Teriyaki-Hähnchen vom Drehspieß

Ganzes Hähnchen, japanische Art

Ein ganzes Hähnchen wird zunächst trocken gesalzen, indirekt am Drehspieß gegart und erst in den letzten Minuten mehrfach mit einer eingekochten Tare aus Sojasauce, MirinSüße japanische Würzzutat auf Reisbasis, die Saucen, Glasuren und Marinaden abrundet., SakeJapanisches, aus Reis gebrautes alkoholisches Getränk, dessen Stärke durch Koji und Hefe vergoren wird., Zucker und Ingwer glasiert.

Zum Rezept
Knusprige Haut, glänzende Tare
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 100 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 15 Min.
Gesamtzeit ca. 14 Std. 25 Min.
Menge 4–6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Soja
Prägende Zubereitungsverfahren Rösten und Ofenbraten, Sanftes Köcheln
Würzanwendung Glasieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Grill-Hitzeanordnung Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die trockene Salzruhe würzt das Hähnchen von außen und unterstützt eine trockene Haut vor dem Grillen.
  • Das indirekte Garen ermöglicht gleichmäßiges Garen eines ganzen Hähnchens, während die Rotisserie für rundum gleichmäßige Bräunung sorgt.
  • Das späte, wiederholte Bestreichen schützt die zuckerhaltige Tare vor frühem Verbrennen und baut dennoch eine glänzende Glasurschicht auf.
  • Die unberührte Tare ergänzt das tranchierte Hähnchen beim Servieren mit frischer, konzentrierter Würze.

Teriyaki-Hähnchen vom Drehspieß verbindet knusprige Haut mit einer glänzenden, süß-salzigen Tare. Das Hähnchen gart zunächst ohne Glasur bei indirekter mittlerer Hitze. Dadurch kann die Haut bräunen, ohne dass der Zucker zu früh verbrennt. Erst gegen Ende wird die Tare in dünnen Schichten aufgetragen; ein Teil bleibt sauber getrennt und wird zum Servieren verwendet.

Die Haut wird knusprig und glänzend, mit karamellisierten süß-salzigen Teriyaki-Noten. Das Fleisch bleibt saftig, während Ingwer, Sojasauce und Reisweine der Glasur Tiefe und Wärme geben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten

  1. Hähnchen salzen und ruhen lassen

    Das Hähnchen innen und außen mit dem Salz würzen. Auf ein Gitter über ein Blech legen und unbedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Vor dem Grillen 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend sehr gut trocken tupfen.

    Daran erkennst du es: Die Haut ist vor dem Grillen möglichst trocken.

    • Die unbedeckte Ruhezeit unterstützt eine trockenere Haut.
    • Das Hähnchen erst unmittelbar vor dem Aufspießen gründlich trocken tupfen.
  2. Tare einkochen

    Sojasauce, Mirin, Sake, Zucker und Ingwer in einen kleinen Topf geben. Aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze 10–12 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit leicht eingedickt ist und etwa 240 ml ergibt. Den Ingwer entfernen. Die Tare in zwei saubere hitzefeste Gefäße teilen: eine Portion zum Bestreichen und eine unberührte Portion zum Servieren.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tare ist leicht eingedickt und ergibt ungefähr 240 ml.

    • Die beiden Tare-Portionen von Anfang an sauber trennen.
    • Den Ingwer vor dem Auftragen entfernen.

Grill und Drehspieß vorbereiten

  1. Indirekte Hitze einrichten

    Den Grill für indirekte mittlere Hitze auf 190–200 °C vorheizen. Beim Gasgrill die äußeren Brenner einschalten und den mittleren Bereich ausgeschaltet lassen. Beim Holzkohlegrill die Kohlen seitlich anordnen und die Tropfschale mit dem Wasser in die Mitte stellen. Der Bereich direkt unter dem Hähnchen bleibt frei von direkter Hitze.

    195 °C
    • Die Tropfschale bleibt während des gesamten Garens unter dem Hähnchen.
    • Der mittlere Bereich des Grills darf keine direkte Hitze erhalten.
  2. Hähnchen auf dem Spieß sichern

    Die Flügelspitzen unter den Körper legen und die Keulen mit hitzefester Küchenschnur zusammenbinden. Den Drehspieß nach der Anleitung des Geräts durch die Körperhöhle führen. Die Gabeln tief und fest im Brust- und Keulenbereich platzieren, das Hähnchen mittig ausrichten und beide Gabeln kräftig festziehen. Den Spieß von Hand drehen und prüfen, dass nichts anschlägt und das Gewicht gleichmäßig verteilt ist.

    Daran erkennst du es: Der Spieß dreht frei, ohne dass das Hähnchen oder die Gabeln anschlagen.

    • Ein mittig ausgerichtetes Hähnchen belastet den Motor gleichmäßiger.
    • Vor dem Einschalten des Motors immer eine manuelle freie Umdrehung prüfen.

    Wichtig: Den Spieß nur nach der Anleitung des verwendeten Geräts einsetzen und befestigen.

Garen, glasieren und servieren

  1. Zunächst ohne Glasur garen

    Den Spieß einsetzen, den Motor einschalten und das Hähnchen bei geschlossenem Deckel 25 Minuten ohne Tare rotieren lassen. Die Tropfschale bleibt während des gesamten Garens unter dem Hähnchen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Hähnchen rotiert gleichmäßig und die Haut beginnt zu trocknen.

