Fischsauce
Fischsauce steht häufig bei den Würzsaucen in Asia-Märkten. Helle Sojasauce mit einer kleinen Prise Salz ist ein möglicher Ersatz; der Geschmack wird weniger kräftig und weniger typisch.
Grillhähnchen · Südthailand
Hauttragende Hähnchenoberschenkel werden mit Knoblauch, Fischsauce, Austernsauce, Palmzucker und Kurkuma mariniert, erst indirekt und zum Schluss direkt über Holzkohle gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gai Yang Khamin ist eine mit Kurkuma gewürzte Variante des thailändischen Grillhähnchens. Diese Fassung verwendet knochenhaltige Hähnchenoberschenkel und einen Holzkohlegrill mit direkter und indirekter Zone. Plane mindestens drei Stunden Marinierzeit ein; für die angegebene Gesamtzeit ist die Mindestzeit zugrunde gelegt.
Saftiges Fleisch mit würziger, leicht süßlicher Marinade und kräftig gebräunter, knuspriger Haut; Kurkuma und Knoblauch duften beim Grillen deutlich.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenoberschenkel mit Küchenpapier trocken tupfen und lose Haut- und Fettstücke entfernen. An der dicksten Fleischstelle jeweils zwei flache Einschnitte bis knapp zum Knochen setzen, damit die Marinade besser anliegt.
Wichtig: Nach dem Umgang mit rohem Geflügel Hände, Arbeitsfläche und verwendete Geräte gründlich reinigen.
Knoblauch, Fischsauce, Austernsauce, Palmzucker, Kurkuma, weißen Pfeffer und Öl in einer Schüssel verrühren, bis der Zucker weitgehend gelöst ist.
Daran erkennst du es: Der Zucker ist weitgehend in der Marinade gelöst.
Das Hähnchen rundum mit der Marinade vermengen, abdecken und mindestens 3, höchstens 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. 20 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Übrig gebliebene Marinade, die rohes Hähnchen berührt hat, nicht weiterverwenden.
Daran erkennst du es: Das Hähnchen ist rundum mit Marinade bedeckt.
Wichtig: Rohe Marinade nicht als Sauce servieren oder nach dem Marinieren erneut verwenden.
Den Holzkohlegrill mit Deckel für direkte und indirekte Hitze einrichten: Kohlen auf einer Seite verteilen und die andere Seite als indirekte Zone freihalten. Bei geschlossenem Deckel etwa 180–200 °C Garraumtemperatur einregeln und den Rost reinigen.
Daran erkennst du es: Der Grill ist stabil im Zielbereich und die indirekte Zone liegt neben den Kohlen.
Wichtig: Grill im Freien und auf sicherem, hitzebeständigem Untergrund betreiben.
Die Hähnchenoberschenkel mit der Hautseite nach oben in die indirekte Zone legen. Deckel schließen und etwa 25–35 Minuten grillen. Nach etwa 15 Minuten wenden, weiterhin ohne sie direkt über die Kohlen zu legen.
Daran erkennst du es: Das Fett tritt sichtbar aus und das Fleisch ist fast durchgegart.
Das Hähnchen in die direkte Zone ziehen. Mit der Hautseite nach unten 2–4 Minuten grillen, bis die Haut kräftig gebräunt ist; dann wenden und die Fleischseite noch 1–2 Minuten rösten. Wegen des Palmzuckers aufmerksam bleiben und die Stücke bei zu starker Bräunung sofort zurück in die indirekte Zone legen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist kräftig gebräunt, aber nicht verbrannt.
Das dickste Stück seitlich nahe am Knochen, aber ohne die Sonde den Knochen berühren zu lassen, mit einem Grillthermometer prüfen. Das Hähnchen erst vom Grill nehmen, wenn die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht hat. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Mindestens 74 °C an der dicksten Stelle; mit Thermometer prüfen.
Wichtig: Die Kerntemperatur mit einem sauberen Lebensmittelthermometer messen.
Gut zu wissen
Fischsauce steht häufig bei den Würzsaucen in Asia-Märkten. Helle Sojasauce mit einer kleinen Prise Salz ist ein möglicher Ersatz; der Geschmack wird weniger kräftig und weniger typisch.
Austernsauce ist oft in Asia-Märkten oder in der internationalen Abteilung größerer Supermärkte erhältlich. Helle Sojasauce mit wenig Zucker ist ein möglicher Ersatz; die Marinade schmeckt dann salziger und weniger rund.
Palmzucker ist häufig als Block oder in kleinen Tütchen erhältlich. Brauner Zucker kann ihn ersetzen und löst sich meist schneller.
Weniger kräftiger und weniger typisch im Geschmack.
Fischsauce durch die helle Sojasauce und eine kleine Prise Salz ersetzen und mit den übrigen Zutaten zur Marinade verrühren.
Die Marinade wird salziger und weniger rund.
Austernsauce durch helle Sojasauce und eine kleine Menge Zucker ersetzen; die Süße vorsichtig an den eigenen Geschmack anpassen.
Schmeckt etwas direkter süß und löst sich schneller.
Palmzucker durch braunen Zucker ersetzen und beim Verrühren prüfen, ob er sich weitgehend gelöst hat.
Das Hähnchen zunächst indirekt vorgaren und die direkte Zone nur zum kurzen Bräunen nutzen.
Die Stücke sofort zurück in die indirekte Zone legen und dort weitergaren, bis die sichere Kerntemperatur erreicht ist.
Hähnchen vor dem Marinieren trocken tupfen und den Rost reinigen; erst zum Schluss direkt grillen.
Kurz weiter über der direkten Zone bräunen und dabei ständig beobachten, damit Zucker und Haut nicht verbrennen.
Die Zeit nur als Richtwert verwenden und an der dicksten Stelle mit einem Grillthermometer messen.
Das Hähnchen zurück auf den Grill legen und weitergaren, bis die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht.
Eine praktikable Alternative, wenn Palmzucker nicht verfügbar ist.
Für eine weniger kräftig gebräunte Haut die direkte Phase früher beenden.
Das Hähnchen bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren. 20 Minuten vor dem Grillen herausnehmen.
Gegartes Hähnchen nach dem Essen zügig kühlen und im Kühlschrank aufbewahren; innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen.
Nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen; bei sehr warmer Umgebung früher kühlen.
Gegartes Hähnchen luftdicht verpacken und einfrieren; für beste Qualität innerhalb von 3–4 Monaten verwenden.
Im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.
Die Haut verliert beim Einfrieren und Auftauen wahrscheinlich an Knusprigkeit.
Häufig gefragt
Mindestens 3 und höchstens 12 Stunden im Kühlschrank. Für die angegebene Mindest-Gesamtzeit ist eine Marinierzeit von 3 Stunden eingerechnet.
Die Rezeptfassung ist für einen Holzkohlegrill mit Deckel und Zweizonenfeuer beschrieben. Entscheidend ist, eine indirekte Zone zum Vorgaren und eine direkte Zone zum abschließenden Bräunen einzurichten.
Prüfe die dickste Stelle mit einem Grillthermometer. Sie muss mindestens 74 °C erreichen; die Grillzeit allein ist kein verlässlicher Gargradtest.
Für Fischsauce nennt das Rezept helle Sojasauce mit einer kleinen Prise Salz. Austernsauce kann durch helle Sojasauce mit wenig Zucker ersetzt werden; dadurch verändert sich der Geschmack.
Das Hähnchen wegen des Palmzuckers sofort zurück in die indirekte Zone legen und dort weitergaren, bis es mindestens 74 °C an der dicksten Stelle erreicht.
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