Bittere Orange
Saft bitterer Orange ist häufig in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Saftregalen oder tiefgekühlt erhältlich.
Mexikanisches Rindersteak
Mexikanisches Grillgericht mit Aguayón-Steaks, rauchigen Poblano-Rajas, schwarzen Bohnen, Salsa verde und gegrilltem Queso Panela.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Direkt gegrillte Aguayón-Steaks treffen bei dieser Carne a la tampiqueña auf rauchige Poblano-Rajas, cremig-würzige schwarze Bohnen, frische Salsa verde und warmen Queso Panela. Die Beilagen werden separat zubereitet und erst beim Servieren zu einem aromatischen Mehrkomponenten-Teller verbunden.
Kräftig gegrilltes, saftiges Rindfleisch mit rauchigen Poblanos, säuerlich-frischer Salsa verde, weich-würzigen schwarzen Bohnen und mildem, warmem Grillkäse.
Schritt für Schritt
Richte den Grill für direkte mittlere bis starke Hitze bei etwa 220 bis 250 °C ein. Reinige den Rost und öle ihn dünn. Lege die Poblano-Chilis direkt über die Hitze und grille sie 8 bis 10 Minuten, bis die Haut rundum dunkel blasig ist. Wende sie mehrmals.
Daran erkennst du es: Die Haut ist rundum dunkel und blasig.
Wichtig: Beim Wenden eine lange Grillzange verwenden; der Rost und austretender Dampf sind sehr heiß.
Gib die heißen Chilis in eine Schüssel, decke sie ab und lasse sie 10 Minuten ruhen. Ziehe anschließend die Haut ab, entferne Stiele und Kerne und schneide das Fruchtfleisch in breite Streifen. Während die Chilis ruhen, kannst du mit der Salsa verde beginnen.
Daran erkennst du es: Die Haut lässt sich leicht abziehen und das Fruchtfleisch bleibt weich.
Wichtig: Die Chilis können im Inneren noch sehr heiß sein.
Koche Tomatillos, Serrano, Knoblauch und 60 g der Zwiebel in reichlich Wasser etwa 5 Minuten, bis die Tomatillos weich, aber noch grün sind. Gieße sie ab und püriere sie mit Koriander, 80 ml Wasser und 2 g Salz grob. Erhitze 15 ml Maisöl in einem kleinen Topf, gieße die Salsa hinein und lasse sie 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln.
Daran erkennst du es: Die Tomatillos sind weich, bleiben aber grün; die Salsa ist grob püriert und leicht eingedickt.
Wichtig: Beim Pürieren heißer Zutaten den Behälter nicht überfüllen und Dampf entweichen lassen.
Schneide die übrige Zwiebel in feine Streifen. Erhitze 10 ml Maisöl in einer Pfanne, brate die Zwiebel 5 Minuten an und gib dann die Poblano-Streifen dazu. Würze mit 1 g Salz und brate weitere 3 bis 4 Minuten, bis die Rajas weich, aber nicht matschig sind.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und die Rajas zart, behalten aber noch Biss.
Erhitze die restlichen 5 ml Maisöl in einem zweiten Topf. Gib die schwarzen Bohnen, 80 ml Wasser und den Epazote-Zweig hinein. Zerdrücke etwa ein Drittel der Bohnen mit dem Kochlöffel und lasse alles 8 bis 10 Minuten leise köcheln. Entferne den Epazote-Zweig und schmecke die Bohnen mit 2 g Salz ab.
Daran erkennst du es: Ein Teil der Bohnen ist zerdrückt, die Mischung ist saftig und heiß.
Wichtig: Den Epazote-Zweig vor dem Servieren vollständig entfernen.
Lege die Steaks in eine flache Schale, verteile den Saft bitterer Orange darüber und würze beide Seiten mit dem restlichen Salz und dem schwarzen Pfeffer. Lasse das Fleisch 15 Minuten marinieren. Tupfe es anschließend leicht trocken, damit es auf dem Grill sauber bräunt.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht abgetrocknet und nicht mehr stark mit Marinade bedeckt.
Wichtig: Rohes Fleisch und die Marinade getrennt von verzehrfertigen Zutaten handhaben.
Grille die Steaks direkt über der mittleren bis starken Hitze 3 bis 4 Minuten pro Seite und wende sie nur einmal. Für medium rare sind nach dem Ruhen etwa 54 bis 56 °C Kerntemperatur passend, für medium etwa 60 bis 63 °C. Nimm das Fleisch vom Grill und lasse es 5 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Nach dem Ruhen erreicht das Steak für medium rare etwa 54 bis 56 °C, für medium etwa 60 bis 63 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen, ohne den Messfühler bis zur Grillfläche durchzustecken.
