdecken nutzt den entstehenden Dampf, sodass sich die geröstete Schale leichter vom Fruchtfleisch löst.
Olivenöl und Rotweinessig verbinden sich mit Knoblauch und Kräutern zu einer aromatischen Marinade, die die weichen Paprikastreifen gleichmäßig umhüllt.
Peperoni grigliati gehören zu den unkomplizierten italienischen Gemüsebeilagen vom Grill. Die Paprika werden ganz gegrillt, damit das Fruchtfleisch weich wird und sich die dunkel geröstete Schale anschließend leicht lösen lässt. Nach dem Häuten sorgen Olivenöl, Rotweinessig, Knoblauch, Majoran und Nepitella für ein würziges, leicht säuerliches Aroma. Die Paprikastreifen schmecken lauwarm oder bei Raumtemperatur als eigenständige Grillbeilage.
Die Paprikastreifen sind weich und saftig, mit leicht rauchigen Röstaromen und einer milden Süße. Olivenöl gibt ihnen Fülle, Rotweinessig eine frische Säure, Knoblauch Würze und die Kräuter eine erdig-minzige Note.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Grill vorbereiten
Den Grill für direkte mittlere bis hohe Hitze vorbereiten. Bei einem Grill mit Deckel sind etwa 220–250 °C am Deckelthermometer ein guter Richtwert. Bei Holzkohle grillst du über glühender, flammenfreier Glut. Den Rost gründlich mit der Grillbürste reinigen.
235 °C
Die Paprika erst auflegen, wenn die Glut glüht und keine offenen Flammen mehr aufsteigen.
Wichtig: Bei Holzkohle nur über stabiler, flammenfreier Glut grillen.
2
Paprika auflegen
Die Paprika waschen und vollständig trocknen. Ganz auf den heißen Rost legen. Die Schoten nicht aufschneiden, damit sie im Inneren weich werden und sich später leichter häuten lassen.
Trockene Paprika lassen sich sicherer auf den heißen Rost legen und entwickeln eine gleichmäßigere Röstung.
3
Paprika grillen
Die Paprika bei direkter Hitze etwa 20 Minuten grillen und alle 4–5 Minuten wenden. Die Schale soll rundum deutlich dunkel geröstet sein, das Fruchtfleisch weich, aber nicht zerfallen. Bei aufflammendem Fett oder offenen Flammen die Paprika kurz an den Rand ziehen.
20 Minuten235 °C
Daran erkennst du es: Die Schale ist rundum dunkel geröstet und das Fruchtfleisch weich, aber noch zusammenhängend.
Durch regelmäßiges Wenden wird die Schale rundum geröstet.
Bei aufflammendem Fett die Paprika sofort an den Rand der Grillfläche ziehen.
Wichtig: Offene Flammen vermeiden und die Paprika bei Aufflammen kurz aus der direkten Hitze nehmen.
4
Paprika dämpfen lassen
Die gegrillten Paprika in eine hitzefeste Schüssel legen und mit einem Teller oder Deckel abdecken. 15 Minuten ruhen lassen. Der entstehende Dampf löst die Schale. Währenddessen kann die Marinade vorbereitet werden.
15 Minuten
Daran erkennst du es: Die Schale lässt sich anschließend leichter vom Fruchtfleisch lösen.
Die Marinade während dieser Ruhezeit anrühren, damit die Zeit effizient genutzt wird.
Wichtig: Die Schüssel und die Paprika sind heiß; beim Abdecken und späteren Öffnen vorsichtig mit dem Dampf umgehen.
5
Marinade anrühren
Während die Paprika ruhen, die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Olivenöl, Rotweinessig, Knoblauch, Majoran, Nepitella und Salz in einer Schüssel verrühren.
Daran erkennst du es: Öl, Essig, Knoblauch und Kräuter sind gleichmäßig miteinander vermischt.
Die Kräuter kurz in der Marinade verteilen, bevor die Paprikastreifen dazukommen.
6
Paprika häuten und schneiden
Die Paprika vorsichtig häuten. Stiele, Kerne und die weißen Innenhäute entfernen. Das Fruchtfleisch in breite Streifen schneiden und in die Schüssel mit der Marinade geben.
Daran erkennst du es: Schale, Stiele, Kerne und weiße Innenhäute sind entfernt; übrig bleibt weiches Paprikafruchtfleisch.
