Jerk-Ribeye vom Grill

Jamaikanische Jerk-Küche

Zwei dicke Ribeye-Steaks werden mit einer fruchtig-scharfen Wet-Jerk-Marinade aus Scotch Bonnet, Piment, Limette, Thymian und Ingwer mariniert, zuerst direkt und anschließend indirekt gegrillt.

Zum Rezept
Jerk-Ribeye vom Grill
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 12 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Std. 38 Min.
Gesamtzeit ca. 11 Std. 15 Min.
Menge 2 Ribeye-Steaks
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Wet-Jerk-Marinade verbindet Scotch Bonnet, Piment, Thymian, Limette und Ingwer zu einer würzigen, fruchtig-scharfen Aromabasis.
  • Das direkte Grillen sorgt für kräftige Röstaromen, während das indirekte Nachziehen eine kontrollierte Garung ermöglicht.
  • Das anschließende Ruhen hält die Fleischsäfte im Steak und erleichtert das saubere Aufschneiden quer zur Faser.

Jerk-Ribeye-Steak Jerk ist eine aus Jamaika stammende Zubereitungsweise mit aromatischem Piment, Thymian, Frühlingszwiebeln und Scotch Bonnet. Dieses Rezept überträgt die charakteristische Würzung auf zwei dicke Ribeye-Steaks. Sie werden zunächst direkt gegrillt und garen anschließend in der indirekten Zone bis zur gewünschten Kerntemperatur nach. Das Ribeye ist dabei eine moderne Steakvariante und keine Behauptung einer einzigen traditionellen jamaikanischen Originalform.

Außen kräftig geröstet und würzig, innen saftig mit einer je nach Zieltemperatur zart rosa bis rosa-rosa Mitte. Scotch Bonnet und Limette bringen fruchtige Schärfe und Säure, Piment, Thymian, Ingwer und Knoblauch sorgen für warme, aromatische Tiefe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Steaks vorbereiten

    Die Ribeye-Steaks mit Küchenpapier trocken tupfen. Falls nötig, lose Sehnenreste entfernen, das Fett am Rand aber weitgehend belassen.

    3 Minuten
    • Eine möglichst trockene Oberfläche unterstützt die spätere Krustenbildung auf dem Grill.
  2. Wet-Jerk-Marinade mixen

    Frühlingszwiebeln, rote Zwiebel, Knoblauch, Scotch Bonnet, Ingwer, Thymian, Piment, schwarzen Pfeffer, Limettensaft, Apfelessig, Öl, Zucker und Salz in einen Mixer geben. Zu einer groben, dickflüssigen Marinade zerkleinern.

    10 Minuten
    • Die Marinade soll dickflüssig und grob zerkleinert sein, nicht vollständig glatt.

    Wichtig: Bei der Verarbeitung der Scotch Bonnet Haut- und Augenkontakt vermeiden.

  3. Steaks marinieren

    Die Steaks in einen verschließbaren Beutel oder eine flache Schale legen und rundum mit der Marinade bedecken. Abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.

    • Die Steaks vollständig mit der Marinade bedecken und während der gesamten Marinierzeit kühl halten.
  4. Grill vorbereiten

    Einen Grill mit Deckel für zwei Temperaturzonen vorbereiten. Die direkte Zone auf etwa 230–250 °C bringen und die indirekte Zone auf etwa 160–180 °C einregeln.

    15 Minuten 240 °C
    • Die beiden Zonen vor dem Auflegen der Steaks stabil einregeln.
  5. Steaks temperieren

    Die Steaks 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Überschüssige Marinade abstreifen und die Steaks trocken tupfen. Die übrige Marinade entsorgen. Den sauberen Grillrost leicht ölen.

    30 Minuten
    • Überschüssige Marinade sollte vor dem Grillen abgestreift werden, damit die Oberfläche besser röstet.

    Wichtig: Die rohe, vom Fleisch entfernte Marinade entsorgen und nicht als Sauce verwenden.

  6. Steaks direkt und indirekt grillen

    Die Steaks über direkter Hitze etwa 3 Minuten grillen, wenden und weitere 3 Minuten grillen. Anschließend in die indirekte Zone legen, den Deckel schließen und 4–8 Minuten weitergaren. Für medium-rare bei 52–54 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen, für medium bei 58–60 °C.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Medium-rare: bei 52–54 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen; medium: bei 58–60 °C.

    • Die Grilldauer hängt von Steakdicke, Ausgangstemperatur und tatsächlicher Grillhitze ab; die Kerntemperatur ist das maßgebliche Garzeichen.
  7. Ruhen lassen und servieren

    Die Steaks 8 Minuten unbedeckt ruhen lassen. Anschließend quer zur Faser aufschneiden oder im Ganzen servieren.

