Rote Adjika

Georgische Chilisauce

Rohe georgische Chilipaste aus roter Paprika, roten Chilis, Knoblauch, frischen Kräutern und georgischen Gewürzen. Die grobe, ungekochte Adjika wird als kräftiger Dip und würziger Begleiter zu Mtsvadi und anderem Grillfleisch serviert.

Zum Rezept
Rote Adjika zu georgischem Grillfleisch
Vorbereitung 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 2 Std. 25 Min.
Menge etwa 550 g, ca. 22 Portionen als Begleitsauce
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche, Saucen
Prägende Zutatenfamilie Essbare Blüten und Blütenkelche, Gemüse, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Mahlen, Zerstoßen und Verreiben
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Rote Spitzpaprika geben der Paste Körper, Farbe und eine milde, fruchtige Grundlage für die Schärfe der Chilis.
  • Knoblauch, Koriander, Basilikum und die gemahlenen georgischen Gewürze sorgen für ein intensives, frisches und leicht florales Aroma.
  • Das grobe Pulsieren bewahrt eine körnige Struktur, statt die Zutaten zu einem glatten Püree zu verarbeiten.
  • Die zweistündige Ziehzeit verteilt Salz und Gewürze gleichmäßig und rundet den Geschmack ab.

Rote Adjika bringt die Schärfe roter Chilis, die frische Süße von Spitzpaprika und intensive Kräuter- und Gewürznoten zusammen. Die Zutaten werden nicht gekocht, sondern grob gemahlen und anschließend im Kühlschrank ziehen gelassen. So bleibt die Paste lebendig, körnig und aromatisch. Ein bis zwei Teelöffel genügen als kalte Sauce zu gegrilltem Mtsvadi, Schweinefleisch oder Geflügel.

Leuchtend rot, dick und leicht körnig. Die Adjika schmeckt zunächst fruchtig und kräuterfrisch, danach deutlich scharf und würzig. Knoblauch, Koriander und Basilikum bleiben präsent; der blaue Bockshornklee und die Ringelblumenblüten ergänzen eine warme, leicht florale Tiefe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Waschen und vorbereiten

    Paprika, Chilischoten, Koriander und Basilikum gründlich waschen und vollständig trocken tupfen. Die Paprika entkernen und die Chilischoten entstielen. Bei der Hälfte der Chilischoten die Kerne entfernen, damit die Adjika deutlich scharf bleibt, ohne maximal scharf zu werden.

    Daran erkennst du es: Alle frischen Zutaten sind sauber und vollständig trocken; die Paprika und Chilis sind vorbereitet.

    • Feuchtigkeit verdünnt die rohe Paste und kann ihre grobe Konsistenz beeinträchtigen.

    Wichtig: Für die rohe Zubereitung eine saubere Schüssel verwenden und die Hände nach dem Kontakt mit Chilis gründlich waschen.

  2. Gewürze zerreiben

    Koriandersaat, blauen Bockshornklee und Ringelblumenblüten in einem Mörser kurz zerreiben. Nicht erhitzen, damit die frischen Gewürznoten erhalten bleiben.

    Daran erkennst du es: Die Gewürze sind gleichmäßig aufgebrochen und duften aromatisch, aber nicht geröstet.

    • Nur kurz zerreiben; die Mischung muss nicht zu feinem Pulver werden.
  3. Frische Zutaten grob zerkleinern

    Paprika, Chilischoten, Knoblauch, Koriander und Basilikum in den Food-Prozessor geben. Mehrfach kurz pulsieren, bis eine grobe, körnige Paste entsteht. Nicht zu einem glatten Püree verarbeiten. Alternativ die Zutaten portionsweise im großen Mörser zerstoßen.

    Daran erkennst du es: Die Paste ist grob, körnig und zusammenhängend; einzelne Farb- und Kräuteranteile bleiben erkennbar.

    • Kurze Pulse geben mehr Kontrolle als ein durchgehendes Mixen.

    Wichtig: Beim Arbeiten mit rohen Chilis Gesicht und Augen nicht berühren.

  4. Würzen und vermengen

    Die Gewürzmischung und das Salz zur Paprikapaste geben. Weitere 30 bis 60 Sekunden pulsieren oder gründlich von Hand verrühren, bis die Mischung gleichmäßig rot, dick und leicht körnig ist.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Salz und Gewürze sind gleichmäßig verteilt; die Paste bleibt dick und leicht körnig.

    • Nicht länger als nötig mixen, damit die gewünschte grobe Textur erhalten bleibt.
  5. Im Kühlschrank ziehen lassen

    Die Adjika in eine saubere Schüssel geben und abgedeckt 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Nach etwa einer Stunde einmal umrühren, damit sich Salz und Gewürze gleichmäßig verteilen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Paste ist durchgezogen und gleichmäßig gewürzt.

    • Die Schüssel während der gesamten Ziehzeit abdecken.

    Wichtig: Die rohe Adjika während der Ziehzeit im Kühlschrank aufbewahren.

  6. Servieren

    Vor dem Servieren nochmals umrühren. Je nach gewünschter Schärfe 1 bis 2 Teelöffel pro Person zu gegrilltem Mtsvadi, anderem Schweinefleisch vom Holzkohlegrill oder gegrilltem Geflügel reichen. Die Adjika als kalte Sauce beziehungsweise Dip neben dem Grillgut servieren.

