Gochugaru
Gochugaru sind grob gemahlene koreanische Chiliflocken mit fruchtiger, meist moderater Schärfe. Milde Chiliflocken sind möglich, schmecken aber weniger fruchtig.
Südkorea · Pilz-Grillgericht
Koreanische Grillpilze mit Kräuterseitlingen, Shiitake und Austernpilzen, die auf der heißen Plancha kräftig angeröstet und erst zum Schluss mit einer Soja-Sesam-Glasur bestrichen werden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Beoseot-gui bringt Pilze direkt auf die koreanische Grillplatte. Kräuterseitlinge, Shiitake und Austernpilze sorgen für unterschiedliche Bissfestigkeit und kräftige Röstaromen. In dieser Grillfassung werden sie zunächst ohne Marinade angeröstet und erst zum Schluss dünn mit einer Soja-Sesam-Glasur bestrichen. So bleibt die Oberfläche schön gebräunt, während die Pilze saftig bleiben.
Außen zeigen die Pilze deutliche braune Grillspuren und eine dünne, glänzende Glasurschicht. Innen bleiben sie saftig und je nach Sorte bissfest bis zart. Sojasauce, geröstetes Sesamöl, Ingwer und Knoblauch geben eine würzige, aromatische Tiefe; Gochugaru ergänzt fruchtige, moderate Schärfe.
Schritt für Schritt
Die Pilze mit einem Pinsel oder einem leicht feuchten Tuch säubern. Kräuterseitlinge längs in etwa 8 mm dicke Scheiben schneiden. Shiitake putzen und die Hüte je nach Größe halbieren oder ganz lassen. Austernpilze in große, grillgerechte Stücke zupfen.
Sojasauce, geröstetes Sesamöl, Reisessig, ReissirupSüße, dickflüssige Zutat, die aus Reis beziehungsweise Reismehl hergestellt wird., Knoblauch, Ingwer und GochugaruGochugaru ist ein koreanisches Gewürz aus getrockneten roten Chilischoten, meist als grobe Flocken oder feines Pulver. glatt verrühren. Die Frühlingszwiebeln und den Sesam noch nicht einrühren; sie kommen erst nach dem Grillen dazu.
Den Grill für direkte Hitze vorbereiten und die Grillplancha auf etwa 220–240 °C vorheizen. Die heiße Platte dünn mit dem Pflanzenöl einreiben. Die Pilze portionsweise auflegen, damit sie nicht übereinanderliegen.
Wichtig: Beim Einreiben und Auflegen wegen der sehr heißen Plancha vorsichtig arbeiten.
Kräuterseitlinge etwa 3 Minuten pro Seite grillen. Shiitake und Austernpilze je nach Größe 2–3 Minuten pro Seite garen. Die Pilze einmal wenden und grillen, bis sie weich sind und deutliche braune Röststellen tragen. Während dieser Phase noch nicht glasieren.
Daran erkennst du es: Die Pilze sind weich und tragen deutliche braune Röststellen.
Wichtig: Die Pilze nur mit hitzebeständigem Grillbesteck wenden.
Die Plancha auf etwa 200 °C herunterregeln. Die Pilze mit einem Pinsel dünn mit der Glasur bestreichen, wenden und auch die zweite Seite bestreichen. Jede Seite noch 30–45 Sekunden grillen. Wegen des Reissirups aufmerksam arbeiten, damit die Glasur nicht verbrennt. Die Glasur wird während des Garens aufgetragen und nicht als Tischsauce serviert.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet dünn an den Pilzen und ist glänzend, aber nicht verbrannt.
Wichtig: Beim Bestreichen Abstand zur heißen Platte halten und den Pinsel nicht unbeaufsichtigt auf der Plancha liegen lassen.
Die fertigen Pilze von der Plancha nehmen, mit Frühlingszwiebeln und geröstetem Sesam bestreuen und sofort heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Pilze sind heiß und direkt servierbereit.
Gut zu wissen
Gochugaru sind grob gemahlene koreanische Chiliflocken mit fruchtiger, meist moderater Schärfe. Milde Chiliflocken sind möglich, schmecken aber weniger fruchtig.
Reissirup wird auf koreanischen Produkten oft als Ssalyeot bezeichnet. Er gibt der Glasur eine milde Süße und guten Halt auf den Pilzen. Heller Ahornsirup ist eine mögliche Alternative mit etwas deutlicherer eigener Note.
Die drei Pilzsorten bringen unterschiedliche Texturen: Kräuterseitlinge bleiben vergleichsweise fest, Shiitake werden fleischig und Austernpilze garen schnell und zart.
Die Glasur bleibt scharf-würzig, verliert aber einen Teil der fruchtigen Gochugaru-Note.
Gochugaru durch milde Chiliflocken ersetzen und zunächst vorsichtig dosieren, da Schärfe und Flockengröße variieren können.
Die Glasur wird etwas aromatischer und erhält eine deutlichere Ahornnote.
Hellen Ahornsirup anstelle des Reissirups verwenden und die Glasur wegen der enthaltenen Süße weiterhin nur kurz auf der heruntergeregelten Plancha fertiggrillen.
Die Pilze portionsweise und mit Abstand grillen.
Die nächste Charge erst auflegen, wenn die Plancha wieder deutlich heiß ist; bereits gegarte Pilze kurz auf der heißen Fläche nachrösten.
Die Pilze zunächst vollständig ohne Glasur anrösten und erst in der letzten kurzen Garphase bestreichen.
Verbrannte Glasur nicht weiterverwenden; bei Bedarf eine kleine frische Menge anrühren und die Pilze nur sehr dünn nachglasieren.
Die Plancha auf 220–240 °C vorheizen und die Pilze zunächst ungestört anrösten lassen.
Die Pilze portionsweise auf der wieder aufgeheizten Plancha kurz nachrösten, bevor die Glasur aufgetragen wird.
Eine weniger scharfe Fassung mit milden Chiliflocken anstelle von Gochugaru.
Eine leicht aromatischere Glasur mit hellem Ahornsirup statt Reissirup.
Die Textur gegrillter Pilze und die Glasurqualität können durch Einfrieren leiden.
Häufig gefragt
Beoseot-gui ist eine koreanische Pilz-Grillzubereitung. In dieser Fassung werden verschiedene Pilze direkt auf einer heißen Plancha gegrillt und zum Schluss mit einer Soja-Sesam-Glasur bestrichen.
Die Pilze werden zunächst vollständig ohne Glasur angeröstet. Erst in der letzten kurzen Garphase wird die Plancha auf etwa 200 °C heruntergeregelt und die Glasur dünn auf beide Seiten aufgetragen.
Milde Chiliflocken sind eine mögliche Alternative. Sie bringen Schärfe, schmecken aber meist weniger fruchtig als Gochugaru.
Heller Ahornsirup ist eine mögliche Alternative. Er gibt der Glasur eine etwas deutlichere eigene Note und sollte wie Reissirup nur kurz auf der heruntergeregelten Plancha erhitzt werden.
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