Soegogi-gui mit Rinder-Ribeye-Steaks

Koreanisches Rindfleisch vom Grill

Südkoreanisches Soegogi-gui mit dicken, ungeformten Rinder-Ribeye-Steaks vom Grill, frischer Pajeori, Ssamjang und Gireumjang.

Zum Rezept
Soegogi-gui mit Rinder-Ribeye-Steaks
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 60 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die dicken Ribeye-Steaks entwickeln über direkter starker Hitze eine kräftige Bräunung, während das Innere saftig bleibt.
  • Pajeori bringt frische Schärfe und Säure als Gegengewicht zum reichhaltigen Rindfleisch.
  • Ssamjang und Gireumjang liefern würzige, fermentierte und nussige Akzente, die sich im Salatblatt gut mit dem Fleisch verbinden.

Für diese grilltaugliche Fassung kommen 3 cm dicke Ribeye-Steaks direkt auf starke Hitze. Nach einer kurzen Würzzeit und dem Grillen ruhen sie, werden quer zur Faser geschnitten und mit Salatblättern, Pajeori, Ssamjang und einem schlichten Sesamöl-Dip als Ssam serviert.

Saftiges, kräftig gegrilltes Ribeye mit röstigen Fleischaromen und nussigem Sesamöl. Die Pajeori schmeckt frisch, leicht scharf und säuerlich; Ssamjang ergänzt eine herzhafte fermentierte Würze, während Salatblätter für kühlen, knackigen Kontrast sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Steaks würzen

    Die Ribeye-Steaks trocken tupfen. Beidseitig mit Salz und Pfeffer würzen, mit 15 ml Sesamöl einreiben und 15 Minuten ruhen lassen.

    15 Minuten
    • Die Steaks vor dem Grillen möglichst gleichmäßig würzen.
  2. Pajeori zubereiten

    Die Frühlingszwiebeln längs in feine Streifen schneiden und 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Abgießen und gut abtropfen lassen. Mit Gochugaru, Sojasauce, Reisessig, Zucker, Sesamöl und Sesamsamen mischen.

    10 Minuten
    • Das Einweichen macht die Frühlingszwiebelstreifen milder und lockerer.
  3. Ssamjang verrühren

    Doenjang, Gochujang, Knoblauch, gehackte Frühlingszwiebel, Zucker, Sesamöl und Sesamsamen gründlich verrühren.

  4. Gireumjang anrühren

    Sesamöl, Salz und Pfeffer in zwei kleinen Schälchen verrühren.

    • Den Dip erst kurz vor dem Servieren noch einmal umrühren.
  5. Grill vorbereiten

    Den Grill für direkte starke Hitze auf etwa 250 bis 280 °C vorheizen. Eine Zwei-Zonen-Glut oder einen direkten und einen indirekten Bereich vorbereiten, damit die Steaks bei zu starker Bräunung ausweichen können.

    265 °C
    • Während der Grill vorheizt, können Pajeori, Ssamjang und Gireumjang fertiggestellt werden.

    Wichtig: Beim Arbeiten am heißen Grill hitzefeste Grillhandschuhe und geeignetes Grillbesteck verwenden.

  6. Steaks grillen

    Die Steaks über direkter Hitze auflegen und bei geschlossenem Deckel etwa 3 bis 4 Minuten grillen. Wenden und weitere 3 bis 4 Minuten grillen. Bei Bedarf in den indirekten Bereich legen und bis zum gewünschten Gargrad nachziehen lassen. Für medium-rare die Steaks bei etwa 52 bis 54 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen.

    8 Minuten 53 °C

    Daran erkennst du es: Für medium-rare bei etwa 52 bis 54 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen; bei anderem Gargrad entsprechend länger nachziehen lassen.

    • Die Steaks erst wenden, wenn sie sich gut vom Rost lösen.
    • Die Zwei-Zonen-Anordnung nutzen, falls die Oberfläche zu schnell bräunt.

    Wichtig: Die Kerntemperatur und der gewünschte Gargrad sind zu prüfen; bei abweichenden Sicherheitsanforderungen die Steaks vollständig durchgaren.

  7. Ruhen lassen und schneiden

    Die Steaks auf einem Brett 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend quer zur Faser in mundgerechte Stücke schneiden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch sollte beim Schneiden saftig sein und quer zur Faser in mundgerechte Stücke geteilt werden können.