Die Paprika bei Bedarf kurz abkühlen lassen, bis sie sich sicher anfassen lässt.
Breite Streifen behalten mehr Struktur als sehr dünne Streifen.
Wichtig: Die Paprika kann im Inneren noch sehr heiß sein; vorsichtig öffnen und schneiden.
7
Marinieren und servieren
Alles behutsam vermengen und mindestens 20 Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren noch einmal abschmecken. Die Peperoni grigliati schmecken lauwarm oder bei Raumtemperatur als eigenständige Grillbeilage.
20 Minuten
Daran erkennst du es: Die Marinade haftet an den Paprikastreifen und die Aromen sind miteinander verbunden.
Während der Ziehzeit verbinden sich Säure, Öl, Knoblauch und Kräuter mit der warmen Paprika.
Lauwarm oder bei Raumtemperatur servieren.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Paprika ganz grillen: Die Paprika vor dem Grillen nicht aufschneiden. So bleibt das Fruchtfleisch im Inneren saftig und die Schale lässt sich nach dem Dämpfen leichter abziehen.
Marinade braucht Ziehzeit: Die Paprikastreifen mindestens 20 Minuten in der Marinade ziehen lassen. In dieser Zeit verbinden sich Säure, Öl, Knoblauch und Kräuter mit dem Grillaroma.
Zutatenwissen
Nepitella finden und ersetzen
Getrocknete Nepitella ist in italienischen Feinkostläden, Kräuterläden oder gut sortierten Gewürzabteilungen erhältlich. Als Ersatz eignet sich 1 TL fein gehackte Minze; sie schmeckt frischer und kühler, während Nepitella erdiger wirkt.
Fleischige rote Paprika
Große, fleischige rote Paprika eignen sich besonders gut, weil sie über der Glut weich werden und genügend Fruchtfleisch für breite Streifen liefern.
Sinnvolle Alternativen
Fein gehackte Minze
Die Marinade schmeckt frischer und kühler; die erdig-würzige Note der Nepitella tritt zurück.
Die getrocknete Nepitella durch 1 TL fein gehackte Minze ersetzen und die Minze zusammen mit den übrigen Marinadenzutaten einrühren.
Typische Fehler und ihre Lösung
Die Paprika bleibt innen fest oder verliert viel Saft.
Die Paprika ganz auf den heißen Rost legen und erst nach dem Dämpfen öffnen.
Die Paprika länger bei direkter Hitze grillen, bis das Fruchtfleisch weich ist, ohne die Schale zu verbrennen.
Die Schale lässt sich nur schwer entfernen und die Paprika entwickelt wenig Röstaroma.
Die Schale rundum deutlich dunkel rösten und die Paprika alle 4–5 Minuten wenden.
Die noch ungerösteten Seiten kurz weitergrillen und die Paprika anschließend erneut abgedeckt ruhen lassen.
Die Schale verbrennt punktuell, bevor das Fruchtfleisch weich ist.
Die Paprika bei Aufflammen kurz an den Rand der Grillfläche ziehen.
Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die Paprika bei indirekterer Randhitze fertig weich werden lassen.
Servieren und kombinieren
Als lauwarme Grillbeilage: Die marinierten Paprikastreifen lauwarm zu einer Grillrunde servieren. Sie ergänzen kräftig geröstete Speisen mit Süße, Säure und Kräuteraromen.
Bei Raumtemperatur servieren: Die Peperoni grigliati vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen und als eigenständige Gemüsebeilage auf den Tisch stellen.
Lebensmittelsicherheit
Offene Flammen beim Grillen: Bei aufflammendem Fett oder offenen Flammen die Paprika kurz an den Rand der Grillfläche ziehen und erst weitergrillen, wenn die Hitze wieder kontrolliert ist.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Kann ich Nepitella ersetzen?
Ja. Als Alternative eignet sich 1 TL fein gehackte Minze. Sie schmeckt frischer und kühler, während Nepitella eine erdigere Note hat.
Wie dunkel darf die Paprikaschale werden?
Die Schale soll rundum deutlich dunkel geröstet sein. Das Fruchtfleisch darf dabei weich werden, sollte aber nicht zerfallen.
Werden Peperoni grigliati warm oder kalt serviert?
Beides ist möglich: Die Paprikastreifen schmecken lauwarm ebenso wie bei Raumtemperatur.
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