Narsharab finden
Narsharab ist eine dickflüssige Granatapfelmelasse. Du findest sie in türkischen, persischen oder aserbaidschanischen Lebensmittelgeschäften, in größeren Supermärkten und online.
Aserbaidschanische Grillküche
Unaufgespießte Hähnchenoberschenkel und Unterkeulen werden mit Zwiebel, Safran, Narsharab und Gewürzen mariniert, zunächst indirekt gegart und anschließend direkt über der Glut knusprig gebräunt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Aserbaidschanische Hähnchenkeulen vom Grill Safran, Zwiebel und Narsharab geben diesen Hähnchenteilen eine würzige, leicht herbe Note. Die Stücke bleiben bewusst unaufgespießt am Knochen und werden auf dem Zwei-Zonen-Grill erst indirekt gegart und anschließend direkt über der Glut gebräunt. So entsteht eine eigenständige Grillfassung für Hähnchenoberschenkel und Unterkeulen mit saftigem Fleisch und knuspriger Haut.
Saftiges Hähnchenfleisch mit knuspriger Haut, warmem Safranaroma, würziger Zwiebelnote und einer leicht herben Granatapfelmelasse.
Schritt für Schritt
Hähnchenoberschenkel und Unterkeulen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. An den dicksten Stellen jeweils zwei bis drei flache Einschnitte bis knapp zum Knochen setzen, damit die Marinade besser haftet.
Safranfäden mit 30 ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
Zwiebeln fein reiben. Zwiebel, Narsharab, Öl, Zitronensaft, Safranwasser, Paprikapulver, Koriander, Pfeffer und Salz in einer großen Schüssel verrühren.
Die Geflügelteile in die Marinade geben und rundum gründlich damit bedecken. Die Schüssel abdecken und das Hähnchen 4 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Grillen 30 Minuten bei Raumtemperatur temperieren.
Wichtig: Das Hähnchen während der Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren und nicht länger als angegeben bei Raumtemperatur stehen lassen.
Einen Holzkohlegrill für indirekte und direkte Hitze vorbereiten. Die Kohlen auf einer Seite verteilen und eine freie Zone lassen. Bei geschlossenem Deckel soll der Grillrost etwa 180 bis 200 °C erreichen. Den Rost reinigen und dünn einölen.
Wichtig: Beim Umgang mit heißer Kohle und dem Grillrost hitzebeständige Grillhandschuhe verwenden.
Die Hähnchenteile aus der Marinade nehmen und überschüssige Zwiebelmasse etwas abstreifen, damit sie über der Glut nicht verbrennt. Übrig gebliebene Marinade entsorgen. Die Stücke mit der Hautseite nach oben in die indirekte Zone legen und den Deckel schließen.
Wichtig: Rohe Marinade, die mit dem Hähnchen in Kontakt war, nicht weiterverwenden.
Das Hähnchen 25 bis 30 Minuten indirekt grillen und nach der Hälfte der Zeit wenden. Danach die Stücke über die direkte Hitze legen. Zuerst die Hautseite 2 bis 4 Minuten grillen, bis sie gebräunt und knusprig ist, dann kurz die andere Seite grillen. Bei aufflammendem Fett die Stücke sofort zurück in die indirekte Zone legen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt und knusprig, ohne zu verbrennen.
Wichtig: Fettbrand nicht mit Wasser löschen; die Hähnchenteile stattdessen in die indirekte Zone verschieben und den Deckel schließen.
Weitergrillen, bis das dickste Stück neben dem Knochen mindestens 75 °C Kerntemperatur erreicht. Je nach Größe dauert das insgesamt etwa 35 bis 45 Minuten. Die Temperatur an mehreren Stücken prüfen.
Daran erkennst du es: Mehrere Stücke erreichen mindestens 75 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn die Kerntemperatur an mehreren Stücken mindestens 75 °C erreicht hat.
Das fertige Hähnchen auf eine Platte legen und 5 bis 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch verteilt sich der Fleischsaft besser, bevor die Stücke serviert werden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche bleibt knusprig, während sich der Fleischsaft im Fleisch verteilt.
Gut zu wissen
Narsharab ist eine dickflüssige Granatapfelmelasse. Du findest sie in türkischen, persischen oder aserbaidschanischen Lebensmittelgeschäften, in größeren Supermärkten und online.
Safranfäden werden vor der Verwendung in heißem Wasser ausgelöst. Eine kleine Prise Kurkuma ersetzt höchstens die Farbe, nicht das feine Safranaroma.
Die Marinade wird etwas dünner und weniger konzentriert.
Granatapfelsaft und Zitronensaft einkochen, bis etwa 20 ml verbleiben, anschließend abkühlen lassen und anstelle des Narsharab in die Marinade geben.
Kurkuma liefert höchstens eine gelbliche Farbe, aber nicht das feine Safranaroma.
Eine kleine Prise Kurkuma direkt in die Marinade geben. Die Safranmenge nicht durch eine gleich große Menge Kurkuma ersetzen.
Überschüssige Zwiebelmasse vor dem Grillen abstreifen und die Stücke zunächst indirekt garen.
Die Stücke sofort in die indirekte Zone legen und verbrannte äußere Zwiebelreste vorsichtig entfernen.
Die Stücke bei aufflammendem Fett sofort aus der direkten Zone nehmen.
Hähnchen in die indirekte Zone verschieben, den Deckel schließen und erst nach Beruhigung der Flammen weitergrillen.
Die Kerntemperatur an mehreren Stücken neben dem Knochen messen.
Die Stücke in der indirekten Zone weitergrillen, bis mindestens 75 °C erreicht sind.
Die direkte Phase kurz halten und die Kerntemperatur regelmäßig prüfen.
Das Fleisch nach dem Grillen 5 bis 10 Minuten ruhen lassen und beim Servieren den austretenden Fleischsaft auffangen.
Das Hähnchen kann bis zu 12 Stunden vor dem Grillen in der Marinade im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Grillen 30 Minuten temperieren.
Häufig gefragt
Du kannst 30 ml ungesüßten Granatapfelsaft mit 1 TL Zitronensaft auf etwa 20 ml einkochen. Die Marinade wird dadurch etwas dünner und weniger konzentriert.
Eine kleine Prise Kurkuma ersetzt höchstens die Farbe, nicht das feine Safranaroma.
Das dickste Stück sollte neben dem Knochen mindestens 75 °C Kerntemperatur erreichen. Prüfe die Temperatur an mehreren Stücken.
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