Milde statt Blackstrap-Melasse
Für diese Glasur eine milde, helle bis mittlere Melasse verwenden. Sehr bittere Blackstrap-Melasse würde die Glasur deutlich herber machen.
USA · Smokehouse-Grillhähnchen
Saftige Hähnchenober- und Unterkeulen werden zunächst indirekt und anschließend direkt gegrillt. Eine süß-säuerliche Glasur aus Ketchup, milder Melasse, Apfelessig und Worcestersauce sorgt für eine glänzende, leicht karamellisierte Oberfläche.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses amerikanische Smokehouse-Hähnchen verbindet sanftes Garen über indirekter Hitze mit einem kurzen Finish über direkter Grillhitze. Die Haut wird am Ende mehrfach mit Tomaten-Melasse-Glasur bestrichen, sodass sie glänzt, haftet und leicht karamellisiert, ohne zu verbrennen.
Die Hähnchenteile schmecken würzig und rauchig-grillbetont, mit einer dunklen Süße von Melasse und braunem Zucker sowie einer klaren Säurenote vom Apfelessig. Die Haut wird glänzend und leicht klebrig, während das Fleisch zart und saftig bleibt.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenteile mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Salz, edelsüßes Paprikapulver, schwarzen Pfeffer, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver und Cayennepfeffer in einer Schüssel vermischen. Die Hähnchenteile mit dem Öl einreiben und rundum mit der Gewürzmischung bedecken. Auf einen Teller legen, abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
Wichtig: Rohe Hähnchenteile getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Ketchup, Apfelessig, milde Melasse, braunen Zucker, Worcestersauce, gelben Senf, geriebenen Knoblauch und geräuchertes Paprikapulver in einen kleinen Topf geben. Unter Rühren aufkochen und anschließend 5–6 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist leicht eingedickt und haftet am Löffel.
Den Grill für indirekte Hitze auf etwa 180 °C mit geschlossenem Deckel vorbereiten. Beim Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur einen Brenner einschalten. Den Rost reinigen und leicht ölen.
Wichtig: Beim Umgang mit heißer Kohle, Brennern und Grillrosten hitzebeständige Werkzeuge verwenden.
Die Hähnchenteile mit der Hautseite nach oben auf die indirekte Seite des Grills legen. Den Deckel schließen und etwa 35–45 Minuten grillen. Nach ungefähr 20 Minuten die Position der Stücke tauschen, damit sie gleichmäßig garen. Die Haut soll trocken wirken, das Fleisch aber noch nicht vollständig durchgegart sein.
Daran erkennst du es: Die Haut wirkt trocken; das Fleisch ist noch nicht vollständig durchgegart.
Wichtig: Rohe Hähnchenteile nicht mit derselben Zange oder demselben Pinsel wie fertige Stücke berühren, sofern diese nicht gereinigt wurden.
Den Grill auf direkte mittlere bis kräftige Hitze von etwa 220–240 °C bringen. Die Hähnchenteile zunächst dünn mit Glasur bestreichen und mit der Hautseite nach unten über die direkte Hitze legen. 2–3 Minuten grillen, wenden und erneut glasieren. Diesen Vorgang noch ein- bis zweimal wiederholen. Die Glasur soll haften und leicht karamellisieren, aber nicht schwarz werden.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet, glänzt und ist leicht karamellisiert, aber nicht schwarz.
Wichtig: Die Glasur enthält Zucker und Melasse und kann bei direkter Hitze schnell verbrennen; die Hähnchenteile aufmerksam wenden.
Die dickste Stelle der Keulen mit dem Thermometer prüfen, ohne den Knochen zu berühren. Das Fleisch ist fertig, wenn dort 80–85 °C erreicht sind. Bei zu starker Bräunung die Stücke wieder auf die indirekte Seite legen und dort fertig garen.
Daran erkennst du es: An der dicksten Stelle werden 80–85 °C erreicht, ohne dass der Messfühler den Knochen berührt.
Wichtig: Das Hähnchen erst vom Grill nehmen, wenn die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.
Das Hähnchen 5–10 Minuten ruhen lassen. Vor dem Servieren mit der letzten dünnen Schicht Glasur bestreichen.
Gut zu wissen
Für diese Glasur eine milde, helle bis mittlere Melasse verwenden. Sehr bittere Blackstrap-Melasse würde die Glasur deutlich herber machen.
Die Zusammensetzung von Worcestersauce kann je nach Produkt variieren. Bei Allergien oder speziellen Ernährungsanforderungen die Zutatenkennzeichnung des verwendeten Produkts prüfen.
Die Glasur wird etwas süßer und weniger herb.
Die milde Melasse im gleichen Gewicht durch Zuckerrübensirup ersetzen und die Glasur wie beschrieben köcheln lassen.
Die Glasur in dünnen Schichten auftragen und die Hähnchenteile zwischen den Schichten aufmerksam wenden.
Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die Stücke in der indirekten Zone fertig garen; bei stark verbrannter Glasur eine frische dünne Schicht auftragen.
Die Stücke nach etwa 20 Minuten umlegen und die dicksten Teile anschließend einzeln prüfen.
Stärker gebräunte Stücke in die indirekte Zone legen und weniger gegarte Stücke dort weitergaren.
Den Fühler seitlich in die dickste Stelle stecken und den Knochen vermeiden.
An mehreren dicken Stellen erneut messen und die niedrigste plausible Messung berücksichtigen.
Häufig gefragt
Ja. Milde Melasse kann im gleichen Gewicht durch Zuckerrübensirup ersetzt werden. Die Glasur wird dadurch etwas süßer und weniger herb.
Die indirekte Phase gart die Stücke gleichmäßig. Die direkte Schlussphase sorgt für knusprigere Haut und lässt die Glasur leicht karamellisieren.
Die Hähnchenteile sofort in die indirekte Zone legen und die Glasur nur noch dünn auftragen. Die zuckerreiche Glasur kann über direkter Hitze schnell verbrennen.
An der dicksten Stelle der Keule, ohne den Knochen zu berühren. Die angegebene Fertigtemperatur beträgt dort 80–85 °C.
Ja. Beim Gasgrill wird nur ein Brenner eingeschaltet, beim Holzkohlegrill werden die Kohlen auf eine Seite geschoben. So entsteht jeweils eine indirekte Zone.
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