Maltose für Glanz
Maltose verleiht der Glasur einen besonders dichten Glanz und eine malzige Süße. Honig ist eine passende Alternative, schmeckt aber blumiger und karamellisiert schneller.
Chinesisch-malaysische Grillküche
Ein ganzes Schweinerippenrack wird in einer süß-salzigen Char-Siu-Marinade mariniert, langsam über indirekter Hitze gegrillt und zum Schluss mehrfach glasiert und direkt angeröstet.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Char Siu-Rippchen verbinden die klebrig-glänzende Glasur chinesischer Roast-Meats mit der langsamen Führung eines Zweizonen-Grills. Hoisinsauce, Maltose oder HonigEin aus zwei Glucoseeinheiten aufgebauter Zweifachzucker., Shaoxing-ReisweinTraditioneller chinesischer Gelbreiswein aus der Region Shaoxing. und Fünf-Gewürze-PulverChinesisches Fünf-Gewürze-Pulver ist eine aromatische Gewürzmischung aus fünf charakteristischen Gewürzen der chinesischen Küche. geben dem Schweinefleisch eine aromatische, malzige Würze, während direkte Glut am Ende für dunkle karamellisierte Stellen sorgt.
Die Rippchen sind außen dunkel, glänzend und leicht klebrig, mit süß-malzigen, salzigen und würzigen Noten. Im Inneren bleibt das Fleisch saftig und wird bei längerer Garung deutlich zarter; Frühlingszwiebeln bringen einen frischen, milden Kontrast.
Schritt für Schritt
Die Silberhaut auf der Knochenseite des Racks mit einem kleinen Messer anheben und vollständig abziehen. Das Rack in zwei gleich große Stücke teilen, damit es auf dem Grill leichter liegt.
Wichtig: Auf einem sauberen Schneidebrett arbeiten und rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten halten.
Wasser, Maltose oder Honig, Shaoxing-Reiswein, Hoisinsauce, dunkle Sojasauce, Knoblauch und Fünf-Gewürze-Pulver in einen kleinen Topf geben. Unter Rühren aufkochen und 8 bis 10 Minuten leise köcheln lassen, bis die Mischung leicht eindickt. Den Topf vom Herd nehmen und das Sesamöl einrühren. Die Marinade vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist leicht eingedickt und anschließend vollständig abgekühlt.
Wichtig: Die Marinade vor dem Kontakt mit dem Fleisch vollständig abkühlen lassen.
Etwa 120 ml der kalten Marinade in ein sauberes Gefäß füllen und abgedeckt für die spätere Glasur beiseitestellen. Die restliche Marinade mit den beiden Rippchenstücken in einen verschließbaren Beutel geben. Die Rippchen rundum mit der Marinade bedecken und 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Rippchen sind rundum mit Marinade bedeckt und durchgehend gekühlt.
Wichtig: Das Gefäß für die Glasur muss sauber sein; die zurückbehaltene Glasur darf nicht mit rohem Fleisch oder dem Marinierbeutel in Kontakt kommen.
Einen Grill mit Deckel für indirekte Zweizonenhitze vorbereiten und auf 120 bis 130 °C einregeln. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, bei einem Gasgrill nur die Brenner unter einer Grillhälfte einschalten. Den Rost dünn mit dem neutralen Öl einreiben.
Wichtig: Beim Umgang mit heißer Glut und dem aufgeheizten Grill vorsichtig arbeiten.
Die Rippchen aus dem Beutel nehmen und überschüssige Marinade abstreifen. Mit der Knochenseite nach unten auf die kühle, indirekte Grillzone legen. Den Deckel schließen und die Rippchen 2 Stunden 30 Minuten bis 3 Stunden 15 Minuten langsam grillen. Nach etwa 90 Minuten die Position der Stücke tauschen, damit beide gleichmäßig garen. Die Garprobe erfolgt im fleischigsten Bereich: Mindestens 63 °C müssen erreicht sein; für eine deutlich zartere Rippchenstruktur sollte die Kerntemperatur eher um 90 °C liegen und das Fleisch sichtbar von den Knochen zurückweichen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch weicht sichtbar von den Knochen zurück; die Kerntemperatur wird im fleischigsten Bereich geprüft.
Wichtig: Rohes Fleisch nicht mit der Grillzange oder dem Thermometer für fertige Speisen berühren, ohne diese vorher zu reinigen.
