Haut möglichst unbeschädigt lassen
Die Haut schützt das Fleisch während des Grillens und liefert beim direkten Finish die gewünschte knusprige Oberfläche.
Bayerische Grillküche
Saftige Hähnchenkeulen mit Haut und Knochen werden indirekt gegrillt, mit einer kräftigen Brathendl-Gewürzbutter bestrichen und anschließend direkt knusprig fertig gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bayerische Hendlkeulen mit Brathendl-Gewürzbutter verbinden saftiges Hähnchenfleisch mit einer goldbraunen, knusprigen Haut. Paprika, Kümmel, Majoran, Knoblauch und Petersilie geben der weichen Butter eine herzhafte Brathendl-Note, während indirekte Hitze für gleichmäßiges Garen sorgt. Zum Schluss bringt direkte Grillhitze die Haut besonders schön zum Knuspern.
Die Haut wird goldbraun, würzig und knusprig. Darunter bleibt das Keulenfleisch saftig und zart, mit warmer Paprikanote, erdigem Kümmel, aromatischem Majoran und einer milden Knoblauch-Petersilien-Note.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenkeulen mit Küchenpapier trocken tupfen. Lose Haut- oder Fettränder abschneiden, die Haut dabei möglichst nicht beschädigen. Die Keulen rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen, abdecken und 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Die weiche Butter mit edelsüßem und rosenscharfem Paprikapulver, Kümmel, Majoran, Knoblauch, Petersilie und ½ TL Salz gründlich verrühren. Bis zur Verwendung kühl stellen, damit die Butter streichfähig, aber nicht flüssig bleibt.
Daran erkennst du es: Die Butter soll streichfähig und nicht flüssig sein.
Einen Grill mit Deckel für indirekte Hitze auf etwa 180 °C vorbereiten. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben und eine Tropfschale unter den leeren Bereich stellen. Beim Gasgrill nur die Brenner unter einer Grillhälfte einschalten.
Wichtig: Beim Umgang mit heißer Glut und dem Grilldeckel vorsichtig arbeiten.
Die Hähnchenkeulen mit der Hautseite nach oben in den indirekten Bereich legen. Den Deckel schließen und 30 Minuten grillen. Die Keulen nicht direkt über die Glut legen, damit austretendes Fett keine starken Flammen verursacht.
Daran erkennst du es: Die Keulen beginnen gleichmäßig zu garen, ohne starke Flammenbildung.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Keulen sofort weiter in den indirekten Bereich schieben.
Die Keulen erstmals dünn mit der Brathendl-Gewürzbutter bestreichen und weitere 10 Minuten indirekt grillen. Danach nochmals bestreichen und weitere 5–10 Minuten garen, bis die Haut sichtbar goldbraun ist und das Fleisch fast die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat.
Daran erkennst du es: Die Haut ist sichtbar goldbraun und das Fleisch nähert sich der gewünschten Kerntemperatur.
Wichtig: Butter und austretendes Fett können bei direkter Hitze schnell bräunen oder aufflammen.
Die Keulen vorsichtig in den direkten Bereich legen. Mit der Hautseite nach unten 1–2 Minuten knusprig grillen, anschließend wenden und die Fleischseite noch etwa 1 Minute erhitzen. Dabei aufmerksam bleiben, weil die Butter und das austretende Fett schnell bräunen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist knusprig und gleichmäßig gebräunt, ohne zu verbrennen.
Wichtig: Direkte Hitze und austretendes Fett können kurzfristig starke Flammen verursachen.
Die dickste Stelle einer Keule mit einem Thermometer prüfen, ohne den Knochen zu berühren. Die Keulen sind fertig, wenn mindestens 75 °C erreicht sind; für besonders zartes Keulenfleisch sind etwa 80–82 °C sinnvoll. Vor dem Servieren 5–10 Minuten locker ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Mindestens 75 °C Kerntemperatur; etwa 80–82 °C ergeben besonders zartes Keulenfleisch.
Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.
Gut zu wissen
Die Haut schützt das Fleisch während des Grillens und liefert beim direkten Finish die gewünschte knusprige Oberfläche.
Die Butter vor dem Verrühren weich werden lassen, anschließend aber kühl halten, damit sie auf den Keulen haftet und nicht vollständig davonläuft.
Paprika liefert Farbe und Wärme, Kümmel und Majoran geben der Butter ihre herzhafte Brathendl-Note. Knoblauch und Petersilie ergänzen das Aroma.
Die Keulen zunächst vollständig im indirekten Bereich garen und erst zum Schluss kurz direkt finishen.
Keulen sofort in den indirekten Bereich zurücklegen und bei geschlossenem Deckel weitergaren.
Die Butter bis zur Verwendung kühl und streichfähig halten und dünn auftragen.
Keulen kurz in den indirekten Bereich legen und erst nach dem Abkühlen der Butter weiterbestreichen.
Seitlich in die dickste Stelle stechen und den Knochen vermeiden.
An einer zweiten Keule und an einer anderen Stelle erneut messen.
Die Keulen trocken tupfen und am Ende kurz mit der Hautseite nach unten direkt grillen.
Die Keulen für kurze Zeit erneut direkt mit der Hautseite nach unten grillen und dabei ständig beobachten.
Die indirekte Zone wird hergestellt, indem nur die Brenner unter einer Grillhälfte eingeschaltet werden.
Die Glut wird auf eine Seite geschoben, sodass eine direkte und eine indirekte Grillzone entsteht.
Nicht beschrieben; Auswirkungen des Einfrierens auf Haut und Gewürzbutter wurden nicht beurteilt.
Häufig gefragt
Der Grill wird für die indirekte Phase auf etwa 180 °C vorbereitet.
Die Keulen werden nach 30 Minuten indirekter Grillzeit erstmals dünn bestrichen, nach weiteren 10 Minuten nochmals.
Die indirekte Hitze gart das Fleisch gleichmäßig. Die direkte Schlussphase sorgt anschließend für eine knusprige Haut.
Mindestens 75 °C sind angegeben; für besonders zartes Keulenfleisch sind etwa 80–82 °C sinnvoll.
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