Sate Maranggi mit Rindfleisch

Indonesische Rindfleischspieße

Marinierte Rindfleischspieße mit Tamarinde, Palmzucker, Kecap manis und frischem Sambal kecap vom Holzkohlegrill.

Zum Rezept
Würzig-süß vom Rost
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 2 Std. 45 Min.
Menge etwa 20 Spieße
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Ziehenlassen und Aufgießen
Würzanwendung Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Marinade verbindet fruchtige Tamarindensäure mit Palmzucker und Kecap manis zu einer würzig-süßen Kruste.
  • Koriandersamen, Schalotten und Knoblauch geben dem Rindfleisch eine intensive, aromatische Tiefe.
  • Das direkte Grillen über heißer Holzkohle sorgt für Röstaromen, während das frische Sambal kecap einen säuerlich-scharfen Kontrast setzt.

Sate Maranggi ist ein indonesischer Fleischspieß, der besonders mit Purwakarta in Westjava verbunden wird. Für diese Rindfleischvariante zieht eine aromatische Paste aus Schalotten, Knoblauch, Koriander, Tamarinde, Palmzucker und Kecap manis tief in die Würfel ein. Anschließend werden sie portionsweise aufgespießt und direkt über heißer Holzkohle gegrillt. Dazu passt ein frisches, scharf-süßes Sambal kecap aus Tomate, Chili, Schalotten und süßer Sojasauce.

Außen karamellisiert und rauchig geröstet, innen saftig und kräftig würzig. Das Sambal kecap bringt frische Tomatennoten, süße Sojasauce, Säure und eine je nach Chilimenge deutliche Schärfe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Spieße einweichen und Tamarinde lösen

    Die Bambusspieße 20 bis 30 Minuten vollständig mit Wasser bedecken. Die Tamarindenpaste mit dem heißen Wasser verrühren, 5 Minuten stehen lassen und anschließend durch ein feines Sieb drücken.

    25 Minuten
    • Die Spieße müssen vollständig unter Wasser liegen, damit sie auf dem Grill nicht schnell verkohlen.
  2. Marinade mixen

    Die Koriandersamen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 1 bis 2 Minuten rösten, bis sie duften. Mit Schalotten, Knoblauch, Palmzucker, Tamarindenwasser, Kecap manis, Salz, Pfeffer und Öl zu einer groben, möglichst gleichmäßigen Paste mixen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Koriandersamen duften deutlich, ohne dunkel zu werden.

    • Die Samen nur rösten, bis sie aromatisch duften; zu dunkle Samen können bitter schmecken.
  3. Rindfleisch marinieren

    3 EL der fertigen Marinade in einer sauberen Schale zum späteren Bestreichen beiseitestellen. Die Rindfleischwürfel mit der übrigen Marinade gründlich vermengen, abdecken und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen.

    2 Stunden
    • Die beiseitegestellte Marinade darf nicht mit dem rohen Fleisch in Berührung kommen.

    Wichtig: Das Fleisch während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Aufspießen und grillen

  1. Grill vorbereiten

    Einen Holzkohlegrill für direkte mittlere bis hohe Hitze vorbereiten und auf etwa 220 bis 240 °C am Rost bringen. Halte neben der direkten Zone eine etwas kühlere Stelle frei, falls Fett oder Marinade aufflammt.

    15 Minuten 230 °C
    • Die kühlere Zone erleichtert das kontrollierte Weitergrillen bei starken Flammen.

    Wichtig: Den Grill standsicher und mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien aufstellen.

  2. Fleisch aufspießen

    Je 4 bis 5 marinierte Rindfleischwürfel auf einen abgetropften Spieß stecken. Zwischen den Würfeln kleine Abstände lassen, damit die Hitze rundherum an das Fleisch kommt.

    5 Minuten
    • Die Würfel möglichst gleich groß schneiden, damit sie annähernd gleichzeitig gar werden.
  3. Spieße grillen

    Die Spieße direkt über der Glut 2 bis 3 Minuten pro Seite grillen. Häufig wenden und in der ersten Hälfte einmal mit der beiseitegestellten, nicht mit rohem Fleisch in Berührung gekommenen Marinade bestreichen. Insgesamt brauchen die Spieße je nach Würfelgröße etwa 8 bis 10 Minuten.

    10 Minuten 230 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt und leicht karamellisiert; die dicksten Würfel werden anschließend mit dem Thermometer geprüft.

    • Häufiges Wenden verhindert, dass die süße Marinade zu dunkel wird.
    • Während die Spieße grillen, kann das Sambal kecap zubereitet werden.

    Wichtig: Nur die saubere, zurückgestellte Marinade zum Bestreichen verwenden.

  4. Kerntemperatur prüfen und ruhen lassen

    Die dicksten Würfel mit einem Thermometer prüfen. Für vollständig durchgegarte Spieße bis 70 °C Kerntemperatur grillen und anschließend 3 Minuten ruhen lassen. Bei starken Flammen die Spieße kurz in die kühlere Grillzone ziehen und danach über der direkten Hitze fertig rösten.

    3 Minuten 70 °C

    Daran erkennst du es: Die dicksten Würfel erreichen 70 °C Kerntemperatur.

