Sumach finden
Sumach ist ein säuerlich-fruchtiges Gewürz und meist in türkischen, arabischen oder gut sortierten Gewürzläden erhältlich.
Usbekische Grillvariante
Eine ganze Lammkeule mit Knochen wird über Nacht mit Zwiebel, Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander und Paprika mariniert, anschließend indirekt am Drehspieß gegrillt, geruht und quer zur Faser aufgeschnitten. Sumach-Zwiebeln und Petersilie sorgen für einen frischen Abschluss.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese moderne Grillvariante verbindet eine ganze, langsam drehende Lammkeule mit dem würzigen Profil aus Zwiebel, Kreuzkümmel und Koriander. Die Keule gart indirekt bei moderater Grilltemperatur, bleibt durch die schützende Fettschicht saftig und wird nach der Ruhezeit mit Sumach-Zwiebeln und Petersilie serviert.
Außen würzig und kräftig gebräunt, innen je nach Zieltemperatur saftig von medium bis stärker durchgegart. Kreuzkümmel und Koriander prägen das Aroma, während Sumach und rohe Zwiebel für frische Säure sorgen.
Schritt für Schritt
Die Lammkeule mit Küchenpapier trocken tupfen. Nur harte Sehnen und lose Fettstücke entfernen; die schützende Fettschicht bleibt erhalten. Die Fettschicht rautenförmig einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken, die Fettschicht bleibt weitgehend erhalten.
Wichtig: Rohes Fleisch nach der Vorbereitung nicht mit verzehrfertigen Zutaten oder Oberflächen in Kontakt bringen.
Geriebene Zwiebeln, Knoblauch, Öl, Kreuzkümmel, Koriander, Pfeffer, Paprika und Salz zu einer würzigen Paste vermengen. Die Keule rundum damit einreiben, in ein verschließbares Gefäß legen und 8–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Die Keule während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.
Die Keule 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Grobe Zwiebel- und Knoblauchstücke von der Oberfläche abstreifen, damit sie am Grill nicht verbrennen. Die entfernte Marinade nicht weiterverwenden.
Wichtig: Entfernte Marinade nicht als Sauce verwenden.
Für einen Holzkohlegrill die Kohlen auf zwei Seiten verteilen und in die Mitte eine Tropfschale stellen. Das Wasser in die Schale geben. Den Grill mit geschlossenem Deckel auf 170–180 °C einregeln. Beim Gasgrill die äußeren Brenner auf niedrige bis mittlere Hitze stellen und den mittleren Bereich ausgeschaltet lassen.
Daran erkennst du es: Die Grilltemperatur liegt stabil im Bereich von 170–180 °C.
Wichtig: Die Tropfschale und der Grill müssen für die erwartete Fettmenge und Hitze geeignet sein.
Die Lammkeule mittig und sicher auf dem Drehspieß befestigen. Sie sollte ausgewogen sitzen, damit der Motor gleichmäßig drehen kann. Den Spieß über der Tropfschale einsetzen und ausschließlich indirekt grillen. Den Deckel schließen und die Keule langsam rotieren lassen.
Daran erkennst du es: Die Keule sitzt stabil und dreht ohne deutliches Schlingern.
Wichtig: Spieß, Halterungen und Motor vor dem Betrieb sicher verriegeln.
Den Deckel geschlossen halten und die Keule langsam rotieren lassen. Nach etwa 90 Minuten die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen. Falls die Oberfläche zu schnell dunkel wird, die Keule locker mit Aluminiumfolie abschirmen. Die Grilltemperatur weiter bei 170–180 °C halten und bei Holzkohle nach Bedarf vorsichtig heiße Kohlen ergänzen. Für medium bis medium-well bis 63–65 °C Kerntemperatur grillen, für stärker durchgegartes Lamm bis etwa 70–72 °C.
Daran erkennst du es: Die gewünschte Kerntemperatur ist an der dicksten Stelle erreicht: 63–65 °C für medium bis medium-well oder etwa 70–72 °C für stärker durchgegartes Lamm.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und die Messspitze nicht am Knochen ansetzen.
Die fertige Keule vom Spieß nehmen, locker abdecken und 20 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit die rote Zwiebel dünn schneiden, mit Sumach vermengen und die Petersilie grob hacken.
Daran erkennst du es: Die Keule ist locker abgedeckt und ruht, während die Garnitur vorbereitet wird.
Die Lammkeule quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden. Mit den Sumach-Zwiebeln und der Petersilie servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben lassen sich quer zur Faser schneiden und behalten ihre Saftigkeit.
Gut zu wissen
Sumach ist ein säuerlich-fruchtiges Gewürz und meist in türkischen, arabischen oder gut sortierten Gewürzläden erhältlich.
Mit Sumach vermengte rote Zwiebel bringt einen frischen, säuerlich-fruchtigen Akzent zur würzigen Lammkeule.
Leicht zerstoßene Kreuzkümmel- und Koriandersaat geben der Marinade ein kräftiges, aromatisches Gewürzprofil.
Der Geschmack wird heller und weniger beerig als mit Sumach.
Die Sumach-Zwiebeln mit etwas fein abgeriebener Zitronenschale vermengen und vor dem Servieren abschmecken.
Die groben Zwiebel- und Knoblauchstücke vor dem Aufspießen von der Oberfläche entfernen.
Verbrannte Stellen vorsichtig abstreifen und die Keule bei Bedarf locker mit Aluminiumfolie abschirmen.
Die Keule mittig befestigen und vor dem Grillen prüfen, ob sie frei und gleichmäßig rotieren kann.
Den Spieß vorsichtig stoppen, die Befestigung lösen und die Keule neu ausbalancieren.
Ausschließlich indirekt grillen, die Temperatur bei 170–180 °C halten und die Marinadenreste vorher abstreifen.
Die Oberfläche locker mit Aluminiumfolie abschirmen und bei indirekter Hitze weitergrillen.
Die Keule nach dem Grillen locker abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
Die bereits geschnittenen Scheiben mit dem ausgetretenen Fleischsaft servieren.
Für einen stärker durchgegarten Gargrad die Lammkeule bis etwa 70–72 °C Kerntemperatur grillen und anschließend wie beschrieben ruhen lassen.
Die Lammkeule lässt sich statt auf Holzkohle auf einem Gasgrill mit indirekter Hitze zubereiten.
Häufig gefragt
Für medium bis medium-well wird die Keule bis 63–65 °C Kerntemperatur gegrillt. Für stärker durchgegartes Lamm sind etwa 70–72 °C vorgesehen.
Die groben Stücke könnten auf der Oberfläche verbrennen. Deshalb werden sie vor dem Aufspießen abgestreift; die entfernte Marinade wird nicht weiterverwendet.
Etwas fein abgeriebene Zitronenschale bringt einen helleren, weniger beerigen Geschmack.
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