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist kalt, gleichmäßig vermengt und lässt sich mit dem Löffel dosieren.

    • Mit einem kleinen Löffel beginnen und nach Geschmack mehr Adjika dazugeben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Grobe Konsistenz bewahren: Die Adjika soll körnig und dick bleiben. Zu langes Mixen macht sie glatt und verändert den Charakter der rohen Chilipaste.
  • Gewürze nicht erhitzen: Koriandersaat, blauer Bockshornklee und Ringelblumenblüten nur kurz im Mörser zerreiben. Durch Erhitzen würden die frischen Gewürznoten der Mischung verändert.
  • Schärfe steuern: Durch das Entfernen der Kerne aus der Hälfte der Chilischoten bleibt die Adjika deutlich scharf, ohne maximal scharf zu werden.
  • Ziehzeit einplanen: Die zweistündige Kühlschrankruhe gehört zum Rezept: Nach etwa einer Stunde wird einmal umgerührt, damit sich Salz und Gewürze gleichmäßig verteilen.

Zutatenwissen

Blauer Bockshornklee

Blauer Bockshornklee wird häufig unter der Bezeichnung Utskho Suneli angeboten. Gewöhnliches Bockshornkleepulver schmeckt kräftiger und bitterer und sollte daher sparsamer dosiert werden.

Ringelblumenblüten

Getrocknete Ringelblumenblüten geben der Adjika eine florale Note. Sie können entfallen; die Paste bleibt dann würzig und scharf, schmeckt aber weniger floral.

Basilikum-Auswahl

Violetter Basilikum oder Thai-Basilikum passt zur frischen, kräuterbetonten Aromatik der Adjika.

Sinnvolle Alternativen

gewöhnliches Bockshornkleepulver

Der Geschmack wird kräftiger und bitterer als mit blauem Bockshornklee.

Das gewöhnliche Bockshornkleepulver anstelle des blauen Bockshornklees verwenden und die geringere Menge einhalten.

keine Ersetzung

Die Adjika wird weniger floral, bleibt aber würzig und scharf.

Die Ringelblumenblüten einfach weglassen und die übrigen Zutaten unverändert verarbeiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Adjika wird glatt statt grob und körnig.

Mehrfach kurz pulsieren und die Konsistenz nach jedem Durchgang prüfen.

Falls die Paste bereits zu glatt ist, beim nächsten Ansatz kürzer pulsieren; die fertige Konsistenz lässt sich nicht vollständig zurückgewinnen.

Die Paste wird dünn oder wässrig.

Die frischen Zutaten vor dem Zerkleinern gründlich waschen und vollständig trocknen.

Die Paste länger gekühlt ziehen lassen und beim Servieren portionsweise dosieren.

Die Gewürzmischung wirkt weniger frisch und ausgewogen.

Die Gewürze nur kurz kalt im Mörser zerreiben.

Die Adjika ist schärfer als gewünscht.

Bei der Hälfte der Chilischoten die Kerne entfernen und die Schärfe vor dem Servieren mit kleinen Portionen testen.

Die Adjika vorsichtig portionsweise zu mehr Paprikabasis geben; die Schärfe lässt sich in der fertigen Menge nur begrenzt reduzieren.

Servieren und kombinieren

  • Zu Mtsvadi: Die kalte Adjika als würzigen Dip neben gegrilltem Mtsvadi reichen. Je nach gewünschter Schärfe zunächst 1 Teelöffel pro Person dosieren.
  • Zu gegrilltem Schweinefleisch: Die Paste passt zu anderem Schweinefleisch vom Holzkohlegrill und setzt einen kräftigen Kontrast zu den Röstaromen des Fleisches.
  • Zu gegrilltem Geflügel: Auch gegrilltes Geflügel kann mit einem kleinen Löffel Adjika serviert werden. Die frischen Kräuter und die Schärfe beleben mildere Fleischstücke.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Adjika mindestens 2 Stunden vor dem Servieren zubereiten, abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen und nach etwa einer Stunde einmal umrühren.

Lebensmittelsicherheit

  • Hygiene bei roher Zubereitung: Paprika, Chilis und Kräuter gründlich waschen und vollständig trocken tupfen. Für die Adjika eine saubere Schüssel verwenden und die rohe Sauce während der Ziehzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie scharf wird die rote Adjika?

Sie bleibt deutlich scharf, aber nicht maximal scharf, weil bei der Hälfte der Chilischoten die Kerne entfernt werden. Für die gewünschte Schärfe portionsweise servieren.

Kann ich die Adjika glatt pürieren?

Nein. Die Zutaten sollen nur kurz pulsieren, damit eine grobe, körnige Paste entsteht.

Was kann ich statt blauem Bockshornklee verwenden?

Gewöhnliches Bockshornkleepulver ist möglich, schmeckt aber kräftiger und bitterer. Dafür etwa 5 g verwenden.

Kann ich die Ringelblumenblüten weglassen?

Ja. Die Adjika wird dann weniger floral, bleibt aber würzig und scharf.

Wozu passt rote Adjika?

Sie wird kalt als Sauce oder Dip zu Mtsvadi, anderem Schweinefleisch vom Holzkohlegrill und gegrilltem Geflügel serviert.

Aus unserer Küche

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