Lege die Scheiben Queso Panela auf den sauberen Grillrost und grille sie etwa 1 bis 2 Minuten pro Seite, bis sie deutliche Grillspuren haben und an den Rändern warm werden.
Daran erkennst du es: Deutliche Grillspuren sind sichtbar und die Ränder sind warm, ohne dass der Käse zerläuft.
Verteile die schwarzen Bohnen auf 4 Tellern. Lege je ein Steak darauf oder daneben und gib die Poblano-Rajas darüber. Serviere die Salsa verde separat oder löffle sie sparsam über das Fleisch. Mit je einer Scheibe gegrilltem Queso Panela servieren.
Gut zu wissen
Saft bitterer Orange ist häufig in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Saftregalen oder tiefgekühlt erhältlich.
Frische Poblanos gibt es häufig in lateinamerikanischen Märkten und größeren Gemüseabteilungen. Geröstet entwickeln sie eine dunkle, rauchige Note.
Tomatillos sind grüne Früchte mit papierartiger Hülle und werden vor allem in lateinamerikanischen Märkten angeboten.
Queso Panela ist ein milder, schnittfester Frischkäse aus der lateinamerikanischen Küche. Er lässt sich kurz grillen, ohne sofort zu schmelzen.
Die Marinade wird fruchtiger und weniger bitter.
Bitteren Orangensaft im gleichen Gesamtvolumen durch 45 ml Orangensaft und 15 ml Limettensaft ersetzen.
Die Röstnote wird milder und die Schärfe ungleichmäßiger.
Poblano-Chilis durch grüne Spitzpaprika und eine kleine Jalapeño ersetzen. Beide ebenfalls direkt grillen, häuten, entkernen und in Streifen schneiden.
Die Salsa wird weniger säuerlich und etwas tomatiger.
Tomatillos durch 300 g feste grüne Tomaten ersetzen und beim Pürieren 1 Esslöffel Limettensaft ergänzen.
Der Ersatz ist meist salziger und fester als Queso Panela.
Queso Panela durch 200 g milden Grillkäse in dicken Scheiben ersetzen und ebenso kurz pro Seite grillen.
Direkte mittlere bis starke Hitze verwenden und die Chilis während der 8 bis 10 Minuten mehrmals wenden.
Sehr dunkle Stellen entfernen, die Chilis abgedeckt ruhen lassen und das noch weiche Fruchtfleisch weiterverwenden.
Die Steaks nach 15 Minuten Marinierzeit leicht trocken tupfen.
Die Steaks kurz von der stärksten Hitze nehmen, die Oberfläche vorsichtig abtupfen und anschließend weitergrillen.
Die Zwiebeln zuerst anbraten und die Poblano-Streifen erst für die letzten 3 bis 4 Minuten hinzufügen.
Die Rajas aus der heißen Pfanne nehmen und mit frischen gerösteten Poblano-Streifen ergänzen, falls vorhanden.
Den Käse erst am Ende auflegen und nur 1 bis 2 Minuten pro Seite grillen.
Den Käse sofort vom Rost nehmen und warm auf den Bohnen servieren.
Eine mildere Rajas-Variante mit grüner Spitzpaprika und einer kleinen Jalapeño statt Poblanos.
Die Marinade wird mit Orangensaft und Limettensaft fruchtiger und weniger bitter.
Eine etwas tomatiger schmeckende Salsa verde mit festen grünen Tomaten.
Häufig gefragt
Mische 45 ml Orangensaft mit 15 ml Limettensaft. Die Marinade wird dadurch fruchtiger und weniger bitter.
Grüne Spitzpaprika und eine kleine Jalapeño sind eine mögliche Alternative. Die Röstnote wird milder und die Schärfe ungleichmäßiger.
Verwende 300 g feste grüne Tomaten und ergänze 1 Esslöffel Limettensaft. Die Salsa schmeckt dann etwas tomatiger und weniger säuerlich.
Ein milder Grillkäse funktioniert ebenfalls. Er ist meist salziger und fester, lässt sich aber ebenso kurz auf dem Grill erwärmen.
Für medium rare sind nach dem Ruhen etwa 54 bis 56 °C passend, für medium etwa 60 bis 63 °C.
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