Tamarindenpaste
Tamarindenpaste ist im Asia-Regal größerer Supermärkte oder in Asia-Läden erhältlich. Sie bringt eine runde Säure in die Glasur.
Würzglasur, Malaysia
Eine sämige malaysische Kokos-Chili-Glasur mit Schalotten, Ingwer, Knoblauch, Zitronengras und Tamarinde. Sie wird langsam eingekocht und haftet in dünnen Schichten an gegrilltem Hähnchen oder Fisch.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kuah percik merah ist eine kräftig gewürzte, rote Glasur aus KokosmilchWässrige Emulsion aus zerkleinertem Kokosnussfleisch und Wasser., getrockneten roten Chilischoten, Schalotten, Ingwer, Knoblauch, Zitronengras und Tamarinde. Die Ausprägung wird besonders mit Kelantan an der Ostküste der malaysischen Halbinsel verbunden. Durch sanftes Einkochen wird die Mischung sämig und dick genug, um beim Grillen in mehreren dünnen Schichten am Grillgut zu haften.
Leuchtend rot, sämig und glänzend; aromatisch nach Chili, Zitronengras und Ingwer, mit cremiger Kokosnote und einer ausgewogenen süß-säuerlichen Tamarindenwürze.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Chilischoten mit kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten einweichen. Abgießen und nach Wunsch die Kerne entfernen.
Daran erkennst du es: Die Schoten sind weich und biegsam.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit dem heißen Wasser umgehen und nach dem Arbeiten mit Chilis die Hände gründlich waschen.
Chilischoten, Schalotten, Ingwer, Knoblauch, Zitronengras und 60 ml Wasser mit etwa 60 ml der Kokosmilch zu einer möglichst glatten Paste pürieren.
Daran erkennst du es: Die Paste enthält möglichst keine groben Stücke mehr.
Die Paste mit der übrigen Kokosmilch, Tamarindenpaste, Palmzucker und Salz in den kleinen Topf geben. Unter Rühren langsam erhitzen, bis die Mischung gerade zu köcheln beginnt.
Daran erkennst du es: Am Rand zeigen sich erste kleine Bläschen, ohne dass die Kokosmilch stark sprudelt.
Die Glasur offen bei niedriger bis mittlerer Hitze 25–30 Minuten sanft einkochen. Alle paar Minuten rühren, damit die Kokosmilch nicht ansetzt. Die Glasur ist fertig, wenn sie sämig vom Löffel läuft und auf etwa 350 ml reduziert ist.
Daran erkennst du es: Die Glasur läuft sämig vom Löffel und hat sich auf etwa 350 ml reduziert.
Wichtig: Beim Rühren Spritzer der heißen Glasur vermeiden.
Den Topf vom Herd nehmen und die Glasur 10 Minuten abkühlen lassen. Sie wird beim Abkühlen noch etwas dicker.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist leicht abgekühlt und haftet dicklich am Löffel.
Pro 500 g Hähnchen oder Fisch 2–3 Esslöffel Glasur einplanen. Das Grillgut zunächst fast garen, dann die Glasur in den letzten 8–12 Minuten zwei- bis dreimal dünn auftragen und zwischen den Schichten jeweils 3–4 Minuten anziehen lassen. Bei direkter Hitze zum Schluss in den indirekten Bereich wechseln, sobald die Oberfläche kräftig bräunt; die Glasur soll haften, nicht verbrennen.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet, glänzt und ist kräftig gebräunt, aber nicht verbrannt.
Wichtig: Hähnchen oder Fisch vollständig durchgaren; bei direkter Hitze auf aufflammende Glasur achten.
Gut zu wissen
Tamarindenpaste ist im Asia-Regal größerer Supermärkte oder in Asia-Läden erhältlich. Sie bringt eine runde Säure in die Glasur.
Vollfette Kokosmilch ergibt eine cremigere Glasur und unterstützt die sämige Konsistenz beim Einkochen.
Die Kerne können nach dem Einweichen entfernt werden, wenn die Glasur milder ausfallen soll.
Die Glasur bleibt säuerlich und aromatisch, kann aber etwas gröber wirken.
10 g kernlose Tamarinde einweichen, weich werden lassen und möglichst fein zerdrücken oder pürieren. Anschließend wie die Tamarindenpaste verwenden.
Die Säure wirkt frischer und weniger rund als mit Tamarinde.
Limettensaft vorsichtig nach Geschmack einarbeiten und die Glasur anschließend erneut auf die gewünschte sämige Konsistenz bringen.
Bis zur sämigen Löffelkonsistenz und ungefähr 350 ml Ausbeute einkochen; vor dem Grillen kurz abkühlen lassen.
Die Glasur bei niedriger Hitze weiter einkochen und anschließend erneut abkühlen lassen.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze einkochen und alle paar Minuten rühren.
Nicht angebrannte Glasur sofort in einen sauberen Topf umfüllen; angebrannte Anteile nicht vom Boden lösen.
Zwei- bis dreimal dünn auftragen und bei kräftiger Bräunung in den indirekten Bereich wechseln.
Verbrannte Oberfläche vorsichtig entfernen und das Grillgut im indirekten Bereich mit einer sehr dünnen neuen Schicht fertigstellen.
Eine weniger scharfe Variante mit entkernten Chilischoten.
Die Glasur dünn auf festfleischigen Fisch auftragen, damit die Oberfläche aromatisch überzogen wird, ohne den Fisch zu überdecken.
Häufig gefragt
Tamarindenpaste findest du im Asia-Regal größerer Supermärkte oder in Asia-Läden. Als Ersatz sind 10 g eingeweichte, kernlose Tamarinde möglich.
Entferne nach dem Einweichen die Kerne der getrockneten Chilischoten. Dadurch wird die Glasur milder, während das Chiliaroma erhalten bleibt.
Die Glasur ist für gegrilltes Hähnchen oder Fisch vorgesehen. In den letzten 8–12 Minuten des Grillens wird sie zwei- bis dreimal dünn aufgetragen.
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