Die Rippchen mit der zurückbehaltenen, nicht mit rohem Fleisch in Kontakt gekommenen Glasur bestreichen. Bei geschlossenem Deckel weitere 10 Minuten indirekt grillen, wenden und nochmals glasieren. Noch einmal 10 Minuten grillen, bis die Oberfläche glänzt und leicht karamellisiert.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet, glänzt und ist leicht karamellisiert.
Wichtig: Nur die ausdrücklich zurückbehaltene saubere Glasur verwenden.
Die Rippchen kurz über die direkte Glut legen und pro Seite etwa 1 bis 2 Minuten anrösten. Dabei aufmerksam bleiben, weil Maltose oder Honig schnell dunkel wird. Sobald die Glasur kräftig glänzt und dunkle Grillstellen zeigt, die Rippchen vom Grill nehmen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche glänzt kräftig und zeigt dunkle, aber nicht verbrannte Grillstellen.
Wichtig: Zuckerhaltige Glasuren können sehr schnell verbrennen; bei zu starker Dunkelfärbung die Rippchen sofort in die indirekte Zone zurücklegen.
Die Rippchen 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. Zwischen den Knochen in einzelne Rippchen schneiden und mit den Frühlingszwiebeln bestreuen.
Daran erkennst du es: Die Rippchen lassen sich zwischen den Knochen sauber teilen.
Wichtig: Zum Schneiden ein sauberes Schneidebrett verwenden.
Gut zu wissen
Maltose verleiht der Glasur einen besonders dichten Glanz und eine malzige Süße. Honig ist eine passende Alternative, schmeckt aber blumiger und karamellisiert schneller.
Shaoxing-Reiswein bringt ein aromatisches, malziges Profil in die Marinade. Trockener Sherry kann ihn ersetzen, wirkt jedoch etwas trockener und weniger malzig.
Die Gewürzmischung gibt der Marinade ihre warme, charakteristisch chinesische Würznote und sollte gleichmäßig in der Flüssigkeit verteilt werden.
Die Glasur wird etwas blumiger und karamellisiert schneller als mit Maltose.
Honig in derselben Menge verwenden und die Rippchen während der direkten Schlussphase besonders aufmerksam beobachten.
Die Marinade schmeckt etwas trockener und weniger malzig.
Den trockenen Sherry in derselben Menge verwenden.
Die Marinade verteilt sich bei regelmäßigem Wenden ebenfalls gleichmäßig.
Die Rippchen in einer ausreichend großen, verschließbaren Dose marinieren und während der Marinierzeit mehrmals wenden.
Die direkte Schlussphase auf etwa 1 bis 2 Minuten pro Seite begrenzen und die Rippchen ständig beobachten.
Verbrannte Oberflächen vorsichtig abschneiden und die Rippchen in der indirekten Zone kurz weiter erwärmen.
Etwa 120 ml Marinade vor dem Marinieren in ein sauberes, abgedecktes Gefäß füllen.
Die indirekte Grilltemperatur stabil halten und die Garprobe im fleischigsten Bereich durchführen.
Die Rippchen zurück in die indirekte Zone legen und weitergaren, bis das Fleisch sichtbar von den Knochen zurückweicht.
Die Marinade vollständig abkühlen lassen, bevor sie mit den Rippchen in den Beutel kommt.
Die Maltose wird vollständig durch Honig ersetzt. Das Ergebnis wird etwas blumiger und benötigt in der direkten Schlussphase besondere Aufmerksamkeit.
Die Marinade kann gekocht und vollständig abgekühlt werden. Die Rippchen können anschließend 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren; die saubere Glasur separat abgedeckt kühlen.
Gegrillte und geschnittene Rippchen nach dem Abkühlen luftdicht verpacken und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen; bei warmer Umgebung die Zeit weiter verkürzen.
Häufig gefragt
Ja. Honig kann in derselben Menge verwendet werden. Die Glasur wird etwas blumiger und karamellisiert schneller, daher die direkte Schlussphase besonders aufmerksam beobachten.
Trockener Sherry kann in derselben Menge verwendet werden. Die Marinade schmeckt dann etwas trockener und weniger malzig.
Die indirekte Zone gart das dicke Rack langsam und gleichmäßig. Die direkte Schlussphase konzentriert die Hitze auf die Glasur und erzeugt dunkle karamellisierte Grillstellen.
Für eine deutlich zartere Struktur sollte die Kerntemperatur eher um 90 °C liegen und das Fleisch sichtbar von den Knochen zurückweichen.
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