Hoisin-Sauce finden
Hoisin-Sauce steht meist im Asia-Regal größerer Supermärkte, in Asia-Läden oder ist online erhältlich.
Internationale Grillvariante
Eine küchenfertige Ente wird kurz blanchiert, indirekt auf dem Grill gegart und während der letzten Grillphase mehrfach mit einer würzig-süßen Hoisin-Glasur bestrichen. Gurkenstifte und Frühlingszwiebeln sorgen für frische, knackige Begleiter.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese moderne internationale Grillvariante verbindet saftiges Entenfleisch mit knuspriger Haut und einer würzig-süßen Hoisin-Glasur. Die Ente wird zunächst kurz blanchiert, damit Fett austreten kann, und gart anschließend vollständig bei indirekter Hitze im geschlossenen Grill. Eine einzelne nationale Originaltradition wird damit nicht behauptet – entscheidend ist die klar beschriebene Grilltechnik.
Die Haut wird glänzend, würzig-süß und bei sorgfältiger Temperaturführung knusprig. Das Fleisch bleibt saftig, während Gurke und Frühlingszwiebeln frisch, kühl und knackig wirken.
Schritt für Schritt
Entferne aus der Ente Hals, Innereien und auffällig große Fettstücke. Stich die Haut an Brust und Keulen mit einer schmalen Gabel oder einem spitzen Messer mehrfach ein, ohne in das Fleisch zu stechen.
Wichtig: Beim Umgang mit rohem Geflügel Hände, Arbeitsfläche und verwendete Geräte anschließend gründlich reinigen.
Bringe das Wasser in einem ausreichend großen Topf zum Kochen. Lege die Ente vorsichtig hinein und beschwere sie bei Bedarf mit einem hitzefesten Teller, damit sie vollständig unter Wasser bleibt. Sobald das Wasser wieder kocht, reduziere die Hitze und lasse die Ente 15 Minuten sanft simmern. Hebe sie heraus, lasse sie gut abtropfen und tupfe sie innen und außen sehr gründlich trocken.
Daran erkennst du es: Die Ente ist vollständig mit heißem Wasser umgeben und nach 15 Minuten gut abgetropft.
Wichtig: Die Ente und das Wasser sind sehr heiß; mit einer stabilen Zange vorsichtig herausheben.
Vermische Salz und Pfeffer. Reibe die Ente innen und außen damit ein, bestreiche die Haut dünn mit dem Öl und binde die Keulen mit Küchengarn zusammen. Lass die Ente während des Grillaufbaus 10 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Die Würzung ist gleichmäßig verteilt und die Keulen sind locker zusammengebunden.
Verrühre Hoisin-SauceDunkle, dickflüssige und meist süßlich-würzige Sauce der chinesischen Küche., Sojasauce, Reisessig, Honig, Knoblauch, Ingwer, Fünf-Gewürze-Pulver und Sesamöl. Teile die Glasur in zwei Portionen: Zwei Drittel sind zum Bestreichen der Ente bestimmt, ein Drittel bleibt unberührt zum Servieren.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist glatt verrührt und die Portion zum Servieren ist separat zurückbehalten.
Bereite den Grill für indirekte Hitze bei 200–220 °C vor. Beim Holzkohlegrill verteilst du die Glut auf zwei Seiten und stellst die Tropfschale dazwischen; beim Gasgrill bleiben die mittleren Brenner ausgeschaltet. Die Ente liegt später über der Tropfschale und darf nicht direkt über der Glut oder einer aktiven Flamme stehen, weil austretendes Fett sonst aufflammen kann.
Daran erkennst du es: Der Grill hält die indirekte Temperatur stabil und die Tropfschale steht unter der vorgesehenen Grillzone.
Wichtig: Die Ente nicht direkt über aktive Glut oder Flammen legen, da austretendes Fett aufflammen kann.
Lege die Ente mit der Brust nach oben über die Tropfschale und grille sie bei geschlossenem Deckel zunächst 35–40 Minuten indirekt. Öffne den Grill nur kurz, damit die Temperatur stabil bleibt.
Daran erkennst du es: Die Haut beginnt zu bräunen und das austretende Fett wird in der Tropfschale aufgefangen.
Wichtig: Die Tropfschale muss unter der Ente bleiben, damit Fett nicht auf die Hitzequelle tropft.
Bestreiche die Ente mit einem Teil der ersten Glasurportion und grille sie weitere 5 Minuten. Wiederhole das Bestreichen noch zwei- bis dreimal im Abstand von jeweils 5 Minuten. Gieße die Glasur nicht über die Tropfschale, sondern trage sie nur dünn auf die Haut auf, damit sie nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gleichmäßig glänzend und gebräunt, ohne schwarze oder verbrannte Stellen.
Wichtig: Nur die zum Garen bestimmte Glasurportion verwenden; die Servierportion bleibt separat.
