Carne a la tampiqueña vom Grill

Mexikanisches Rindersteak

Mexikanisches Grillgericht mit Aguayón-Steaks, rauchigen Poblano-Rajas, schwarzen Bohnen, Salsa verde und gegrilltem Queso Panela.

Zum Rezept
Carne a la tampiqueña vom Grill
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Mehrkomponenten-Teller und -Platten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Grillen, Kochen in Flüssigkeit, Pürieren und Mixen, Sanftes Köcheln
Würzanwendung Marinieren
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die kurze Marinade mit bitterer Orange bringt Säure und Fruchtigkeit, ohne den Eigengeschmack des Rindfleischs zu überdecken.
  • Direkte Grillhitze sorgt für kräftige Röstaromen an Steaks, Poblanos und Käse.
  • Bohnen, Salsa verde und gegrillter Queso Panela ergänzen das Steak mit cremigen, säuerlichen und mild-würzigen Kontrasten.

Direkt gegrillte Aguayón-Steaks treffen bei dieser Carne a la tampiqueña auf rauchige Poblano-Rajas, cremig-würzige schwarze Bohnen, frische Salsa verde und warmen Queso Panela. Die Beilagen werden separat zubereitet und erst beim Servieren zu einem aromatischen Mehrkomponenten-Teller verbunden.

Kräftig gegrilltes, saftiges Rindfleisch mit rauchigen Poblanos, säuerlich-frischer Salsa verde, weich-würzigen schwarzen Bohnen und mildem, warmem Grillkäse.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Grill vorbereiten und Poblanos rösten

    Richte den Grill für direkte mittlere bis starke Hitze bei etwa 220 bis 250 °C ein. Reinige den Rost und öle ihn dünn. Lege die Poblano-Chilis direkt über die Hitze und grille sie 8 bis 10 Minuten, bis die Haut rundum dunkel blasig ist. Wende sie mehrmals.

    10 Minuten 235 °C

    Daran erkennst du es: Die Haut ist rundum dunkel und blasig.

    • Der Rost sollte sauber und nur dünn geölt sein, damit die Chilis gut rösten und sich wenden lassen.

    Wichtig: Beim Wenden eine lange Grillzange verwenden; der Rost und austretender Dampf sind sehr heiß.

  2. Poblanos häuten und schneiden

    Gib die heißen Chilis in eine Schüssel, decke sie ab und lasse sie 10 Minuten ruhen. Ziehe anschließend die Haut ab, entferne Stiele und Kerne und schneide das Fruchtfleisch in breite Streifen. Während die Chilis ruhen, kannst du mit der Salsa verde beginnen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut lässt sich leicht abziehen und das Fruchtfleisch bleibt weich.

    • Die gerösteten Chilis nicht unter Wasser abspülen, damit ihr rauchiges Aroma erhalten bleibt.

    Wichtig: Die Chilis können im Inneren noch sehr heiß sein.

  3. Salsa verde kochen

    Koche Tomatillos, Serrano, Knoblauch und 60 g der Zwiebel in reichlich Wasser etwa 5 Minuten, bis die Tomatillos weich, aber noch grün sind. Gieße sie ab und püriere sie mit Koriander, 80 ml Wasser und 2 g Salz grob. Erhitze 15 ml Maisöl in einem kleinen Topf, gieße die Salsa hinein und lasse sie 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tomatillos sind weich, bleiben aber grün; die Salsa ist grob püriert und leicht eingedickt.

    • Die Salsa nur grob pürieren, damit sie etwas Struktur behält.

    Wichtig: Beim Pürieren heißer Zutaten den Behälter nicht überfüllen und Dampf entweichen lassen.

  4. Poblano-Rajas zubereiten

    Schneide die übrige Zwiebel in feine Streifen. Erhitze 10 ml Maisöl in einer Pfanne, brate die Zwiebel 5 Minuten an und gib dann die Poblano-Streifen dazu. Würze mit 1 g Salz und brate weitere 3 bis 4 Minuten, bis die Rajas weich, aber nicht matschig sind.

    9 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und die Rajas zart, behalten aber noch Biss.

    • Die Rajas nicht zu lange garen, damit sie ihre Struktur behalten.
  5. Schwarze Bohnen erwärmen

    Erhitze die restlichen 5 ml Maisöl in einem zweiten Topf. Gib die schwarzen Bohnen, 80 ml Wasser und den Epazote-Zweig hinein. Zerdrücke etwa ein Drittel der Bohnen mit dem Kochlöffel und lasse alles 8 bis 10 Minuten leise köcheln. Entferne den Epazote-Zweig und schmecke die Bohnen mit 2 g Salz ab.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Ein Teil der Bohnen ist zerdrückt, die Mischung ist saftig und heiß.