    • Die Ruhezeit hilft, die Hitze im Fleisch zu verteilen.

    Wichtig: Die Temperatur immer im dicksten Würfel messen, ohne dabei nur die Oberfläche oder den Spieß zu berühren.

Sambal zubereiten und servieren

  1. Sambal kecap ansetzen

    Für das Sambal kecap die Tomate, Chilischoten und Schalotten fein schneiden. Mit Essig und Kecap manis vermengen und bis zum Servieren 10 Minuten ziehen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig mit Kecap manis und Essig überzogen.

    • Für weniger Schärfe die Menge der Chilischoten reduzieren.
  2. Servieren

    Die heißen Sate Maranggi mit dem Sambal kecap servieren.

    1 Minute

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Über-Nacht-Marinade: Die Mindestmarinierzeit beträgt 2 Stunden. Über Nacht zieht die Paste besser in die Rindfleischwürfel ein; dadurch verlängert sich die Gesamtzeit entsprechend.
  • Zeit sparen: Das Sambal kecap kann während des Grillens zubereitet werden, weil es vor dem Servieren nur 10 Minuten ziehen muss.
  • Kühlere Grillzone: Eine etwas kühlere Stelle neben der direkten Glutzone hilft, aufflammende Spieße kurz aus der starken Hitze zu nehmen und anschließend fertig zu grillen.

Zutatenwissen

Kecap manis

Die dicke, süße indonesische Sojasauce gibt der Marinade Glanz und karamellige Würze. Du findest sie in asiatischen Lebensmittelgeschäften oder gut sortierten Supermärkten.

Tamarindenpaste

Tamarindenpaste sorgt für die typische fruchtige Säure. Sie ist in asiatischen Märkten und teilweise in der internationalen Abteilung größerer Supermärkte erhältlich.

Palmzucker

Palmzucker bringt eine runde, karamellige Süße in die Gewürzpaste. Er ist meist als Block oder Granulat im Asialaden erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

Normale Sojasauce mit etwas braunem Zucker

Die Sauce wird dünner und schmeckt weniger malzig.

Normale Sojasauce mit etwas braunem Zucker einkochen und anschließend wie Kecap manis verwenden.

Zitronensaft

Die Säure wird einfacher und weniger tief fruchtig.

Zitronensaft anstelle der Tamarindenpaste verwenden und mit dem heißen Wasser verrühren.

Brauner Zucker

Die Süße schmeckt etwas geradliniger und weniger karamellig.

Braunen Zucker fein abwiegen und wie den geriebenen Palmzucker in die Marinade geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Marinade wird außen zu dunkel oder verbrennt.

Die Spieße häufig wenden und bei starken Flammen vorübergehend in die kühlere Grillzone ziehen.

Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die Spieße in der kühleren Zone fertig garen.

Das Rindfleisch wird trocken.

Die Würfel gleichmäßig schneiden, häufig wenden und die dicksten Stücke mit dem Thermometer prüfen.

Die Spieße kurz ruhen lassen und mit dem Sambal kecap servieren, das zusätzliche Feuchtigkeit und Säure bringt.

Rohe Marinade wird nach dem Kontakt mit dem Fleisch zum Bestreichen verwendet.

Vor dem Vermengen 3 EL Marinade in einer sauberen Schale beiseitestellen.

Einige Fleischwürfel sind gar, andere noch deutlich weniger weit gegart.

Etwa 2,5 cm große Würfel schneiden und kleine Abstände zwischen den Stücken lassen.

Die dickeren oder weniger gegarten Würfel getrennt weitergrillen.

Servieren und kombinieren

  • Mit Sambal kecap servieren: Die heißen Sate-Maranggi-Spieße direkt mit dem frischen Sambal kecap reichen. So treffen karamellisierte Röstaromen auf Tomate, Essig, süße Sojasauce und Chili.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Rindfleisch kann bis zu 12 Stunden im Voraus mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Bambusspieße erst kurz vor dem Grillen einweichen und das Sambal kecap frisch zubereiten.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Kecap manis wird im Rezept als süße indonesische Sojasauce beschrieben.

Lebensmittelsicherheit

  • Rohe Marinade getrennt halten: Zum Bestreichen während des Grillens ausschließlich die vor dem Kontakt mit dem rohen Fleisch zurückgestellte Marinade verwenden.
  • Mariniertes Fleisch kühlen: Das marinierte Rindfleisch abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen und nicht ungekühlt stehen lassen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange sollte das Rindfleisch marinieren?

Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht. Für die Über-Nacht-Variante das Fleisch abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Bei welcher Grilltemperatur werden die Spieße gegart?

Der Rost sollte etwa 220 bis 240 °C erreichen. Die Spieße werden direkt über der heißen Holzkohle gegrillt.

Wie lässt sich die Schärfe des Sambal kecap anpassen?

Die Schärfe hängt vor allem von Sorte und Menge der roten Chilischoten ab. Für ein milderes Sambal weniger Chilischoten verwenden.

Warum müssen Bambusspieße eingeweicht werden?

Die Bambusspieße werden 20 bis 30 Minuten vollständig mit Wasser bedeckt, bevor das Fleisch aufgesteckt und gegrillt wird.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar