Zur Pescadilla de calada
Pescadilla de calada bezeichnet in Uruguay die Küstenfisch-Variante Cynoscion guatucupa. Ein gut sortierter Fischhändler kann bei der Beschaffung oder bei einer passenden ganzen Alternative helfen.
Uruguay · Fisch vom Holzkohlegrill
Ganzer, geöffneter Küstenfisch aus Rocha in Uruguay, der auf der Schuppenseite über kräftiger Glut gegrillt und anschließend mit Zitrone, Knoblauch, Petersilie und Olivenöl serviert wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pescadilla de calada a las brasas ist ein schlichtes Fischgericht aus Rocha an Uruguays Atlantikküste. Der ganze, geöffnete Fisch wird zunächst mit der Schuppenseite nach unten über kräftiger Glut gegart. So schützt die Schuppenseite das zarte Fleisch, während die Haut bräunt. Eine frische Mischung aus Zitrone, Knoblauch, Petersilie und Olivenöl kommt erst nach dem Grillen dazu.
Außen zeigt der Fisch eine gebräunte, leicht knusprige Haut. Das Fleisch bleibt hell, saftig und lässt sich in zarte Lamellen teilen. Zitrone bringt Frische, Knoblauch Würze, Petersilie eine grüne Kräuternote und Olivenöl einen runden Abschluss.
Schritt für Schritt
Die Pescadilla trocken tupfen. Flossen und Kiemen entfernen, falls das noch nicht geschehen ist. Den Fisch auf der Bauchseite längs öffnen, ohne ihn am Rücken vollständig zu durchtrennen, sodass er sich wie ein Buch aufklappen lässt. Die Schuppen bleiben als schützende Unterseite am Fisch.
Wichtig: Mit dem Messer vom Körper weg arbeiten und den geöffneten Fisch auf einer stabilen Unterlage bearbeiten.
Die Fleischseite mit etwa 12 g grobem Salz würzen und die Schuppenseite mit dem restlichen Salz bestreuen. Den Fisch 10 Minuten ruhen lassen, während das Feuer vorbereitet wird.
Eine saubere Grillrostfläche über kräftiger Glut vorheizen. Es sollen keine offenen Flammen aufsteigen; der Rost hängt etwa 20 cm über den glühenden Kohlen. Die Hitze soll kräftig, aber kontrollierbar sein, damit die Haut bräunt, ohne dass das Fleisch verbrennt.
Daran erkennst du es: Kräftige, gleichmäßige Glut ohne offene Flammen
Wichtig: Den Grill nur in gut belüfteter Umgebung betreiben und offene Flammen vor dem Auflegen des Fisches abklingen lassen.
Die Pescadilla mit der Schuppen- und Hautseite nach unten auf den Rost legen. Den Fisch zunächst 10–14 Minuten grillen. Nicht ständig bewegen. Sobald sich die Haut vom Rost löst und gebräunt ist, den Fisch vorsichtig mit einer breiten Grillzange wenden.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt und löst sich vom Rost.
Wichtig: Beim Wenden den Fisch vollständig abstützen und Abstand von aufsteigender Hitze halten.
Die Fleischseite weitere 6–10 Minuten direkt über der Glut grillen. Der Fisch ist verzehrfertig, wenn das Fleisch undurchsichtig ist und sich leicht in Lamellen teilen lässt. Für eine sichere Kontrolle ein Thermometer in die dickste Stelle des Fleisches stecken; dort sollte der Fisch mindestens 63 °C erreichen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist undurchsichtig, teilt sich leicht in Lamellen und erreicht an der dicksten Stelle mindestens 63 °C.
Wichtig: Die Temperaturmessung an der dicksten Stelle vor dem Servieren durchführen.
Während der Fisch grillt, die Zitrone auspressen. Zitronensaft, Knoblauch, Petersilie und Olivenöl verrühren. Die Mischung nicht als Marinade verwenden, sondern erst nach dem Garen über den fertigen Fisch geben.
Die Pescadilla vom Grill nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Mit der Kräutermischung beträufeln, auf eine Servierplatte legen und direkt servieren.
Gut zu wissen
Pescadilla de calada bezeichnet in Uruguay die Küstenfisch-Variante Cynoscion guatucupa. Ein gut sortierter Fischhändler kann bei der Beschaffung oder bei einer passenden ganzen Alternative helfen.
Zitrone, Knoblauch, Petersilie und Olivenöl werden nicht als Marinade verwendet, sondern erst nach dem Garen über den Fisch gegeben. So bleiben die frischen Aromen klar erkennbar.
Die Grilltechnik bleibt gleich, der Geschmack wird jedoch weniger typisch für Rocha.
Einen ausgenommenen, geöffneten ganzen Weißfisch ähnlicher Größe verwenden. Die Schuppenseite nach Möglichkeit als schützende Unterseite belassen und die Garzeit an die Dicke des Fisches anpassen.
Den Fisch zunächst möglichst ruhig grillen und erst wenden, wenn sich die gebräunte Haut vom Rost löst.
Lose Stücke vorsichtig mit zwei stabilen Pfannenwendern aufnehmen und auf der Fleischseite fertig garen.
Den Fisch erst bei kräftiger, aber kontrollierbarer Glut ohne offene Flammen auflegen.
Den Fisch vorübergehend an eine weniger heiße Stelle des Rosts legen und die Flammen abklingen lassen.
Die Mischung erst nach dem Garen und nach der kurzen Ruhezeit auftragen.
Den Fisch mit einer frischen kleinen Menge der Mischung servieren, ohne ihn erneut stark zu erhitzen.
Eine zurückhaltendere Abschlussmischung mit weniger Knoblauch und mehr Petersilie lässt den Eigengeschmack des Fisches noch stärker im Vordergrund stehen.
Ein ganzer, ähnlich großer milder Weißfisch kann verwendet werden, wenn keine Pescadilla de calada erhältlich ist.
Für die beste Qualität den Fisch frisch grillen und nicht als fertig gegartes Gericht einfrieren.
Häufig gefragt
Pescadilla de calada ist die in Uruguay bezeichnete Küstenfisch-Variante Cynoscion guatucupa. Für dieses Rezept wird sie als ganzer, geöffneter Fisch gegrillt.
Die Schuppenseite liegt beim ersten Grillen unten und schützt das zarte Fleisch vor der direkten Hitze. Sie hilft außerdem, den Fisch beim Grillen stabil zu halten.
Der Fisch wird erst gewendet, wenn die Haut gebräunt ist und sich vom Rost löst. Zu frühes Bewegen kann die Haut und das Fleisch beschädigen.
Wenn Pescadilla de calada nicht erhältlich ist, eignet sich ein ganzer, ähnlich großer milder Weißfisch. Die Technik bleibt gleich, der Geschmack wird weniger typisch für Rocha.
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