Räucherholz
Eisenrindenholz, auch Ironbark genannt, liefert eine kräftige Rauchnote. Lebensmittelechtes Apfelholz ist eine mildere und fruchtigere Alternative.
Low & Slow im Smoker
Würzige Lammschulter mit Kreuzkümmel, Paprika, Knoblauch und Chili, die im Smoker langsam gegart, gewickelt und anschließend in saftige Fasern gezupft wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pulled Lamb Shoulder ist eine moderne, in Australien veröffentlichte BBQ-Variante für Lammschulter aus dem Smoker. Das Fleisch verbringt zunächst mehrere Stunden im sauberen Holzrauch, wird danach im Smoker gewickelt und bis zur zupfbaren Textur weitergegart. Die Bezeichnung beschreibt die Zubereitung und beansprucht kein einziges historisches Original.
Außen rauchig, würzig und leicht süßlich, innen weich und faserig. Die Lammschulter bleibt saftig, duftet nach Holzrauch und Rosmarin und erhält durch Essig und Fleischsäfte einen ausgewogenen, herzhaften Abschluss.
Schritt für Schritt
Die Lammschulter mit Küchenpapier trocken tupfen. Lose Haut und sehr dicke Fettstellen mit dem Messer entfernen, eine etwa 5–8 mm dicke Fettauflage jedoch stehen lassen. Knoblauchgranulat, Oregano, Kreuzkümmel, Paprikapulver, braunen Zucker, Pfeffer, Meersalz und Chiliflocken in einer Schüssel gründlich mischen. Die Schulter rundum mit dem Rub einreiben und 30 Minuten ruhen lassen.
Einen Offset- oder Water-Smoker für indirekte Hitze vorbereiten. Die Holzkohlebriketts auf einer Seite anordnen, die Wasserschale einsetzen und mit 1,5 l Wasser füllen. Den Garraum auf 120 °C stabilisieren; während des Garens sind 110–130 °C ein passender Bereich. Zwei Stücke Räucherholz direkt zu Beginn auf die Glut legen. Die übrigen zwei Stücke nur nachlegen, wenn der Rauch während der ersten drei Stunden deutlich nachlässt. Ziel ist dünner, sauberer Rauch statt einer ununterbrochenen Rauchzugabe.
Die Lammschulter mit der Fettseite nach oben in den indirekten Bereich legen. Ein Thermometer in die dickste Stelle stecken, ohne den Knochen zu berühren. Apfelessig und Wasser mischen. Die Schulter drei Stunden im Smoker garen und dabei nach jeweils einer Stunde mit etwa 100 ml der Mischung besprühen. In dieser Phase bildet sich die Bark, also die trockene, würzige Außenkruste.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche entwickelt eine trockene, würzige Bark.
Nach drei Stunden die Lammschulter vom Rost nehmen und doppelt in hitzefeste Folie wickeln. Butter und Rosmarinzweige mit in die Folie geben, die Folie dicht verschließen und das Paket zurück in den Smoker legen. Die Garraumtemperatur weiter zwischen 120 und 130 °C halten. Die Wickelphase findet vollständig im Smoker statt; jetzt kein weiteres Räucherholz mehr zufügen.
Die Lammschulter weitere etwa sieben bis acht Stunden garen. Während einer möglichen Plateauphase kann die Kerntemperatur längere Zeit nur langsam steigen. Ab einer Kerntemperatur von etwa 95 °C vorsichtig mit einem Einstichthermometer oder einer dünnen Sonde prüfen. Fertig ist das Fleisch, wenn die Sonde ohne harten Widerstand hineingleitet und sich der Knochen leicht lösen lässt. Die Kerntemperatur ist eine Orientierung; Zartheit und Gefühl entscheiden über das Ende der Garung.
Daran erkennst du es: Die Sonde gleitet ohne harten Widerstand hinein und der Knochen lässt sich leicht lösen.
Das Folienpaket aus dem Smoker nehmen und ungeöffnet 45–60 Minuten ruhen lassen. Danach die Folie vorsichtig öffnen und die aufgefangenen Fleischsäfte sichern. Rosmarinzweige entfernen, den Knochen herausziehen und das Fleisch mit zwei Gabeln oder behandschuhten Händen in dicke Fasern zupfen. Die Fleischsäfte nach und nach unterheben, bis das Pulled Lamb saftig, aber nicht flüssig ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich in dicke Fasern zupfen und der Knochen ist leicht lösbar.
Wichtig: Das heiße Folienpaket vorsichtig öffnen, da heißer Dampf und Fleischsaft austreten können.
Das Pulled Lamb warm servieren und mit den aufgefangenen Fleischsäften beträufeln.
Gut zu wissen
Eisenrindenholz, auch Ironbark genannt, liefert eine kräftige Rauchnote. Lebensmittelechtes Apfelholz ist eine mildere und fruchtigere Alternative.
Apfelessig und Wasser werden gemeinsam zum wiederholten Besprühen während der ersten drei Stunden verwendet.
Butter und Rosmarinzweige kommen erst in der Wickelphase mit in die Folie und aromatisieren die aufgefangenen Fleischsäfte.
Die Rauchnote wird milder und fruchtiger als mit Eisenrindenholz.
Die vier Räucherholzstücke durch gleich viele Stücke lebensmittelechtes Apfelholz ersetzen. Nur in der ersten Rauchphase verwenden; nach dem Wickeln kein weiteres Holz zufügen.
Nur zwei Holzstücke zu Beginn verwenden und die übrigen beiden nur bei deutlich nachlassendem Rauch nachlegen.
Die fertige Lammschulter mit den aufgefangenen Fleischsäften vermengen und beim Servieren zurückhaltend mit zusätzlichem Rauchgeschmack kombinieren.
Eine etwa 5–8 mm dicke Fettauflage auf der Lammschulter stehen lassen.
Ab etwa 95 °C vorsichtig prüfen und erst weiterarbeiten, wenn die Sonde ohne harten Widerstand hineingleitet und sich der Knochen leicht lösen lässt.
Das Fleisch zurück in den dicht verschlossenen Folienwickel legen und im Smoker weitergaren, bis die Zartheitsprobe erfüllt ist.
Häufig gefragt
Eisenrindenholz, auch Ironbark genannt, ergibt eine kräftige Rauchnote. Lebensmittelechtes Apfelholz ist eine mildere und fruchtigere Alternative.
Nein. Nach dem Wickeln wird kein weiteres Räucherholz zugefügt. Die Rauchphase findet in den ersten drei Stunden statt.
Ab etwa 95 °C kann vorsichtig geprüft werden. Fertig ist das Fleisch, wenn die Sonde ohne harten Widerstand hineingleitet und sich der Knochen leicht lösen lässt.
Apfelessig und Wasser werden während der ersten Rauchphase wiederholt aufgesprüht, während sich die trockene, würzige Bark bildet.
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