Koreanische Chiliaromen
Gochujang liefert eine fermentierte, dicke Chilipaste mit Würze und leichter Süße. Gochugaru ergänzt sie mit einem trockeneren, fruchtig-pikanten Chiliaroma.
Koreanisches BBQ, indirekt gegrillt
Ganze Schweinerippchen werden mit Salz und Pfeffer gewürzt, indirekt bei niedriger Temperatur gegart und mehrfach mit einer süß-scharfen Gochujang-Glasur bestrichen. Zum Schluss karamellisiert die Glasur kurz über direkter Hitze, bevor die Racks zwischen den Knochen geschnitten und mit Frühlingszwiebeln bestreut werden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dwaeji galbi steht für kräftig gewürzte koreanische Schweinerippchen. In dieser modernen BBQ-Fassung bleiben die Racks zunächst ganz und garen langsam in der indirekten Grillzone. Gochujang, Sojasauce, Knoblauch, Ingwer, Gochugaru, koreanischer Reissirup und Birne verbinden sich zu einer glänzenden, süß-scharfen Glasur, die während des Garens Schicht für Schicht aufgetragen wird.
Die Rippchen sind zart und saftig, mit leicht zurückgezogenen Knochen und einer glänzenden, klebrigen Oberfläche. Die Glasur schmeckt süß, salzig, fruchtig und deutlich pikant; geröstetes Sesamöl und Frühlingszwiebeln setzen aromatische Akzente.
Schritt für Schritt
Die Silberhaut von der Knochenseite der Rippchen abziehen. Dafür mit einem stumpfen Messer unter eine Ecke fahren, die Haut mit Küchenpapier greifen und vollständig abziehen. Überstehendes Fett und lose Fleischstücke entfernen, die Racks trocken tupfen.
Wichtig: Nach dem Umgang mit rohem Schweinefleisch Hände, Schneidebrett und Arbeitsfläche gründlich reinigen.
Salz und Pfeffer vermischen und gleichmäßig auf beiden Seiten der Rippchen verteilen. Die Racks 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Wichtig: Die Rippchen während der Würzruhe nicht länger als die angegebene Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Gochujang, Sojasauce, Reissirup, braunen Zucker, Reisessig, Sesamöl, Knoblauch, Ingwer, Gochugaru, geriebene Birne und Wasser glatt verrühren. 150 g der Glasur in eine saubere Schale geben und abgedeckt für die Schlussphase beiseitestellen. Die übrige Glasur bleibt zum Bestreichen während des Garens bereit.
Wichtig: Die zurückbehaltene Glasur darf nicht mit benutztem Pinsel oder rohem Fleisch in Kontakt kommen.
Einen Kugelgrill, Keramikgrill oder Smoker für indirektes BBQ auf 120–130 °C einregeln. Die Glut oder Hitzequelle liegt nur auf einer Seite; unter der kalten Zone steht eine Auffangschale. Die Rippchen kommen nicht direkt über die Glut.
Wichtig: Grill und Deckel werden sehr heiß; ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien halten.
Beide Racks mit der Knochenseite nach unten in die indirekte Zone legen. Den Deckel schließen und 90 Minuten bei 120–130 °C garen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt sich zu trocknen, und die Racks bleiben noch fest.
Die Rippchen wenden und die Fleischseite mit einem Teil der unbenutzten Glasur bestreichen. Weitere 45 Minuten indirekt garen.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet an der Fleischseite, ohne dunkel zu werden.
Wichtig: Nur Glasur verwenden, die noch nicht mit rohem Fleisch oder benutztem Besteck in Kontakt gekommen ist.
Die Rippchen wieder mit der Fleischseite nach oben auflegen, erneut bestreichen und noch 45–60 Minuten garen. Alle 20 Minuten dünn nachglasieren, damit die süße Sauce nicht verbrennt. Nach insgesamt etwa 3 Stunden prüfen, ob sich das Rack beim Anheben leicht durchbiegt und sich das Fleisch an den Knochenenden sichtbar zurückgezogen hat. Falls es noch fest ist, weitere 20 Minuten indirekt garen und erneut prüfen.
Daran erkennst du es: Das Rack biegt sich beim Anheben leicht durch, und das Fleisch hat sich an den Knochenenden sichtbar zurückgezogen.
