Cowboy-Steak vom US-Grill

USA · direkt gegrilltes Ribeye

Dickes Ribeye-Steak am Knochen, das indirekt vorgart und über direkter Hitze eine kräftige Kruste erhält. Serviert wird es in Scheiben mit milder Knoblauch-Kräuterbutter.

Zum Rezept
Cowboy-Steak vom US-Grill
Vorbereitung 80 Minuten
Kochen / Backen 65 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 8 Std. 10 Min.
Gesamtzeit ca. 10 Std. 50 Min.
Menge 2–3 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gerichte aus intakten Einzel- und Portionsstücken
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Trockensalzen und Einsalzen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das indirekte Vorgaren bringt das dicke Steak gleichmäßig auf Temperatur, bevor die direkte Hitze für die Kruste sorgt.
  • Das Trockensalzen über mehrere Stunden würzt das Fleisch tiefgründiger und trocknet die Oberfläche für eine bessere Bräunung an.
  • Das kurze Reverse-Sear-Finish erzeugt kräftige Röstaromen, ohne das Innere unnötig weit durchzugaren.
  • Knoblauch, Thymian, Rosmarin und Zitronensaft geben der Butter Frische und runden das kräftige Rindfleischaroma ab.

Cowboy-Steak bezeichnet ein besonders dick geschnittenes Ribeye am Knochen, dessen Knochenende häufig kurz freigelegt wird. In dieser Variante gart das Steak zunächst bei indirekter Hitze, bevor es über der direkten Grillzone kräftig angegrillt wird. Die Knoblauch-Kräuterbutter wird sparsam während des Garens und anschließend zum Servieren eingesetzt.

Außen kräftig gebräunt und aromatisch geröstet, innen saftig und je nach Zieltemperatur medium-rare. Die Butter schmilzt über den warmen Scheiben und verbindet cremige, kräuterige Noten mit Knoblauch und einem leichten Zitronenakzent.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Grillen

  1. Steak salzen und kühlen

    Das Steak rundum trocken tupfen und gleichmäßig mit dem groben Salz würzen. Auf dem Gitterrost über einem Teller offen in den Kühlschrank stellen und 8–24 Stunden ruhen lassen.

    8 Stunden
    • Die offene Lagerung hilft, die Oberfläche trocken zu halten.

    Wichtig: Das rohe Steak während der gesamten Kühlzeit im Kühlschrank aufbewahren.

  2. Kräuterbutter anrühren

    Das Steak 60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen und erneut trocken tupfen. Butter, Knoblauch, Thymian, Rosmarin und Zitronensaft verrühren. 25 g zum Bestreichen und 55 g zum Servieren abteilen.

    60 Minuten
    • Die Butter lässt sich leichter verrühren, wenn sie bereits weich ist.
  3. Zweizonenfeuer einrichten

    Beim Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur einen Brenner einschalten. Den Grill mit geschlossenem Deckel auf 120–135 °C indirekte Hitze einregeln. Die direkte Zone später auf etwa 280–315 °C bringen.

    15 Minuten 128 °C
    • Die direkte und die indirekte Zone müssen klar voneinander getrennt sein.

    Wichtig: Beim Öffnen des heißen Grills auf austretende Hitze und mögliche Flammen achten.

  4. Indirekt vorgaren

    Das Steak rundum dünn mit dem Öl einreiben und mit dem grob gemahlenen Pfeffer würzen. Mit dem Knochen zur kühleren Seite auf den indirekten Bereich legen. Den Deckel schließen und etwa 25–35 Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.

    35 Minuten 128 °C

    Daran erkennst du es: Nach etwa der Hälfte der Zeit wenden.

    • Die Garzeit hängt stark von der Dicke und der Ausgangstemperatur des Steaks ab.
  5. Mit Butter bestreichen

    Sobald die Kerntemperatur an der dicksten Stelle, ohne den Knochen zu berühren, 45–48 °C erreicht, das Steak mit der Hälfte der vorbereiteten Butter bestreichen. Wenden, die zweite Seite bestreichen und weitere 8–15 Minuten indirekt garen, bis etwa 48–50 °C erreicht sind.

    15 Minuten 49 °C

    Daran erkennst du es: Vor dem direkten Angrillen etwa 48–50 °C Kerntemperatur erreichen.

    • Die Temperatur immer in der dicksten Stelle messen und den Knochen nicht berühren.
  6. Direkt angrillen

    Das Steak auf die direkte, sehr heiße Grillzone legen. Je Seite 90–120 Sekunden kräftig angrillen und anschließend die schmale Fettschicht etwa 30 Sekunden an die Glut halten. Bei Flammen das Steak kurz zurück in die indirekte Zone legen. Für medium-rare bei etwa 52–54 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen.

    5 Minuten 300 °C

    Daran erkennst du es: Für medium-rare bei etwa 52–54 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen.

    • Die kurze direkte Phase dient vor allem der Krustenbildung.

    Wichtig: Bei aufflammendem Fett das Steak sofort in die indirekte Zone zurücklegen.

