Granatapfelmelasse finden
Granatapfelmelasse ist meist in türkischen, arabischen oder persischen Lebensmittelgeschäften sowie in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Sie ist dickflüssig, säuerlich und konzentriert.
Persisch-iranisches BBQ
Saftige Lammschulter wird mit Joghurt, Granatapfelmelasse, Sumach und warmen Gewürzen mariniert, bei 110 °C geräuchert und anschließend abgedeckt mit Granatapfelsaft und Lammfond weich gegart. Nach dem Ruhen wird das Fleisch in lange Fasern gezupft und mit reduzierter Granatapfelsauce, Granatapfelkernen und frischer Minze serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Persisches Pulled Lamb verbindet säuerlich-fruchtige Granatapfelnoten mit der warmen Würze von Sumach, Koriander, Kreuzkümmel, Kardamom und Zimt. Die Lammschulter verbringt zunächst mehrere Stunden im Rauch und gart danach abgedeckt in einer aromatischen Flüssigkeit weiter, bis sie sich leicht zupfen lässt. Das Gericht ist persisch-iranisch geprägt, der Pulled-Lamb-Weg aus dem Smoker jedoch eine moderne internationale BBQ-Zubereitung.
Zartes, saftiges Lamm lässt sich in lange Fasern zupfen. Die Oberfläche trägt eine milde Rauchnote und warme Gewürzaromen; Granatapfelmelasse und -saft sorgen für eine konzentrierte süß-säuerliche Fruchtigkeit. Granatapfelkerne setzen knackige Akzente, frische Minze bringt einen kühlen, kräuterigen Abschluss.
Schritt für Schritt
Joghurt, Knoblauch, Olivenöl, Granatapfelmelasse, Sumach, Koriander, Kreuzkümmel, Kardamom, Zimt, Paprikapulver, Limettenabrieb, Limettensaft und die dosierte Salzmenge zu einer glatten Würzpaste verrühren. Die Lammschulter trocken tupfen, rundum mit der Paste einreiben und abgedeckt mindestens 12 Stunden, besser 12 bis 24 Stunden, im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Die Lammschulter während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Den Smoker oder Kugelgrill für indirekte Hitze auf 110 °C einregeln. Eine Tropfschale unter den Rost stellen. Für eine milde Rauchnote 1 bis 2 kleine Stücke Kirschholz verwenden. Beim Kugelgrill die Kohlen seitlich platzieren, damit die Lammschulter nicht direkt über der Glut liegt.
Wichtig: Hitzefeste Handschuhe verwenden und den Grill standsicher im Freien betreiben.
Die marinierte Lammschulter aus dem Kühlschrank nehmen und etwa 30 Minuten temperieren lassen. Anschließend mit der Fettseite nach oben auf den Rost über die indirekte Zone legen und rund 4 Stunden bei 110 °C räuchern.
Daran erkennst du es: Die Rauchphase ist beendet; das Fleisch bleibt noch nicht zwingend zart und wird anschließend abgedeckt weitergegart.
Granatapfelsaft, Lammfond, Granatapfelmelasse, Honig und Limettensaft in einem feuerfesten Topf kurz erhitzen. Die Zwiebeln in eine tiefe, grillfeste Schale geben und die heiße Flüssigkeit darübergießen.
Wichtig: Die heiße Flüssigkeit vorsichtig in die Schale gießen.
Die Lammschulter nach der Rauchphase in die Schale auf die Zwiebeln setzen. Die Schale dicht mit Alufolie verschließen und zurück in den Smoker oder Kugelgrill stellen. Die Temperatur bei 110 °C halten und ohne weitere Holzstücke indirekt weitergaren. Nach 4 bis 5 Stunden sollte die Kerntemperatur etwa 95 °C erreichen; entscheidend ist zusätzlich, dass sich das Fleisch mit einer Gabel leicht teilen lässt.
Daran erkennst du es: Etwa 95 °C Kerntemperatur und eine Gabelprobe, bei der sich das Fleisch leicht teilen lässt.
Wichtig: Beim Öffnen kann heißer Dampf austreten; die Folie vom Körper weg öffnen.
Die abgedeckte Schale vom Grill nehmen und die Lammschulter darin mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Die Flüssigkeit vorsichtig abgießen und auffangen. Knochen und feste Bindegewebestellen erst nach der Ruhezeit entfernen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist ausreichend abgekühlt, um es sicher zu zupfen, bleibt aber warm und saftig.
