Zwei getrennte Salzmengen
Das Salz für die Gewürzmischung und das Salz für die Sprühlake erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten getrennt vorbereitet werden.
Haxe am Drehspieß
Saftige Schweinshaxen vom Drehspieß mit würziger Kruste und kräftiger Biersauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bayerische Schweinshaxe vom Drehspieß verbindet saftiges Fleisch mit einer kräftig aufgeknusperten Schwarte. Die Haxen garen zunächst indirekt bei moderater Grilltemperatur und werden zum Schluss heiß kross gebraten. Kümmel, Knoblauch und die dunkle Biersauce geben dem Gericht seinen herzhaften bayerischen Charakter.
Das Fleisch ist saftig und zart, die Schwarte kräftig gewürzt und kross. Kümmel und Knoblauch sorgen für herzhafte Würze, während dunkles Bier und Senf der Sauce malzige, leicht herbe und pikante Noten geben.
Schritt für Schritt
Die Haxen kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Die Schwarte mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden. Salz, Kümmel und Pfeffer mischen. Die Gewürzmischung auf Fleisch und Schwarte verteilen, den Knoblauch nur auf die fleischigen Bereiche reiben. Die Haxen 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Für die Sprühlake 10 g Salz in 100 ml Wasser vollständig auflösen. Den Grill für indirekte Hitze auf 160 bis 170 °C vorheizen. Eine Abtropfschale unter dem Drehspieß platzieren und 500 ml Wasser hineingeben.
Die Haxen nach der Geräteanleitung auf dem Drehspieß befestigen. Die Gabeln müssen fest im Fleisch sitzen und dürfen nicht am Knochen abrutschen. Den Spieß von Hand drehen und prüfen, ob beide Haxen ausgewogen laufen und nirgends anstoßen. Erst danach den Motor einschalten.
Daran erkennst du es: Der Spieß läuft von Hand ausgewogen und stößt nirgends an.
Wichtig: Drehspieß, Fleischgabeln und Motor nach der Geräteanleitung sichern; den Motor erst nach der manuellen Laufprüfung einschalten.
Den Drehspieß einsetzen und den Deckel schließen. Die Haxen etwa 2 Stunden bei 160 bis 170 °C indirekt garen. Nach der ersten Stunde die Schwarte dünn mit der Sprühlake besprühen. Dies alle 30 bis 40 Minuten wiederholen, ohne die Schwarte zu durchnässen.
Nach 2 Stunden die Kerntemperatur an der dicksten Fleischstelle messen, ohne den Knochen zu berühren. Bei 82 bis 86 °C ist das Fleisch gar. Liegt die Temperatur darunter, die Haxen bei gleicher Hitze jeweils 15 Minuten weitergaren und erneut messen.
Daran erkennst du es: 82 bis 86 °C an der dicksten Fleischstelle, ohne Knochenkontakt.
Wichtig: Das Thermometer nicht am Knochen ansetzen, da dies die Messung verfälschen kann.
Sobald die Kerntemperatur erreicht ist, die Grilltemperatur auf 220 bis 240 °C erhöhen. Die Haxen weitere 15 bis 25 Minuten rotieren lassen, bis die Schwarte sichtbar aufgeknuspert ist. In dieser Phase aufmerksam bleiben, damit die Kruste nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist sichtbar aufgeknuspert, aber nicht verbrannt.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Grills auf austretende Hitze und herabtropfendes Fett achten.
Den Drehspieß ausschalten, die Haxen vorsichtig abnehmen und zehn Minuten ruhen lassen. Danach die Haxen vom Spieß lösen und entlang des Knochens in Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Die Haxen haben 10 Minuten geruht und lassen sich entlang des Knochens schneiden.
Wichtig: Spieß und Fleischgabeln vor dem Lösen ausreichend abkühlen lassen und beim Abnehmen hitzefeste Handschuhe verwenden.
Für die Sauce Zwiebel und angedrückten Knoblauch in einem kleinen Topf ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze anrösten. Das dunkle Bier angießen und etwa auf die Hälfte einkochen lassen. Fond und Lorbeerblatt hinzufügen und die Sauce zehn Minuten leise köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Das Bier ist etwa auf die Hälfte eingekocht und die Sauce hat leise geköchelt.
Lorbeerblatt und Knoblauch entfernen. Speisestärke mit 30 ml kaltem Wasser glatt verrühren, in die simmernde Sauce geben und einmal kräftig aufkochen lassen. Den Senf einrühren und die Sauce direkt zu den geschnittenen Schweinshaxen servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist gebunden und wird direkt zu den Haxen serviert.
Gut zu wissen
Das Salz für die Gewürzmischung und das Salz für die Sprühlake erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten getrennt vorbereitet werden.
Ein dunkles Bier gibt der Sauce malzige und kräftige Noten, die gut zur Schweinshaxe passen.
Kräftiger Schweinefond vertieft den Fleischgeschmack; Gemüsefond ist als ausdrücklich vorgesehene Alternative möglich.
Die Sauce bleibt malzig und dunkel, kann aber etwas weniger tief und herbe wirken.
Das alkoholfreie dunkle Bier in gleicher Menge verwenden und wie im Rezept einkochen.
Die Sauce erhält eine etwas weniger fleischige, aber weiterhin herzhafte Grundlage.
Den Gemüsefond in gleicher Menge verwenden.
Die Sauce wird ebenfalls gebunden und kann leicht glänzender wirken.
Kartoffelstärke in gleicher Menge mit 30 ml kaltem Wasser anrühren und wie beschrieben einarbeiten.
Die Schwarte nur rautenförmig durch die Haut schneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden.
Die Haxen bei der Schlussphase aufmerksam weiterrotieren lassen, ohne die Temperatur unnötig weiter zu erhöhen.
Den Spieß vor dem Einschalten des Motors von Hand drehen und den gesamten Drehbereich prüfen.
Motor ausschalten, die Haxen neu ausrichten und die Befestigung kontrollieren.
Die Schwarte nur dünn besprühen und nicht durchnässen.
In der Knusperphase die Oberfläche aufmerksam trocknen und aufknuspern lassen, ohne sie verbrennen zu lassen.
Die 15- bis 25-minütige Knusperphase aufmerksam überwachen.
Die Haxen sofort aus der starken Hitze nehmen und verbrannte Stellen vor dem Servieren vorsichtig entfernen.
Die Stärke mit kaltem Wasser vollständig glatt verrühren, bevor sie in die simmernde Sauce kommt.
Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und anschließend nochmals kurz aufkochen.
Häufig gefragt
Die Haxen garen zunächst indirekt bei 160 bis 170 °C. Zum abschließenden Aufknuspern wird die Grilltemperatur auf 220 bis 240 °C erhöht.
Die Kerntemperatur wird an der dicksten Fleischstelle gemessen, ohne den Knochen zu berühren. Bei 82 bis 86 °C ist das Fleisch laut Rezept gar.
Die dünne Sprühlake würzt die Schwarte während der Garphase. Sie sollte sparsam aufgetragen werden, damit die Oberfläche nicht durchnässt und anschließend knusprig werden kann.
Ja. Im Rezept ist kräftiger Schweine- oder Gemüsefond vorgesehen. Gemüsefond macht die Sauce etwas weniger fleischig, bleibt aber herzhaft.
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