Haut und Knochen
Haut und Knochen tragen zur kräftigen Bräunung und zum saftigen Ergebnis bei. Lose Haut- oder Fettstücke werden entfernt, die zusammenhängende Haut bleibt erhalten.
Deutschland · direkte und indirekte Hitze
Kräftig gewürzte Putenunterkeulen mit Haut und Knochen, die zuerst direkt gebräunt und anschließend bei indirekter Hitze auf dem geschlossenen Grill fertig gegart werden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese moderne deutsche Grillvariante verbindet saftige Putenunterkeulen mit einer herzhaften Mischung aus Majoran, Kümmel, Paprika, Pfeffer und Knoblauch. Durch das direkte Anrösten bekommt die Haut Farbe, während das anschließende indirekte Grillen das Fleisch gleichmäßig durchzieht.
Außen zeigen die Unterkeulen eine kräftig gebräunte Haut. Das Fleisch ist herzhaft, würzig und aromatisch, mit deutlich wahrnehmbarem Majoran und Kümmel sowie einer milden Paprikanote.
Schritt für Schritt
Bereite den Grill für zwei Zonen vor. Er soll zunächst eine direkte Hitze von etwa 200 bis 220 °C und anschließend eine indirekte Zone mit geschlossenem Deckel bei etwa 180 °C bieten.
Wichtig: Beim Arbeiten am heißen Grill hitzefeste Grillhandschuhe verwenden.
Tupfe die Putenunterkeulen mit Küchenpapier trocken. Entferne nur lose Haut- oder Fettstücke. Vermische Salz, Paprikapulver, Majoran, Kümmel, Pfeffer und Knoblauchpulver in einer kleinen Schale.
Bestreiche die Keulen rundherum dünn mit dem Sonnenblumenöl und reibe sie anschließend gleichmäßig mit der Gewürzmischung ein. Lass sie während des Aufheizens des Grills etwa 15 Minuten stehen, aber nicht länger ungekühlt.
Wichtig: Die gewürzten rohen Keulen nicht länger als angegeben ungekühlt stehen lassen.
Lege die Putenunterkeulen über die direkte Hitze und grille sie bei geschlossenem Deckel insgesamt etwa 12 bis 15 Minuten. Wende sie mehrmals, damit Haut und Fleisch rundum kräftig bräunen. Bei aufflammendem Fett die Keulen sofort in die indirekte Zone ziehen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist rundum kräftig gebräunt, ohne zu verbrennen.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Keulen sofort aus der direkten Zone nehmen.
Stelle eine hitzefeste Tropfschale unter die indirekte Zone und gieße das Wasser hinein. Lege die angegrillten Putenunterkeulen mit der Hautseite nach oben darüber. Schließe den Deckel und grille sie bei etwa 180 °C indirekt weitere 55 bis 70 Minuten. Drehe die Keulen nach ungefähr 30 Minuten einmal vorsichtig.
Daran erkennst du es: Die Keulen garen gleichmäßig weiter und die Haut bleibt gebräunt.
Wichtig: Die Tropfschale vorsichtig einsetzen, da Grill und Schale sehr heiß sind.
Prüfe die dickste Stelle der Keulen mit einem Grillthermometer, ohne den Knochen zu berühren. Sind mindestens 75 °C erreicht, nimm die Putenunterkeulen vom Grill. Falls die Temperatur noch nicht erreicht ist, grille sie in Schritten von 10 Minuten weiter und kontrolliere erneut.
Daran erkennst du es: An der dicksten Stelle sind mindestens 75 °C erreicht.
Wichtig: Die Kerntemperatur an mehreren Keulen prüfen, wenn ihre Größe deutlich variiert.
Lass die Keulen 10 Minuten locker abgedeckt ruhen. Serviere sie anschließend im Ganzen oder löse das Fleisch am Knochen entlang in groben Stücken aus.
Daran erkennst du es: Die Keulen sind kurz geruht und lassen sich am Knochen entlang lösen.
Gut zu wissen
Haut und Knochen tragen zur kräftigen Bräunung und zum saftigen Ergebnis bei. Lose Haut- oder Fettstücke werden entfernt, die zusammenhängende Haut bleibt erhalten.
Majoran bringt eine kräuterige Note, während Kümmel den Rub kräftig und markant aromatisiert.
Das Wasser wird ausschließlich in die Tropfschale gegeben und nicht über die Keulen gegossen.
Der Geschmack bleibt mild; die Zubereitung funktioniert auf dem Grill ebenso.
Sonnenblumenöl in gleicher Menge durch hitzestabiles Rapsöl ersetzen.
Die Würzung wird etwas kräftiger und mediterraner als mit Majoran.
Getrockneten Majoran in gleicher Menge durch getrockneten Oregano ersetzen.
Frischer Knoblauch bringt eine deutlich unmittelbarere, leicht schärfere Knoblauchnote und haftet etwas ungleichmäßiger am Fleisch.
Knoblauchpulver durch fein geriebenen Knoblauch ersetzen und diesen sorgfältig mit dem Rub vermischen.
Bei aufflammendem Fett sofort in die indirekte Zone wechseln und die direkte Phase auf etwa 12 bis 15 Minuten begrenzen.
Verbrannte Haut vorsichtig entfernen und die Keulen in der indirekten Zone fertig garen.
Die Temperatur an der dicksten Stelle prüfen und die Keulen nach dem Grillen 10 Minuten ruhen lassen.
Das Fleisch vom Knochen lösen und mit austretendem Bratensaft servieren.
Die Keulen mehrmals wenden und mit Abstand auf dem Grill verteilen.
Die blassen Stellen kurz über die direkte Zone legen und anschließend in der indirekten Zone weitergaren.
Seitlich in die dickste Stelle stechen und den Knochen vermeiden.
An einer zweiten Stelle erneut messen und in 10-Minuten-Schritten weitergaren, falls nötig.
Ein Teil des edelsüßen Paprikapulvers wird durch geräuchertes Paprikapulver ersetzt.
Der Majoran steht stärker im Vordergrund, während der Kümmel zurückhaltender eingesetzt wird.
Die Kümmelnote wird reduziert, damit Paprika und Majoran stärker hervortreten.
Häufig gefragt
Die direkte Phase sorgt für Bräunung auf der Haut. In der indirekten Zone können die Keulen anschließend bei geschlossenem Deckel gleichmäßig durchgaren, ohne dass die Oberfläche zu schnell verbrennt.
Für die indirekte Phase sind etwa 180 °C bei geschlossenem Deckel vorgesehen.
Die dickste Stelle mit einem Grillthermometer prüfen, ohne den Knochen zu berühren. Sobald mindestens 75 °C erreicht sind, können die Keulen vom Grill genommen werden.
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