Haut und Knochen
Haut und Knochen helfen dabei, dass die Unterkeulen während der indirekten Grillphase saftig bleiben und am Ende eine knusprige Oberfläche entwickeln.
Serbische Grillküche
Serbische Hähnchenunterkeulen mit Haut und Knochen werden in einer Marinade aus Olivenöl, Zitrone, Knoblauch, Paprika und Kräutern gewürzt, zunächst indirekt und anschließend direkt über der Glut gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pileći bataci na roštilju – gegrillte serbische Hähnchenunterkeulen – sind ein bodenständiges Gericht für den Rost. Die Haut wird über indirekter Hitze langsam knusprig, bevor die Stücke zum Schluss direkt über der Glut Farbe bekommen. Paprika, Knoblauch, Zitrone und getrocknete Kräuter geben dem Fleisch eine kräftige, unkomplizierte Würze.
Außen goldbraun und knusprig, innen saftig und zart. Geräuchertes Paprikapulver, Knoblauch und Kräuter prägen das Aroma, während Zitronensaft für eine frische, leicht säuerliche Spitze sorgt.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenunterkeulen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Die Haut an zwei bis drei Stellen flach einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden.
Wichtig: Rohes Geflügel und verwendete Arbeitsflächen nach der Vorbereitung gründlich reinigen.
Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, beide Paprikapulver, Oregano, Thymian, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel verrühren. Die Unterkeulen dazugeben und rundum mit der Marinade überziehen. Abgedeckt 2–4 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Das marinierte Geflügel stets gekühlt aufbewahren.
Die Unterkeulen etwa 20–30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Grobe Knoblauchstücke von der Haut abstreifen, damit sie über direkter Hitze nicht verbrennen. Den Grill für zwei Zonen vorbereiten: eine indirekte Zone mit etwa 180–200 °C und eine direkte Zone mit etwa 230–260 °C. Den Rost reinigen und mit dem neutralen Öl dünn einreiben.
Wichtig: Nur Marinade verwenden, die zuvor nicht mit rohem Geflügel in Kontakt gekommen ist, wenn während des Garens bestrichen wird.
Die Unterkeulen mit der Hautseite nach oben in die indirekte Zone legen und den Grill schließen. 25–35 Minuten garen, dabei etwa alle 10 Minuten wenden. Die Stücke bei Bedarf dünn mit der verbliebenen Marinade aus der Schüssel bestreichen, die zuvor nicht mit rohem Geflügel in Kontakt gekommen ist.
Daran erkennst du es: Die Unterkeulen sind fast gar und beginnen an der Oberfläche leicht zu bräunen.
Wichtig: Marinade, die rohes Geflügel berührt hat, nicht ungegart weiterverwenden.
Sobald die Unterkeulen fast gar sind, in die direkte Zone über der Glut legen. Weitere 5–10 Minuten grillen und dabei häufig wenden, bis die Haut goldbraun und knusprig ist. Falls sie zu schnell dunkel wird, die Stücke sofort zurück in die indirekte Zone verschieben.
Daran erkennst du es: Die Haut ist goldbraun und knusprig, ohne schwarze, verbrannte Stellen.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Stücke in die indirekte Zone verschieben.
Die dickste Stelle eines Stücks mit einem Thermometer prüfen, ohne den Knochen zu berühren. Das Geflügel ist fertig, wenn dort mindestens 74 °C erreicht sind. Die Unterkeulen vom Grill nehmen und 5–10 Minuten ruhen lassen. Warm servieren.
Daran erkennst du es: An der dicksten Stelle ohne Knochenkontakt werden mindestens 74 °C gemessen.
Wichtig: Das Geflügel erst servieren, wenn die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.
Gut zu wissen
Haut und Knochen helfen dabei, dass die Unterkeulen während der indirekten Grillphase saftig bleiben und am Ende eine knusprige Oberfläche entwickeln.
Geräuchertes Paprikapulver liefert eine rauchige Würze, süßes Paprikapulver ergänzt Farbe und milde Paprikanote.
Der Zitronensaft bringt Säure und Frische in die Marinade; die angegebene Menge bleibt bewusst begrenzt, damit die Oberfläche nicht zu sauer dominiert.
Das Aroma wird neutraler, die Marinade bleibt jedoch flüssig und grillgeeignet.
Olivenöl im gleichen Volumen durch ein neutrales Pflanzenöl ersetzen.
Die Säure wirkt etwas schärfer und weniger fruchtig als Zitronensaft.
Mit einer kleineren Menge beginnen und bei Bedarf mit etwas Wasser ausgleichen.
Das Kräuterprofil wird breiter und kann je nach Mischung stärker nach Rosmarin oder Basilikum schmecken.
Oregano und Thymian durch die angegebene Gesamtmenge Kräutermischung ersetzen.
Die Unterkeulen zunächst indirekt garen, Knoblauchstücke abstreifen und die direkte Phase kurz halten.
Die Stücke sofort in die indirekte Zone verschieben und dort bis zur sicheren Kerntemperatur weitergaren.
Die direkte Phase häufig kontrollieren und die Kerntemperatur messen.
Die Unterkeulen kurz ruhen lassen und mit einer frischen, nicht mit rohem Geflügel kontaminierten Beilage oder Sauce servieren.
Den Rost reinigen, dünn ölen und die Stücke erst wenden, wenn sich die Haut leichter löst.
Die Unterkeule vorsichtig mit der Grillzange lösen und auf einen sauberen, geölten Bereich legen.
Die rauchige und süße Paprikanote wird zurückhaltender eingesetzt.
Oregano und Thymian treten stärker hervor und geben dem Hähnchen ein mediterranes Profil.
Die rauchige Würzung wird verstärkt, ohne das Grillverfahren zu verändern.
Die Unterkeulen können mit der Marinade bis zu 4 Stunden vor dem Grillen vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Häufig gefragt
Die Unterkeulen marinieren abgedeckt 2–4 Stunden im Kühlschrank.
Die indirekte Zone gart die Stücke gleichmäßiger. In der anschließenden direkten Phase wird die Haut knusprig und bekommt Farbe.
Die dickste Stelle eines Stücks sollte ohne Knochenkontakt mindestens 74 °C erreichen.
Sie könnten über der direkten Hitze schnell verbrennen und bitter werden.
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