Geeignetes Maismehl
Fein gemahlenes weißes Maismehl ist besonders passend. Feines gelbes Maismehl ist möglich, färbt den Fladen aber kräftiger und schmeckt deutlicher nach Mais. Grobe Polenta ist für diese dünne Teigscheibe ungeeignet.
Mais-Fladenbrot aus Oberägypten
Dünnes ägyptisches Fladenbrot aus fein gemahlenem weißem MaismehlMaismehl ist fein gemahlenes Mehl aus Maiskörnern und wird weltweit vielseitig verwendet., Weizenmehl und einer kleinen Menge Bockshornklee. Auf einer sehr heißen gusseisernen Grillplancha gebacken, wird es knusprig, bekommt feine Blasen und dunkle Röststellen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bataw, auch Eish Fellahi genannt, ist ein ägyptisches Fladenbrot mit regionalen Ausprägungen. Diese dünne Variante verbindet Maismehl und Weizenmehl mit der leicht herben, nussigen Note von Bockshornklee. Die Grillplancha ist eine moderne Zubereitungsvariante: Der Teig wird vollständig auf der heißen gusseisernen Fläche gebacken und nicht direkt auf den Grillrost gelegt.
Dünn, eher knusprig und leicht mürbe mit feinen Blasen und dunklen Röststellen. Das Brot schmeckt deutlich nach Mais und erhält durch den Bockshornklee eine dezente herbe, nussige Note.
Schritt für Schritt
Maismehl, 200 g Weizenmehl, Salz und Bockshornklee in der Schüssel gründlich vermischen. Das lauwarme Wasser dazugießen und alles verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind.
Daran erkennst du es: Es sollen keine trockenen Stellen mehr sichtbar sein.
Den Teig etwa 5 Minuten von Hand kneten, bis er gleichmäßig und glatt ist. Durch den Maisanteil entwickelt er nur wenig Elastizität und bleibt etwas mürber als ein reiner Weizenteig.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt gleichmäßig und glatt, bleibt aber etwas mürbe und wenig elastisch.
Die Schüssel abdecken und den Teig 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. In dieser Zeit quillt das Maismehl und der Teig lässt sich anschließend besser ausrollen.
Daran erkennst du es: Nach der Ruhezeit lässt sich der Teig besser ausrollen.
Einen Holzkohlegrill für zwei Temperaturzonen vorbereiten und die Grillkohlen auf einer Seite anhäufen. Die massive gusseiserne Plancha über der heißen Zone einsetzen und den Grill mit geschlossenem Deckel etwa 20 bis 25 Minuten vorheizen. Die Plancha sollte an der Oberfläche ungefähr 240 bis 260 °C erreichen. Falls kein Infrarotthermometer vorhanden ist, einen Wassertropfen auf die Fläche geben: Er sollte sofort zischend verdampfen, ohne dass die Fläche raucht.
Daran erkennst du es: Die Plancha ist sehr heiß; ein Wassertropfen verdampft sofort zischend, ohne Rauchentwicklung.
Wichtig: Plancha, Grillrost und Grilldeckel sind sehr heiß; nur mit hitzebeständigen Grillwerkzeugen hantieren.
Den Teig in 6 gleich große Stücke von jeweils etwa 100 g teilen. Jedes Stück zu einer Kugel formen und die übrigen Stücke abgedeckt lassen, damit sie nicht austrocknen.
Daran erkennst du es: Es liegen 6 gleich große Teigkugeln vor.
Die Arbeitsfläche mit etwas von den 20 g Weizenmehl bestäuben. Eine Teigkugel zu einer sehr dünnen Scheibe von 25 bis 30 cm Durchmesser ausrollen. Der Teig darf so dünn sein, dass die Hand darunter leicht erkennbar ist. Mit den übrigen Teigstücken ebenso verfahren, aber jeweils nur eines ausrollen und backen.
Daran erkennst du es: Die Teigscheibe ist sehr dünn und gleichmäßig ausgerollt; die Hand ist darunter leicht erkennbar.
Die heiße Plancha hauchdünn mit dem neutralen Öl einpinseln. Eine Teigscheibe vorsichtig auflegen und bei geschlossenem Grilldeckel etwa 3 bis 4 Minuten backen, bis sich viele kleine Blasen bilden und die Unterseite dunkle Röststellen zeigt.
Daran erkennst du es: Viele kleine Blasen sind entstanden und die Unterseite zeigt dunkle Röststellen.