  7. Ruhen lassen und aufschneiden

    Das Steak 8–10 Minuten locker ruhen lassen. Vom Knochen lösen und quer zur Faser in etwa 1–1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Mit der restlichen Knoblauch-Kräuterbutter servieren.

    10 Minuten
    • Das lockere Ruhen bewahrt mehr Saft in den geschnittenen Scheiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Trockene Oberfläche: Das Steak vor dem Salzen und nochmals vor dem Grillen gründlich trocken tupfen. Eine trockene Oberfläche unterstützt die Krustenbildung.
  • Knochen nicht mitmessen: Das Thermometer an der dicksten Stelle einführen, ohne den Knochen zu berühren, da der Knochen die Messung verfälschen kann.
  • Zwei Grillzonen nutzen: Das dicke Steak gart zunächst indirekt und erhält erst am Ende über direkter Hitze seine Kruste.

Zutatenwissen

Passender Zuschnitt

Beim Einkauf nach einem Cowboy Cut oder einem dicken Ribeye-Steak am Knochen fragen. Entscheidend für die Garzeit ist die Dicke von etwa 4–5 cm.

Butter aufteilen

Von den 80 g Kräuterbutter werden 25 g zum Bestreichen während des indirekten Garens und 55 g zum Servieren zurückbehalten.

Salz früh auftragen

Das grobe Salz wird 8–24 Stunden vor dem Grillen aufgetragen. Das Steak ruht dabei offen auf einem Gitterrost im Kühlschrank.

Sinnvolle Alternativen

Nicht pariertes Ribeye am Knochen

Das Knochenende ist möglicherweise nicht freigelegt; die Garzeit richtet sich weiterhin vor allem nach der Dicke des Steaks.

Ein nicht pariertes Ribeye am Knochen kann im gleichen Rezept verwendet werden. Die Temperaturkontrolle bleibt wichtiger als eine feste Zeitangabe.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Steak wird zu weit gegart oder bleibt deutlich kühler als geplant.

Die Kerntemperatur immer in der dicksten Stelle messen und den Knochen nicht berühren.

Bei zu niedriger Temperatur das Steak in der indirekten Zone weitergaren; bei zu hoher Temperatur nur noch kurz ruhen lassen und dünn aufschneiden.

Die Oberfläche verbrennt oder schmeckt bitter.

Das Steak bei Flammen kurz in die indirekte Zone zurücklegen und erst danach weiterarbeiten.

Verbrannte Stellen vorsichtig dünn abschneiden und das Steak in der indirekten Zone fertig garen.

Das Steak bekommt keine kräftige Kruste.

Das Steak erneut trocken tupfen und die direkte Zone auf etwa 280–315 °C bringen.

Das Steak nach dem indirekten Garen noch kurz über der direkten Zone angrillen, dabei die Oberfläche genau beobachten.

Das Steak ist außen weit gegart, während die Mitte noch deutlich kühler ist.

Das Steak zuerst indirekt vorgaren und erst zum Schluss direkt angrillen.

Das Steak zurück in die indirekte Zone legen und bis zur gewünschten Kerntemperatur weitergaren.

Servieren und kombinieren

  • In Scheiben mit Kräuterbutter: Das Steak vom Knochen lösen, quer zur Faser in 1–1,5 cm dicke Scheiben schneiden und mit der restlichen Knoblauch-Kräuterbutter servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Steak kann bereits 8–24 Stunden vor dem Grillen gesalzen und offen auf einem Gitterrost im Kühlschrank gelagert werden. Die Kräuterbutter lässt sich ebenfalls vorab anrühren und bis zum Grillen gekühlt aufbewahren.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Die Kräuterbutter enthält Butter aus Milch.

Lebensmittelsicherheit

  • Kühlung von rohem Fleisch: Das gesalzene rohe Steak während der 8–24-stündigen Ruhezeit offen auf dem Gitterrost im Kühlschrank aufbewahren.
  • Kerntemperatur messen: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen und den Knochen nicht berühren, damit die Messung die Fleischtemperatur abbildet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist ein Cowboy-Steak?

Ein Cowboy-Steak ist ein dick geschnittenes Ribeye-Steak am Knochen. Beim Einkauf kann es auch als Cowboy Cut oder dickes Ribeye am Knochen bezeichnet werden.

Warum wird das Steak zuerst indirekt gegrillt?

Das dicke Steak kann dadurch gleichmäßiger auf Temperatur kommen. Die direkte Hitze folgt erst am Ende und sorgt für die kräftige Kruste.

Wann ist das Steak medium-rare?

Für die im Rezept angegebene Variante wird das Steak bei etwa 52–54 °C Kerntemperatur vom Grill genommen und anschließend 8–10 Minuten ruhen gelassen.

Wo bekomme ich einen passenden Zuschnitt?

Beim Metzger oder an der Fleischtheke nach einem Cowboy Cut oder einem 4–5 cm dicken Ribeye-Steak am Knochen fragen. Ein nicht pariertes Ribeye am Knochen funktioniert ebenfalls.

Aus unserer Küche

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