    • Das Ruhen verteilt die Fleischsäfte und erleichtert sauberes Schneiden.
  8. Als Ssam servieren

    Ribeye mit Salatblättern, Pajeori, Ssamjang und Gireumjang servieren. Für einen Ssam ein Salatblatt mit etwas Pajeori und Fleisch belegen, Ssamjang darübergeben und mit dem Sesamöl-Dip genießen.

    • Salatblätter erst unmittelbar vor dem Servieren belegen, damit sie knackig bleiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zwei-Zonen-Grill: Die indirekte Zone ist eine Ausweichmöglichkeit, falls die Steaks außen zu schnell bräunen. Die direkte Zone bleibt der Hauptgarbereich.
  • Quer zur Faser schneiden: Das quer zur Faser geschnittene Ribeye lässt sich im Salatblatt leichter kauen und als Ssam aufnehmen.

Zutatenwissen

Koreanische Spezialzutaten

Gochugaru, Doenjang und Gochujang bekommst du meist in koreanischen oder gut sortierten asiatischen Lebensmittelgeschäften.

Geröstetes Sesamöl

Geröstetes Sesamöl prägt Steak, Pajeori, Ssamjang und Gireumjang mit seinem intensiven nussigen Aroma. Es sollte sparsam und gezielt eingesetzt werden.

Sinnvolle Alternativen

Milde Chiliflocken

Die Pajeori wird milder und schmeckt weniger charakteristisch koreanisch.

Gochugaru im gleichen Mengenrahmen durch milde Chiliflocken ersetzen. Je nach Schärfe der Flocken die Menge vorsichtig anpassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Ribeye wird trocken oder deutlich stärker gegart als gewünscht.

Die Steaks bei starker Hitze aufmerksam beobachten, nach 3 bis 4 Minuten wenden und bei Bedarf in die indirekte Zone verschieben.

Das Fleisch quer zur Faser sehr dünn schneiden und mit Pajeori, Ssamjang und Salatblättern servieren.

Die Pajeori wird wässrig und haftet schlecht am Salatblatt.

Die Frühlingszwiebeln nach dem Einweichen gründlich im Sieb abtropfen lassen.

Die Pajeori kurz abtropfen lassen und erst danach erneut mit den Würzzutaten vermengen.

Die Fleischstücke wirken zäh und schwer zu kauen.

Die Faserrichtung vor dem Schneiden prüfen und quer zur Faser schneiden.

Die Stücke nochmals quer zur vorhandenen Schnittfläche in kleinere Stücke teilen.

Varianten

Anderer Gargrad

Die Steaks können über die medium-rare-Zieltemperatur hinaus bis zum gewünschten Gargrad nachziehen.

Servieren und kombinieren

  • Ssam am Tisch: Salatblätter, Pajeori, Ssamjang und Gireumjang getrennt auf den Tisch stellen, damit jede Person ihr eigenes Ssam zusammenstellen kann.
  • Nach Geschmack würzen: Das Ribeye entweder pur im Salatblatt mit Gireumjang genießen oder mit Pajeori und Ssamjang zu einem kräftig gewürzten Ssam kombinieren.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Für frisch gegrilltes Ribeye, Pajeori und die Ssam-Komponenten ist keine Gefrieranleitung angegeben; die Textur von Fleisch, Salat und Frühlingszwiebeln kann sich verändern.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Sojasauce und Doenjang sind im Rezept ausdrücklich enthalten.
  • Sesam: enthält · Sesamöl und Sesamsamen sind in mehreren Rezeptbestandteilen enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum sollten die Ribeye-Steaks etwa 3 cm dick sein?

Die Dicke ermöglicht eine kräftige Bräunung über direkter Hitze, ohne dass das Innere bei aufmerksamem Grillen zu schnell austrocknet.

Kann ich Gochugaru ersetzen?

Milde Chiliflocken können Gochugaru ersetzen. Dadurch verändern sich Schärfe und Aroma der Pajeori.

Wie wird ein Ssam gegessen?

Ein Salatblatt mit etwas Pajeori und Fleisch belegen, Ssamjang darübergeben und nach Wunsch Gireumjang hinzufügen. Das Blatt anschließend zusammenfalten und direkt essen.

Aus unserer Küche

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