    • Nur etwa ein Drittel der Bohnen zerdrücken, damit die Beilage zugleich cremig und stückig bleibt.

    Wichtig: Den Epazote-Zweig vor dem Servieren vollständig entfernen.

  6. Steaks marinieren

    Lege die Steaks in eine flache Schale, verteile den Saft bitterer Orange darüber und würze beide Seiten mit dem restlichen Salz und dem schwarzen Pfeffer. Lasse das Fleisch 15 Minuten marinieren. Tupfe es anschließend leicht trocken, damit es auf dem Grill sauber bräunt.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht abgetrocknet und nicht mehr stark mit Marinade bedeckt.

    • Die Marinierzeit bleibt bewusst kurz, damit die Oberfläche beim Grillen gut bräunt.

    Wichtig: Rohes Fleisch und die Marinade getrennt von verzehrfertigen Zutaten handhaben.

  7. Steaks grillen und ruhen lassen

    Grille die Steaks direkt über der mittleren bis starken Hitze 3 bis 4 Minuten pro Seite und wende sie nur einmal. Für medium rare sind nach dem Ruhen etwa 54 bis 56 °C Kerntemperatur passend, für medium etwa 60 bis 63 °C. Nimm das Fleisch vom Grill und lasse es 5 Minuten ruhen.

    13 Minuten 235 °C

    Daran erkennst du es: Nach dem Ruhen erreicht das Steak für medium rare etwa 54 bis 56 °C, für medium etwa 60 bis 63 °C Kerntemperatur.

    • Die Steaks nur einmal wenden, damit die Grillspuren deutlich bleiben und weniger Saft verloren geht.

    Wichtig: Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen, ohne den Messfühler bis zur Grillfläche durchzustecken.

  8. Queso Panela grillen

    Lege die Scheiben Queso Panela auf den sauberen Grillrost und grille sie etwa 1 bis 2 Minuten pro Seite, bis sie deutliche Grillspuren haben und an den Rändern warm werden.

    4 Minuten 235 °C

    Daran erkennst du es: Deutliche Grillspuren sind sichtbar und die Ränder sind warm, ohne dass der Käse zerläuft.

    • Den Käse erst auf den sauberen Rost legen, wenn die Steaks heruntergenommen wurden.
  9. Anrichten und servieren

    Verteile die schwarzen Bohnen auf 4 Tellern. Lege je ein Steak darauf oder daneben und gib die Poblano-Rajas darüber. Serviere die Salsa verde separat oder löffle sie sparsam über das Fleisch. Mit je einer Scheibe gegrilltem Queso Panela servieren.

    • Die Salsa separat reichen, wenn jeder selbst Säure und Schärfe dosieren soll.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Direkte Hitze nutzen: Steaks und Poblanos werden direkt über der Hitze gegrillt. Ein sauberer, dünn geölter Rost unterstützt gleichmäßige Grillspuren und verhindert unnötiges Anhaften.
  • Marinade kurz halten: Die Steaks nur 15 Minuten in bitterem Orangensaft marinieren und anschließend leicht trocken tupfen. So bleibt die Oberfläche grillfähig und bräunt sauber.
  • Arbeitsschritte verbinden: Während die gerösteten Poblanos abgedeckt ruhen, kann die Salsa verde zubereitet werden. Bohnen und Rajas lassen sich anschließend parallel erwärmen beziehungsweise braten, während die Steaks marinieren.
  • Käse zuletzt grillen: Queso Panela erst kurz vor dem Anrichten auf den sauberen Rost legen. So bleibt er warm und erhält Grillspuren, ohne lange auf dem Teller zu stehen.

Zutatenwissen

Bittere Orange

Saft bitterer Orange ist häufig in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Saftregalen oder tiefgekühlt erhältlich.

Poblano-Chilis

Frische Poblanos gibt es häufig in lateinamerikanischen Märkten und größeren Gemüseabteilungen. Geröstet entwickeln sie eine dunkle, rauchige Note.

Tomatillos

Tomatillos sind grüne Früchte mit papierartiger Hülle und werden vor allem in lateinamerikanischen Märkten angeboten.

Queso Panela

Queso Panela ist ein milder, schnittfester Frischkäse aus der lateinamerikanischen Küche. Er lässt sich kurz grillen, ohne sofort zu schmelzen.

