Butter vorbereiten
Zimmerwarme Butter lässt sich gleichmäßig mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver verrühren und unter die Haut schieben.
Bayerisches Grillhendl
Ganzes bayerisches Hähnchen mit Petersilie, würziger Paprikabutter und hellem Bier, indirekt auf dem Grill gegart und zum Schluss knusprig fertiggestellt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Wiesnhendl bezeichnet das bayerische Hendl von der Wiesn, nicht eine eigene Hühnerrasse. Für den Grill wird das ganze Hähnchen mit Petersilie gefüllt und mit würziger Butter bestrichen. Indirekte Hitze gart es gleichmäßig, bevor die Haut zum Schluss besonders kross wird. Klassisch passt dazu eine frische Brezn und ein Stück Zitrone.
Außen goldbraun und knusprig, innen saftig und würzig mit feinem Paprikaaroma. Petersilie bringt eine frische Kräuternote, während Brezn und Zitrone salzige beziehungsweise spritzige Akzente setzen.
Schritt für Schritt
Den Grill für indirekte Hitze auf etwa 200 °C vorheizen. Beim Kugelgrill die Kohlen seitlich verteilen, beim Gasgrill die äußeren Brenner einschalten und den mittleren Bereich ausgeschaltet lassen. Eine Tropfschale unter dem späteren Grillplatz aufstellen und das Bier hineingießen.
Wichtig: Beim Arbeiten mit einem heißen Grill hitzefeste Handschuhe verwenden und den Grill standsicher aufstellen.
Das Hähnchen innen und außen gründlich trocken tupfen. Butter, Salz, Pfeffer und Paprikapulver verrühren. Etwa ein Drittel der Würzbutter vorsichtig unter die Haut an Brust und Keulen schieben. Das Hähnchen außen mit der übrigen Butter bestreichen.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln bearbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.
Die Petersilie waschen, trocken schütteln und als Bund in die Bauchhöhle geben. Die Keulen mit Küchengarn zusammenbinden, damit das Hähnchen gleichmäßig gart. Das Hähnchen mit der Brustseite nach unten auf den Rost über der Tropfschale legen.
Wichtig: Küchengarn muss hitzefest und zum Garen geeignet sein.
Den Deckel schließen und das Hähnchen 25–30 Minuten indirekt grillen. Danach vorsichtig wenden, mit dem austretenden Würzfett bestreichen und weitere 30–40 Minuten grillen. Bei Bedarf die Grilltemperatur zwischen 190 und 210 °C halten.
Wichtig: Den Deckel möglichst geschlossen halten und beim Wenden hitzefeste Handschuhe verwenden.
Das Wiesnhendl ist fertig, wenn die dickste Stelle der Keule mindestens 75 °C erreicht hat und beim Einstechen klarer Fleischsaft austritt. Für besonders knusprige Haut die Hitze in den letzten 5 Minuten auf etwa 220 °C erhöhen, ohne das Hähnchen direkt über die Glut zu legen.
Daran erkennst du es: Mindestens 75 °C an der dicksten Stelle der Keule und klarer Fleischsaft
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen, ohne den Knochen zu berühren.
Das Hähnchen vom Grill nehmen und 10 Minuten locker ruhen lassen. Die Petersilie entfernen, das Hendl mit einem großen Messer halbieren oder vierteln und mit den Brezn und der in Spalten geschnittenen Zitrone servieren.
Daran erkennst du es: Nach der Ruhezeit lässt sich das Hähnchen sauber teilen.
Wichtig: Vor dem Servieren das Küchengarn vollständig entfernen.
Gut zu wissen
Zimmerwarme Butter lässt sich gleichmäßig mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver verrühren und unter die Haut schieben.
Das Bier kommt nicht in die Würzbutter, sondern in die Tropfschale unter dem Hähnchen.
Die Petersilie wird als Bund in die Bauchhöhle gegeben und vor dem Portionieren wieder entfernt.
Mit alkoholfreiem Bier bleibt die malzige Note erhalten; Wasser ergibt ein neutraleres Aroma.
Die gleiche Menge in die Tropfschale geben.
Die Kruste kann etwas anders bräunen und schmeckt weniger buttrig.
Eine zum Erhitzen geeignete pflanzliche Margarine zimmerwarm verwenden.
Das Aroma wird zwiebeliger und etwas kräftiger.
Schnittlauch waschen, trocken schütteln und als Bund in die Bauchhöhle geben.
Die typische Brezn-Note entfällt, die Beilage bleibt aber knusprig und brotig.
Frisch oder kurz aufgebacken zum Hähnchen servieren.
Eine klare indirekte Zone einrichten und das Hähnchen über der Tropfschale platzieren.
Das Hähnchen in die indirekte Zone umsetzen, die Temperatur stabilisieren und bis zum Gargrad weitergrillen.
Das Hähnchen gründlich trocken tupfen und den Deckel während der Grillphasen möglichst geschlossen halten.
In den letzten Minuten die Temperatur vorsichtig erhöhen und das Hähnchen nicht direkt über die Hitze legen.
Das Hähnchen zehn Minuten locker ruhen lassen.
Das Hähnchen ausschließlich indirekt grillen und eine Tropfschale verwenden.
Das Hähnchen in eine indirekte Zone umsetzen und den Deckel schließen, bis die Flammen zurückgehen.
Die frische Zitronennote wird stärker betont und passt besonders gut zu einem sommerlichen Grillmenü.
Ein Teil des edelsüßen Paprikapulvers wird durch geräuchertes Paprikapulver ersetzt, ohne das Grillverfahren zu verändern.
Die Würzbutter kann bis zu 24 Stunden vorher angerührt und gekühlt aufbewahrt werden. Das Hähnchen erst kurz vor dem Grillen würzen und füllen.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.
Rohes und gegartes Geflügel getrennt lagern; Reste nicht mehrfach erwärmen.
Das Einfrieren ist für das fertige Wiesnhendl nicht vorgesehen, da die knusprige Haut dabei deutlich an Qualität verliert.
Häufig gefragt
Geeignet sind ein Kugelgrill oder ein Gasgrill mit Deckel und einer klaren indirekten Hitzezone.
Das ganze Hähnchen gart dadurch gleichmäßiger, während die Haut weniger schnell verbrennt.
Die dickste Stelle der Keule sollte mindestens 75 °C erreichen; zusätzlich tritt beim Einstechen klarer Fleischsaft aus.
Lauwarmer Kartoffelsalat oder knusprige Brötchen sind passende Alternativen.
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