    8 Minuten
    • Quer zur Faser geschnittene Scheiben wirken besonders zart.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit einhalten: Die Wet-Jerk-Marinade braucht 8–12 Stunden im Kühlschrank, damit die Aromen in die Oberfläche der Steaks einziehen können.
  • Zwei Grillzonen nutzen: Das direkte Grillen liefert die Röstaromen; das anschließende indirekte Nachziehen bringt die Steaks kontrolliert auf die gewünschte Kerntemperatur.
  • Übrige Marinade entsorgen: Marinade, die mit den rohen Steaks in Kontakt war, nicht weiterverwenden und nach dem Abstreifen entsorgen.

Zutatenwissen

Scotch Bonnet finden und verarbeiten

Frische Scotch-Bonnet-Schoten findest du meist in gut sortierten Supermärkten sowie in afrikanischen oder karibischen Lebensmittelgeschäften. Beim Entkernen und Schneiden Haut- und Augenkontakt vermeiden.

Piment verwenden

Gemahlener Piment steht häufig im Gewürzregal. Ganze Pimentkörner gibt es außerdem in karibischen Lebensmittelgeschäften; für dieses Rezept werden sie vor der Verwendung gemahlen.

Sinnvolle Alternativen

Habanero oder rote Chili

Habanero bringt eine ähnlich fruchtige Schärfe. Rote Chili ist milder und weniger aromatisch.

Scotch Bonnet durch Habanero in gleicher Stückmenge ersetzen. Für eine mildere Variante rote Chili verwenden und die Schote ebenfalls entkernen.

Mischung aus Zimt, Nelke und schwarzem Pfeffer

Die Mischung bringt eine ähnliche Würzwärme, schmeckt aber weniger typisch nach Piment.

Für 2 TL Pimentersatz gleiche Teile Zimt, Nelke und schwarzen Pfeffer mischen und anstelle des gemahlenen Piments verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Steaks bräunen kaum und wirken eher gedämpft.

Überschüssige Marinade gründlich abstreifen und die Steaks trocken tupfen.

Die Steaks in der indirekten Zone fertig garen und beim nächsten Durchgang die Oberfläche vor dem Grillen trockener halten.

Die Außenseite wird dunkel, während das Innere noch nicht die gewünschte Garstufe erreicht hat.

Nach jeweils etwa 3 Minuten pro Seite in die indirekte Zone wechseln und mit dem Thermometer prüfen.

Die Steaks in der indirekten Zone bei geschlossenem Deckel langsam bis zur gewünschten Kerntemperatur weitergaren.

Beim Aufschneiden tritt viel Fleischsaft aus.

Die Steaks 8 Minuten unbedeckt ruhen lassen.

Die übrige Marinade wird als Sauce weiterverwendet.

Die restliche Marinade nach dem Abstreifen entsorgen.

Servieren und kombinieren

  • Quer zur Faser aufschneiden: Die ruhenden Steaks quer zur Faser in Scheiben schneiden. So kommt die Jerk-Kruste auf jeder Scheibe zur Geltung und das Fleisch wirkt besonders zart.
  • Im Ganzen servieren: Die Steaks nach der Ruhezeit im Ganzen auf einer Platte servieren und erst am Tisch aufschneiden.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Marinade bis zu 12 Stunden vor dem Grillen herstellen, die Steaks damit bedecken und abgedeckt im Kühlschrank marinieren.

Lebensmittelsicherheit

  • Kontakt mit rohem Fleisch: Die übrige Marinade nach dem Kontakt mit den rohen Steaks entsorgen und nicht als Sauce verwenden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie scharf wird das Jerk-Ribeye?

Die halbe Scotch-Bonnet-Schote bringt deutliche, fruchtige Schärfe. Habanero ist ähnlich fruchtig und scharf, rote Chili fällt milder und weniger aromatisch aus.

Welche Kerntemperatur passt zu welcher Garstufe?

Für medium-rare die Steaks bei 52–54 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen, für medium bei 58–60 °C.

Kann die übrige Marinade als Sauce verwendet werden?

Nein. Marinade, die mit den rohen Steaks in Kontakt war, wird nach dem Abstreifen entsorgt.

Womit lässt sich Piment ersetzen?

Eine Mischung aus gleichen Teilen Zimt, Nelke und schwarzem Pfeffer bringt eine ähnliche Würzwärme, schmeckt aber weniger typisch nach Piment.

Warum wird das Steak zuerst direkt und danach indirekt gegrillt?

Die direkte Zone sorgt für kräftige Röstaromen. In der indirekten Zone kann das Steak anschließend kontrolliert bis zur gewünschten Kerntemperatur nachgaren.

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