    • Die Glasur erst spät verwenden, damit der Zucker nicht zu früh verbrennt.
  2. Bis zur Kerntemperatur garen

    Weitergaren, bis die dickste Stelle der Brust und die dickste Stelle der Keule mindestens 74 °C erreicht haben. Je nach Größe und Grill dauert das insgesamt etwa 75–100 Minuten. Wird die Haut zu schnell dunkel, die Grilltemperatur auf etwa 180–190 °C senken.

    74 °C

    Daran erkennst du es: Brust und Keule erreichen jeweils mindestens 74 °C; bei zu schneller Bräunung wird die Grilltemperatur gesenkt.

    • An mehreren dicken Stellen messen und die dickste Stelle der Keule nicht auslassen.
  3. In den letzten Minuten glasieren

    Sobald noch etwa 15 Minuten Garzeit verbleiben, das Hähnchen mit der dafür vorgesehenen Tare dünn bestreichen. Alle 5 Minuten eine weitere dünne Schicht auftragen. Nur die sauber getrennte Glasurportion verwenden, die nicht mit dem rohen Hähnchen oder dem Pinsel in Kontakt gekommen ist.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut ist glänzend und die Glasur haftet in dünnen Schichten, ohne zu verbrennen.

    • Dünne Schichten ergeben eine gleichmäßigere Glasur als eine dicke Einzelportion.
    • Bei zu schneller Dunkelfärbung die Grilltemperatur absenken.
  4. Ruhen lassen und servieren

    Den Motor ausschalten, den Spieß mit hitzefesten Handschuhen herausnehmen und das Hähnchen 15 Minuten ruhen lassen. Danach die Schnur entfernen, das Hähnchen tranchieren und mit der unberührten restlichen Tare servieren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Nach der Ruhezeit lässt sich das Hähnchen sauber tranchieren.

    • Die servierte Tare muss von der Glasurportion getrennt bleiben.
    • Das Hähnchen erst nach der Ruhezeit tranchieren.

    Wichtig: Beim Herausnehmen des heißen Spießes hitzefeste Handschuhe verwenden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Tare strikt aufteilen: Eine Portion der Tare ist ausschließlich zum Bestreichen vorgesehen. Die zweite Portion bleibt unberührt und wird erst beim Servieren verwendet.
  • Glasur spät auftragen: Die Tare enthält Zucker und wird deshalb erst in den letzten etwa 15 Minuten in dünnen Schichten aufgetragen.
  • Spieß ausbalancieren: Vor dem Einschalten des Motors prüfen, dass das Hähnchen mittig sitzt, frei dreht und die Gabeln sicher festgezogen sind.

Zutatenwissen

Mirin

Mirin ist ein süßer japanischer Reiswein und wird im Asienmarkt oder in der Asia-Abteilung größerer Supermärkte angeboten. Wenn er nicht verfügbar ist, kann die angegebene Menge durch 80 ml Sake und 20 g zusätzlichen Zucker ersetzt werden; die Tare wird dadurch etwas weniger rund und aromatisch.

Sake

Sake ist japanischer Reiswein und wird im Asienmarkt oder in gut sortierten Wein- und Spirituosenabteilungen angeboten. Als Ersatz eignen sich trockener Reiswein oder ersatzweise trockener Sherry; dadurch verändert sich das Aroma leicht.

Sinnvolle Alternativen

80 ml Sake und 20 g zusätzlicher Zucker

Die Tare wird etwas weniger rund und aromatisch.

Mirin vollständig durch 80 ml Sake ersetzen und zusätzlich 20 g Zucker zur Tare geben.

Trockener Reiswein oder trockener Sherry

Das Aroma der Tare verändert sich leicht.

Die angegebene Sake-Menge durch trockenen Reiswein oder ersatzweise trockenen Sherry ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Haut wird sehr dunkel oder die Glasur verbrennt.

Die Tare erst in den letzten etwa 15 Minuten verwenden und nur dünne Schichten auftragen.

Die Grilltemperatur auf etwa 180–190 °C senken und nur noch sehr dünn glasieren.

Der Drehspieß läuft unruhig oder das Hähnchen schlägt an.

Den Spieß vor dem Einschalten von Hand drehen und die Gewichtsverteilung kontrollieren.

Motor ausschalten, Spieß abnehmen, Hähnchen neu ausrichten und die Gabeln festziehen.

Die Servier-Tare ist mit rohem Hähnchen oder dem Glasurpinsel in Kontakt gekommen.

Eine Portion ausschließlich zum Bestreichen verwenden und die unberührte Portion erst beim Servieren öffnen.

Servieren und kombinieren

  • Mit restlicher Tare servieren: Das ruhende Hähnchen tranchieren und die unberührte restliche Tare separat dazu reichen, damit die süß-salzige Würze nach Geschmack ergänzt werden kann.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Hähnchen kann nach dem Salzen 8–12 Stunden unbedeckt im Kühlschrank ruhen. Vor dem Grillen 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend trocken tupfen.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Die Zutatenliste enthält Sojasauce.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Womit kann ich Mirin ersetzen?

100 ml Mirin können durch 80 ml Sake und 20 g zusätzlichen Zucker ersetzt werden. Die Tare wird dadurch etwas weniger rund und aromatisch.

Wann wird die Teriyaki-Tare aufgetragen?

Die Tare wird erst aufgetragen, sobald noch etwa 15 Minuten Garzeit verbleiben. Anschließend wird alle 5 Minuten eine weitere dünne Schicht aufgetragen.

Woran erkenne ich, dass das Hähnchen gar ist?

Die dickste Stelle der Brust und die dickste Stelle der Keule sollen mindestens 74 °C erreichen. Je nach Größe und Grill dauert das insgesamt etwa 75–100 Minuten.

Aus unserer Küche

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