Wildschweinkeule auswählen
Nach einer küchenfertig entbeinten Keule mit möglichst gleichmäßiger Stärke fragen. Wildmetzgereien, gut sortierte Metzgereien und regionale Wildbretanbieter sind geeignete Anlaufstellen.
Deutscher Wildbraten
Eine ganze, küchenfertig entbeinte Wildschweinkeule wird mit Wacholder, Senf, Honig und Kräutern mariniert, direkt kräftig angeröstet und anschließend indirekt mit kurzer Buchenrauchphase bis 85 °C gegart. Dazu passen Roggenmischbrot und Preiselbeer-Crème-fraîche.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Wildschweinkeule bringt kräftiges Wildaroma als großes Stück auf den Grill. Nach dem Marinieren wird sie zunächst direkt angeröstet und gart anschließend indirekt weiter. Eine kurze Buchenrauchphase gibt dem Fleisch zusätzliche Tiefe, während Wacholder, Senf, Honig und frische Kräuter die herzhafte Marinade abrunden.
Die Keule entwickelt eine kräftig gebräunte Oberfläche mit feiner Rauchnote. Im Anschnitt zeigt sie sich aromatisch und würzig; Wacholder und Kräuter bleiben deutlich erkennbar. Die Preiselbeer-Crème-fraîche bringt fruchtige Säure und cremige Milde dazu, während Roggenbrot für einen herzhaften Biss sorgt.
Schritt für Schritt
Die Wildschweinkeule rundum von groben Sehnen und Silberhaut befreien und mit Küchenpapier trocken tupfen. Falls sie sehr unregelmäßig geformt ist, mit Küchengarn zu einem gleichmäßig dicken Braten binden.
Daran erkennst du es: Die Keule ist sauber pariert und möglichst gleichmäßig geformt.
Olivenöl, Senf, Zitronensaft, Sojasauce, Honig, Knoblauch, Wacholderbeeren, Salz, Pfeffer, Rosmarin und Thymian gründlich verrühren. Die Keule in ein großes Mariniergefäß legen, mit der Marinade übergießen und rundum einmassieren. Abgedeckt 6–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Daran erkennst du es: Die Marinade haftet gleichmäßig an der gesamten Keule.
Wichtig: Die rohe Keule während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.
Die Keule etwa 60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Aus der Marinade heben und gründlich trocken tupfen. Die gebrauchte Marinade entsorgen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche der Keule ist trocken und es bleibt keine gebrauchte Marinade daran haften.
Wichtig: Gebrauchte Marinade nicht weiterverwenden.
Den Grill für zwei Zonen vorbereiten. Für die direkte Zone etwa 230–250 °C anstreben, die indirekte Zone zunächst auf 130–140 °C einregeln. Eine hitzefeste Tropfschale unter dem indirekten Bereich platzieren und mit 300 ml Apfelsaft füllen. Beim Gasgrill die Buchenchips in eine geeignete Räucherbox geben; beim Holzkohlegrill die Chips auf die Glut legen.
Daran erkennst du es: Zwei klar getrennte Hitzezonen sind eingerichtet und die Rauchquelle ist vorbereitet.
Wichtig: Hitzefeste Tropfschale und Räucherbox standsicher einsetzen.
Die Keule über der direkten Hitze rundum jeweils 2–3 Minuten anrösten, bis eine kräftige Bräunung entstanden ist. Danach in den indirekten Bereich legen, den Deckel schließen und 30 Minuten bei 130–140 °C im Buchenrauch garen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum kräftig gebräunt und die Rauchphase läuft bei geschlossenem Deckel.
Die Grilltemperatur auf 155–160 °C erhöhen und die Keule weiter indirekt grillen. Nach etwa 2,5 Stunden erstmals die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen. Die Keule ist fertig, wenn sie 85 °C erreicht hat. Je nach Gewicht, Form und Grill dauert diese Phase insgesamt etwa 3–4 Stunden.
Daran erkennst du es: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle erreicht 85 °C.
Die fertige Keule vom Grill nehmen, locker abdecken und 20 Minuten ruhen lassen. Danach das Küchengarn entfernen und das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Keule ist nach der Ruhezeit stabil genug zum sauberen Aufschneiden.
Wildpreiselbeeren und Crème fraîche glatt verrühren. Das Roggenmischbrot in Scheiben schneiden und die Wildschweinkeule mit der Preiselbeer-Crème-fraîche servieren.
Daran erkennst du es: Die Preiselbeer-Crème-fraîche ist glatt verrührt und das Brot ist servierfertig geschnitten.
Gut zu wissen
Nach einer küchenfertig entbeinten Keule mit möglichst gleichmäßiger Stärke fragen. Wildmetzgereien, gut sortierte Metzgereien und regionale Wildbretanbieter sind geeignete Anlaufstellen.
Geeignete Buchen-Räucherchips finden sich im Grillfachhandel, in Baumärkten oder in gut sortierten Online-Grillabteilungen.
Wildpreiselbeeren stehen im Supermarkt meist bei Konfitüren, Wildsaucen oder Feinkostprodukten.
Die Keule vor dem Grillen aus der Marinade heben und sorgfältig trocken tupfen.
Die Keule kurz aus der direkten Hitze nehmen, die Oberfläche vorsichtig trocknen und anschließend erneut bei direkter Hitze anrösten.
Nach dem Anrösten in den indirekten Bereich wechseln und die Grilltemperaturen regelmäßig kontrollieren.
Die Keule in den indirekten Bereich umsetzen und die Temperatur stabil auf 155–160 °C einregeln.
Die gebrauchte Marinade nach dem Herausheben der Keule entsorgen.
Die fertige Keule locker abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
Die bereits geschnittenen Scheiben kurz ruhen lassen und den austretenden Fleischsaft beim Servieren auffangen.
Die Keule kann nach dem Marinieren 6–12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen. Erst etwa 60 Minuten vor dem Grillen herausnehmen, aus der Marinade heben und trocken tupfen.
Häufig gefragt
Die Keule sollte abgedeckt 6–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Grillen etwa 60 Minuten herausnehmen, aus der Marinade heben und gründlich trocken tupfen.
Die Keule ist fertig, wenn sie an der dicksten Stelle eine Kerntemperatur von 85 °C erreicht hat. Die Grillzeit beträgt je nach Gewicht, Form und Grill etwa 3–4 Stunden.
Nach dem direkten Anrösten kommt die Keule in den indirekten Bereich und gart dort 30 Minuten bei 130–140 °C im Buchenrauch. Beim Gasgrill kommen die Chips in eine geeignete Räucherbox, beim Holzkohlegrill auf die Glut.
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