Prüfe die Kerntemperatur an der dicksten Stelle der Brust und zusätzlich in der Keule, ohne den Knochen zu berühren. Die Brust soll mindestens 74 °C erreichen; für zarteres Keulenfleisch sind etwa 85 °C sinnvoll. Falls die Zieltemperatur noch nicht erreicht ist, grille die Ente in 5-Minuten-Schritten weiter. Wird die Glasur zu dunkel, reduziere die Grilltemperatur auf etwa 190 °C und bleibe bei indirekter Hitze.
Daran erkennst du es: Die Brust erreicht mindestens 74 °C; die Keule kann für zarteres Fleisch etwa 85 °C erreichen.
Wichtig: Das Thermometer nicht am Knochen ansetzen, da dies die Messung verfälschen kann.
Nimm die fertige Ente vom Grill und lasse sie 10 Minuten locker ruhen. Entferne anschließend das Küchengarn, löse die Keulen aus und schneide die Brust quer zur Faser in Scheiben.
Daran erkennst du es: Die Ente ist nach der Ruhezeit leichter zu tranchieren und der Fleischsaft tritt beim Schneiden weniger stark aus.
Schneide die Gurke in feine Stifte und die Frühlingszwiebeln in schräge Ringe. Richte das Fleisch mit Gurke und Frühlingszwiebeln an und serviere die zurückbehaltene Hoisin-Glasur separat.
Daran erkennst du es: Gurke und Frühlingszwiebeln sind frisch geschnitten und die Glasur wird separat gereicht.
Gut zu wissen
Hoisin-Sauce steht meist im Asia-Regal größerer Supermärkte, in Asia-Läden oder ist online erhältlich.
Chinesisches Fünf-Gewürze-Pulver steht häufig im Asia-Regal oder bei den internationalen Gewürzen.
Die Haut mehrfach anstechen, ohne das Fleisch zu verletzen. Das unterstützt das Austreten von Fett und hilft bei der späteren Bräunung.
Die Glasur schmeckt etwas fruchtiger und weniger würzig als mit Hoisin-Sauce.
Pflaumensauce und Sojasauce glatt verrühren und anstelle der Hoisin-Sauce in die Glasur geben.
Das Aroma kommt der Gewürzmischung nahe, wirkt aber etwas weniger komplex.
Die vier Gewürze direkt mit den übrigen Glasurzutaten verrühren.
Mehrere dünne Schichten verwenden und die Temperatur bei Bedarf auf etwa 190 °C reduzieren.
Verbrannte Stellen vorsichtig abnehmen und die Ente bei niedrigerer indirekter Hitze fertig garen.
Die Ente innen und außen sorgfältig trocken tupfen und den Grill auf 200–220 °C stabil vorheizen.
Die Ente bei stabiler indirekter Hitze weitergrillen und die Glasur nur noch sehr dünn auftragen.
Die Tropfschale mittig unter der Ente positionieren und die Ente ausschließlich indirekt grillen.
Deckel schließen, Hitze reduzieren und die Ente nach dem Erlöschen der Flammen wieder korrekt indirekt positionieren.
Die Hoisin-Sauce kann durch die beschriebene Mischung aus Pflaumensauce und Sojasauce ersetzt werden.
Wenn kein chinesisches Fünf-Gewürze-Pulver verfügbar ist, wird die im Rezept beschriebene Ersatzmischung verwendet.
Die Glasur kann bis zu 12 Stunden vorher angerührt und abgedeckt gekühlt werden. Die blanchierte Ente kann ebenfalls vollständig abgekühlt, trocken verpackt und bis zum Grillen gekühlt aufbewahrt werden; vor dem Grillen die Haut nochmals trocken tupfen.
Gegarte Ente und Garnitur getrennt voneinander kühlen. Die Ente innerhalb von 2 Stunden nach dem Garen in einen flachen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Die separat zurückbehaltene Glasur nur verwenden, wenn sie nicht mit rohem Geflügel oder benutzten Utensilien in Kontakt gekommen ist.
Das tranchierte Fleisch portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Gurke und Frühlingszwiebeln separat frisch zubereiten.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.
Die Haut verliert beim Einfrieren und Auftauen wahrscheinlich an Knusprigkeit; das Fleisch bleibt als Füllung, Reisgericht oder Salatkomponente gut verwendbar.
Häufig gefragt
Die Ente liegt über der Tropfschale und nicht direkt über Glut oder Flamme. So kann sie vollständig garen, während austretendes Fett aufgefangen wird und weniger leicht aufflammt.
Zwei Drittel werden während des Garens aufgetragen. Ein Drittel bleibt unberührt und kann sicher separat serviert werden.
An der dicksten Stelle der Brust und zusätzlich in der Keule messen, ohne den Knochen zu berühren. Die Brust soll mindestens 74 °C erreichen; für zarteres Keulenfleisch sind etwa 85 °C sinnvoll.
Eine Mischung aus 80 g Pflaumensauce und 40 g Sojasauce ist eine mögliche Alternative. Sie schmeckt etwas fruchtiger und weniger würzig.
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