Sinnvolle Alternativen

Orangensaft mit Limettensaft

Die Marinade wird fruchtiger und weniger bitter.

Bitteren Orangensaft im gleichen Gesamtvolumen durch 45 ml Orangensaft und 15 ml Limettensaft ersetzen.

Grüne Spitzpaprika und eine kleine Jalapeño

Die Röstnote wird milder und die Schärfe ungleichmäßiger.

Poblano-Chilis durch grüne Spitzpaprika und eine kleine Jalapeño ersetzen. Beide ebenfalls direkt grillen, häuten, entkernen und in Streifen schneiden.

Feste grüne Tomaten und Limettensaft

Die Salsa wird weniger säuerlich und etwas tomatiger.

Tomatillos durch 300 g feste grüne Tomaten ersetzen und beim Pürieren 1 Esslöffel Limettensaft ergänzen.

Milder Grillkäse

Der Ersatz ist meist salziger und fester als Queso Panela.

Queso Panela durch 200 g milden Grillkäse in dicken Scheiben ersetzen und ebenso kurz pro Seite grillen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Poblanos verbrennen außen, bleiben aber innen fest.

Direkte mittlere bis starke Hitze verwenden und die Chilis während der 8 bis 10 Minuten mehrmals wenden.

Sehr dunkle Stellen entfernen, die Chilis abgedeckt ruhen lassen und das noch weiche Fruchtfleisch weiterverwenden.

Die Steaks bräunen nicht sauber und dampfen auf dem Grill.

Die Steaks nach 15 Minuten Marinierzeit leicht trocken tupfen.

Die Steaks kurz von der stärksten Hitze nehmen, die Oberfläche vorsichtig abtupfen und anschließend weitergrillen.

Die Poblano-Rajas werden weich und matschig.

Die Zwiebeln zuerst anbraten und die Poblano-Streifen erst für die letzten 3 bis 4 Minuten hinzufügen.

Die Rajas aus der heißen Pfanne nehmen und mit frischen gerösteten Poblano-Streifen ergänzen, falls vorhanden.

Der Queso Panela wird trocken oder zerfällt auf dem Rost.

Den Käse erst am Ende auflegen und nur 1 bis 2 Minuten pro Seite grillen.

Den Käse sofort vom Rost nehmen und warm auf den Bohnen servieren.

Varianten

Mildere Rajas mit Spitzpaprika

Eine mildere Rajas-Variante mit grüner Spitzpaprika und einer kleinen Jalapeño statt Poblanos.

Fruchtigere Zitrusmarinade

Die Marinade wird mit Orangensaft und Limettensaft fruchtiger und weniger bitter.

Salsa verde mit grünen Tomaten

Eine etwas tomatiger schmeckende Salsa verde mit festen grünen Tomaten.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch als Mehrkomponenten-Teller: Bohnen als Grundlage auf den Teller geben, Steak und Rajas daraufsetzen, Salsa verde sparsam darüberlöffeln und den gegrillten Queso Panela danebenlegen.
  • Salsa separat reichen: Die Salsa verde separat servieren, damit jeder Schärfe und Säure selbst dosieren kann. Das passt besonders gut, wenn die rauchigen Rajas im Mittelpunkt stehen sollen.
  • Bohnen und Grillkäse betonen: Für einen besonders herzhaften Teller die Bohnen großzügig anrichten und den Queso Panela direkt neben dem Steak platzieren, damit seine Grillspuren sichtbar bleiben.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Queso Panela ist ein Milchprodukt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wodurch kann ich bittere Orange ersetzen?

Mische 45 ml Orangensaft mit 15 ml Limettensaft. Die Marinade wird dadurch fruchtiger und weniger bitter.

Was kann ich statt Poblano-Chilis verwenden?

Grüne Spitzpaprika und eine kleine Jalapeño sind eine mögliche Alternative. Die Röstnote wird milder und die Schärfe ungleichmäßiger.

Was nehme ich, wenn ich keine Tomatillos finde?

Verwende 300 g feste grüne Tomaten und ergänze 1 Esslöffel Limettensaft. Die Salsa schmeckt dann etwas tomatiger und weniger säuerlich.

Welcher Käse eignet sich als Ersatz für Queso Panela?

Ein milder Grillkäse funktioniert ebenfalls. Er ist meist salziger und fester, lässt sich aber ebenso kurz auf dem Grill erwärmen.

Welche Kerntemperatur passt für das Steak?

Für medium rare sind nach dem Ruhen etwa 54 bis 56 °C passend, für medium etwa 60 bis 63 °C.

Aus unserer Küche

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