Wichtig: Die Schale und Flüssigkeit bleiben sehr heiß; beim Abgießen vorsichtig arbeiten.
Die aufgefangene Flüssigkeit in einem Topf oder einer grillfesten Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 10 bis 15 Minuten einkochen lassen, bis sie leicht sämig ist. Bei Bedarf sichtbares Fett von der Oberfläche abschöpfen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist leicht sämig und haftet dünn am Löffel.
Das ruhende Fleisch mit zwei Gabeln in lange Fasern zupfen. Einen Teil der reduzierten Granatapfelsauce unterheben und den Rest darübergeben. Mit Granatapfelkernen und frischer Minze bestreuen und warm servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig von Knochen und festen Bindegewebestellen befreit und lässt sich in lange, saftige Fasern teilen.
Wichtig: Warm servieren und beim Zupfen auf verbliebene Knochenstücke achten.
Gut zu wissen
Granatapfelmelasse ist meist in türkischen, arabischen oder persischen Lebensmittelgeschäften sowie in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Sie ist dickflüssig, säuerlich und konzentriert.
Sumach gibt es in orientalischen Lebensmittelgeschäften, Gewürzläden und vielen größeren Supermärkten. Das säuerliche Gewürz bringt eine beerige, frische Säure in die Marinade.
Die Sauce wird etwas dünner und weniger konzentriert, die Granatapfelnote bleibt jedoch erhalten.
Granatapfelsaft mit Zitronensaft einkochen, bis die Flüssigkeit leicht konzentriert ist, und abkühlen lassen. Danach entsprechend in Marinade und Schmorflüssigkeit verwenden.
Die Würze wird frischer und weniger beerig als mit Sumach.
Den Sumach durch fein abgeriebene Zitronenschale ersetzen und diese direkt in die Marinade einrühren.
Die Marinade am Vortag ansetzen und die Lammschulter abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
Beim Servieren ausreichend von der reduzierten Granatapfelsauce unterheben; eine nachträgliche vollständige Durchwürzung des Fleisches ist jedoch nicht mehr möglich.
Die Kohlen seitlich platzieren und die Lammschulter über der indirekten Zone garen.
Das Fleisch in die indirekte Zone umsetzen, dicht abdecken und die Zartheit später mit der Gabelprobe prüfen.
Die Folie rundum fest andrücken und die Schale vorsichtig zurück in den Grill stellen.
Bei ausreichender Restflüssigkeit erneut dicht abdecken und bei 110 °C weitergaren; fehlende Flüssigkeit nicht unkontrolliert nachgießen.
Neben der Temperatur immer die Gabelprobe durchführen und die Lammschulter mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
Das Fleisch zurück in die Schmorflüssigkeit geben, wieder dicht abdecken und weitergaren, bis es sich leicht teilen lässt.
Die Lammschulter erhält nur eine zurückhaltende Rauchnote und der Granatapfel bleibt stärker im Vordergrund.
Die Säure wird stärker auf Zitrusnoten ausgerichtet, während die fruchtige Granatapfelnote erhalten bleibt.
Die Lammschulter kann bis zu 24 Stunden vor dem Garen mit der Würzpaste eingerieben und abgedeckt im Kühlschrank mariniert werden.
Gezupftes Lamm und Sauce getrennt oder gemeinsam in einem dicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Zum Servieren vollständig durcherhitzen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Häufig gefragt
Am besten eignet sich eine Lammschulter mit Knochen von etwa 1,8 kg. Der Knochen unterstützt den Geschmack, wird aber erst nach dem Ruhen entfernt.
Nach etwa 4 bis 5 Stunden in der abgedeckten Phase sollte die Kerntemperatur ungefähr 95 °C erreichen. Entscheidend ist zusätzlich, dass sich das Fleisch mit einer Gabel leicht teilen lässt.
Als Ersatz können 60 ml Granatapfelsaft mit 1 Teelöffel Zitronensaft eingekocht werden. Die Sauce wird dann etwas dünner und weniger konzentriert.
Sumach kann durch 1 Teelöffel fein abgeriebene Zitronenschale ersetzt werden. Dadurch wird die Würze frischer und weniger beerig.
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