Haut und Knochen belassen
Die Haut schützt das Fleisch während der indirekten Grillphase und wird beim direkten Finish knusprig. Lose Haut- und Fettstücke werden entfernt, die tragende Haut bleibt erhalten.
Österreichische Grillhendl-Variante
Hauttragende Hendlunterkeulen werden mit einem würzigen Rub aus Paprika, Majoran, Knoblauch und Kümmel eingerieben, zuerst indirekt gegrillt und zum Schluss direkt über der Hitze knusprig vollendet.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Hendlunterkeulen mit Majoran-Paprika-Rub verbinden saftiges Geflügel mit einer kräftigen, aromatischen Würzung. Die Keulen garen zunächst schonend in der indirekten Grillzone und bekommen erst am Ende direkt über der Hitze ihre knusprige Haut.
Außen knusprig und würzig, innen saftig und zart. Paprika sorgt für eine milde Süße, Majoran für eine kräuterige Note, während Knoblauch und Kümmel das herzhafte Aroma abrunden.
Schritt für Schritt
Die Hendlunterkeulen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Lose Haut- oder Fettstücke entfernen, die Haut selbst aber vollständig belassen.
Rapsöl, Paprikapulver, Majoran, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Kümmel in einer Schüssel verrühren. Die Mischung rundum auf den Hendlunterkeulen verteilen und besonders gut in die Haut einreiben.
Die gewürzten Keulen abgedeckt mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. 30 Minuten vor dem Grillen herausnehmen, damit sie nicht eiskalt auf den Rost kommen.
Wichtig: Rohes Geflügel bis zum Grillen gekühlt und abgedeckt aufbewahren.
Den Grill für indirektes Grillen auf 180 °C vorheizen. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben und eine freie Zone schaffen. Beim Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten. Eine Auffangschale unter die indirekte Zone stellen.
Wichtig: Die Auffangschale reduziert herabtropfendes Fett direkt über der Hitze.
Die Hendlunterkeulen mit der Hautseite nach oben in die indirekte Zone legen und den Deckel schließen. 35–45 Minuten grillen, bis das Fleisch fast gar ist. Nach etwa 25 Minuten einmal wenden, damit die Keulen gleichmäßig garen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist fast gar und die Keulen sind gleichmäßig gegart.
Die Keulen in die direkte Grillzone legen und bei 220–230 °C je Seite 2–4 Minuten knusprig grillen. Die Haut dabei aufmerksam beobachten, weil das austretende Fett Flammen verursachen kann. Bei aufflammender Glut die Keulen sofort zurück in die indirekte Zone legen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist knusprig und gleichmäßig gebräunt.
Wichtig: Bei Flammen die Keulen sofort aus der direkten Zone nehmen und in die indirekte Zone legen.
An der dicksten Stelle neben dem Knochen die Kerntemperatur prüfen. Sobald mindestens 75 °C erreicht sind und klarer Fleischsaft austritt, die Keulen vom Grill nehmen.
Daran erkennst du es: Mindestens 75 °C Kerntemperatur und klarer Fleischsaft.
Wichtig: Geflügel erst vom Grill nehmen, wenn die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.
Die Hendlunterkeulen 10 Minuten locker ruhen lassen. Dadurch verteilt sich der Fleischsaft, während die Haut knusprig bleibt. Anschließend heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Keulen sind heiß und die Haut bleibt knusprig.
Gut zu wissen
Die Haut schützt das Fleisch während der indirekten Grillphase und wird beim direkten Finish knusprig. Lose Haut- und Fettstücke werden entfernt, die tragende Haut bleibt erhalten.
Paprikapulver liefert Farbe und milde Würze, kann bei direkter starker Hitze aber rasch dunkel werden. Das Finish deshalb kurz halten und aufmerksam beobachten.
Der Geschmack bleibt neutral; die Würzmischung lässt sich gleichmäßig auftragen.
Das Rapsöl im Rub im gleichen Volumen durch Sonnenblumenöl ersetzen.
Die Haut mit Küchenpapier trocknen und das direkte Finish erst am Ende durchführen.
Die Keulen kurz länger in der direkten Zone grillen, dabei aber ständig auf dunkle Stellen und Flammen achten.
Zuerst die indirekte Grillphase vollständig durchführen und erst danach direkt knusprig grillen.
Die Keulen zurück in die indirekte Zone legen und bei geschlossenem Deckel fertig garen.
Das direkte Finish aufmerksam beobachten und eine freie indirekte Zone bereithalten.
Die Keulen sofort in die indirekte Zone legen, bis die Flammen zurückgehen.
Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle neben dem Knochen prüfen.
Die Keulen zurück auf den Grill legen und bis zum angegebenen Garzustand weitergrillen.
Die Hendlunterkeulen mit dem Rub würzen, abdecken und bis zu 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. 30 Minuten vor dem Grillen herausnehmen.
Häufig gefragt
Die indirekte Grillzone ermöglicht ein gleichmäßiges Garen, bevor die Haut am Ende direkt über der Hitze knusprig wird.
Nach etwa 25 Minuten in der indirekten Grillzone einmal wenden, damit sie gleichmäßig garen.
An der dicksten Stelle neben dem Knochen die Kerntemperatur messen. Bei mindestens 75 °C und klarem Fleischsaft können die Keulen vom Grill genommen werden.
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