Wichtig: Beim Auflegen können heißes Öl und die Plancha spritzen beziehungsweise stark aufheizen; Hände und Gesicht vom Dampf fernhalten.
Den Fladen mit einer Grillzange oder einem breiten Wender wenden und weitere 2 bis 3 Minuten backen. Der Bataw ist fertig, wenn auch die zweite Seite gebräunt ist und der Fladen vollständig durchgebacken wirkt. Wird er zu schnell dunkel, die Plancha in Richtung der kühleren Grillzone verschieben.
Daran erkennst du es: Die zweite Seite ist gebräunt und der Fladen wirkt vollständig durchgebacken.
Wichtig: Zum Wenden nur hitzebeständige Grillwerkzeuge verwenden.
Den fertigen Fladen auf ein sauberes Tuch legen und locker abdecken. Die restlichen Fladen nacheinander auf derselben heißen Plancha backen. Bei Bedarf die Plancha zwischen den Fladen kurz nachheizen lassen.
Daran erkennst du es: Die fertigen Fladen bleiben warm und trocknen nicht unnötig aus.
Bataw warm und knusprig servieren. Er passt als eigenständiges Grillbrot zu gegrilltem Gemüse, Bohnen, Käse oder Fleisch; die Fladen können auch in Stücke gebrochen und zum Aufnehmen von Saucen verwendet werden.
Daran erkennst du es: Die Fladen sind warm und knusprig.
Gut zu wissen
Fein gemahlenes weißes Maismehl ist besonders passend. Feines gelbes Maismehl ist möglich, färbt den Fladen aber kräftiger und schmeckt deutlicher nach Mais. Grobe Polenta ist für diese dünne Teigscheibe ungeeignet.
Bockshornklee ist als Samen oder Pulver erhältlich. Ganze Samen können kurz frisch gemahlen werden. Wird er weggelassen, fehlt die leicht herbe, nussige Note.
Die 200 g Weizenmehl gehören in den Teig. Die zusätzlichen 20 g sind ausschließlich zum Bestäuben der Arbeitsfläche und zum Ausrollen vorgesehen.
Der Fladen wird kräftiger gelb und schmeckt etwas deutlicher nach Mais.
Im gleichen Gewicht verwenden. Nur fein gemahlenes Maismehl einsetzen; grobe Polenta ist für diese Zubereitung nicht geeignet.
Die leicht herbe, nussige Würznote des Bockshornklees fehlt.
Bockshornklee einfach weglassen. Die übrigen Zutaten und Arbeitsschritte unverändert verwenden.
Den Grill mit eingesetzter Plancha etwa 20 bis 25 Minuten vorheizen und die Oberflächentemperatur beziehungsweise die Wassertropfenprobe prüfen.
Die Plancha erneut vollständig aufheizen lassen, bevor der nächste Fladen aufgelegt wird.
Bis zu einer Scheibe von 25 bis 30 cm ausrollen; die Hand sollte darunter leicht erkennbar sein.
Noch nicht gebackene Stücke dünner ausrollen. Bereits gebackene Fladen können auf der heißen Plancha kurz nachgebacken werden.
Die Röststellen beobachten und den Fladen bei zu schneller Bräunung in Richtung der kühleren Grillzone verschieben.
Verbrannte Stellen vorsichtig abkratzen und den nächsten Fladen bei etwas geringerer Hitze backen.
Nur jeweils eine Kugel ausrollen und die übrigen Stücke locker abdecken.
Die Oberfläche einer noch nicht ausgerollten Kugel leicht befeuchten und kurz ruhen lassen.
Eine Variante mit fein gemahlenem gelbem Maismehl anstelle des weißen Maismehls.
Eine schlichtere Variante ohne die herbe, nussige Gewürznote.
Häufig gefragt
Ja, fein gemahlenes gelbes Maismehl ist möglich. Der Fladen wird dadurch kräftiger gelb und schmeckt etwas deutlicher nach Mais. Grobe Polenta ist für diese dünne Variante ungeeignet.
Du kannst den Bockshornklee weglassen. Dann fehlt jedoch die leicht herbe, nussige Note. Ganze Samen lassen sich kurz frisch mahlen.
Für diese Variante wird eine massive gusseiserne Plancha als Backfläche verwendet. Der Teig backt darauf vollständig und erhält so die beschriebenen Blasen und Röststellen.
Der Maisanteil entwickelt deutlich weniger Elastizität als ein reiner Weizenteig. Die 30-minütige Ruhezeit lässt das Maismehl quellen und erleichtert anschließend das Ausrollen.
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