Wichtig: Rohes Fleisch und fertige Glasur mit getrennten Utensilien behandeln.
Die zurückbehaltene Glasur auftragen. Für eine kräftige Oberfläche die Rippchen anschließend 60–90 Sekunden je Seite über direkte mittlere Hitze legen und dabei aufmerksam wenden. Die Glasur soll glänzen und leicht karamellisieren, aber nicht dunkel verbrennen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche glänzt und ist leicht karamellisiert, ohne dunkel zu verbrennen.
Wichtig: Beim Wenden auf aufflammendes Fett und sehr heiße Grillroste achten.
Die Racks vom Grill nehmen und 10 Minuten locker ruhen lassen, damit sich die Fleischsäfte verteilen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche bleibt glänzend, während die Racks etwas abkühlen.
Mit einem scharfen Messer zwischen den Knochen in einzelne Rippchen schneiden und mit den fein geschnittenen Frühlingszwiebeln bestreuen.
Daran erkennst du es: Die Rippchen lassen sich sauber zwischen den Knochen portionieren.
Wichtig: Das Messer sicher führen und die Rippchen erst nach der Ruhezeit schneiden.
Gut zu wissen
Gochujang liefert eine fermentierte, dicke Chilipaste mit Würze und leichter Süße. Gochugaru ergänzt sie mit einem trockeneren, fruchtig-pikanten Chiliaroma.
Die reife koreanische Birne macht die Glasur fruchtiger und frischer. Eine reife normale Birne funktioniert ebenfalls, schmeckt aber weniger frisch.
Koreanischer Reissirup bindet die Glasur und unterstützt die glänzende Oberfläche. Seine Süße karamellisiert bei direkter Hitze besonders schnell.
Geröstetes Sesamöl wird sparsam eingesetzt und gibt der Glasur ein deutlich nussiges Aroma.
Die Glasur wird etwas blumiger und süßer.
Den Reissirup im gleichen Gewicht durch milden Honig ersetzen und die Rippchen bei direkter Hitze besonders aufmerksam beobachten.
Die Glasur schmeckt etwas weniger frisch, bleibt aber fruchtig.
Eine reife normale Birne fein reiben und im gleichen Gewicht verwenden.
Die lange Garphase ausschließlich indirekt durchführen, dünn nachglasieren und die direkte Schlussphase nur kurz halten.
Verbrannte äußere Stellen vorsichtig entfernen und die Rippchen mit einer dünnen Schicht der zurückbehaltenen Glasur fertigstellen.
Nach etwa drei Stunden die Biegsamkeit prüfen und bei Bedarf in weiteren 20-Minuten-Phasen nachgaren.
Die Rippchen weiter indirekt bei 120–130 °C garen und erneut prüfen, bevor die direkte Hitze eingesetzt wird.
Mit dünnen Schichten arbeiten und zwischen den Glasurphasen ausreichend indirekte Hitze wirken lassen.
Eine dünne zusätzliche Schicht auftragen und nur kurz über direkter Hitze karamellisieren.
Die Garraumtemperatur stabil bei 120–130 °C halten und den Garzustand über die Biegsamkeit prüfen.
Die Rippchen nach dem Schneiden mit etwas zurückbehaltener Glasur servieren.
Die Glasur wird mit mildem Honig statt Reissirup zubereitet und schmeckt dadurch etwas blumiger und süßer.
Häufig gefragt
Ein Kugelgrill, Keramikgrill oder Smoker mit Deckel eignet sich, solange eine indirekte Zone bei 120–130 °C eingerichtet werden kann. Die Rippchen liegen während der langen Garphase nicht direkt über der Glut.
Nach etwa drei Stunden sollte sich das Rack beim Anheben leicht durchbiegen und das Fleisch an den Knochenenden sichtbar zurückgezogen sein. Ist es noch fest, die Rippchen in weiteren 20-Minuten-Phasen indirekt garen.
Ja. Milder Honig kann im gleichen Gewicht verwendet werden. Die Glasur wird dadurch etwas blumiger und süßer und sollte über direkter Hitze besonders aufmerksam beobachtet werden.
Diese Zutaten findest du meist in koreanischen oder gut sortierten asiatischen Supermärkten.
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