Carioca-Bohnen
Carioca-Bohnen sind hellbraun gemusterte brasilianische Bohnen. Sie sind in Brasilienläden und gut sortierten internationalen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
Warme Bohnenbeilage aus Brasilien
Kräftige brasilianische Bohnenbeilage aus weich gegarten Carioca-Bohnen, Speck, Panceta und Würsten. Die sämige Konsistenz entsteht durch das Druckgaren und das anschließende Einkochen mit den gebratenen Fleischeinlagen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Feijão gordo ist eine reichhaltige brasilianische Bohnenbeilage aus dem Landesinneren. Getrocknete Carioca-Bohnen werden vollständig vorgegart und anschließend mit Bauchspeck, Panceta, Linguiça calabresa, frischer Schweinswurst und aromatischen Gewürzen langsam eingedickt. Warm serviert passt die Beilage besonders gut zu Churrasco, gegrilltem Rind, Schweinefleisch oder weiteren Würsten.
Sämig und kräftig, mit weichen, noch erkennbaren Bohnen, saftigen Fleisch- und Wurststücken sowie rauchig-würzigen Aromen. Der Cheiro-verde setzt einen frischen Abschluss.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Carioca-Bohnen verlesen, abspülen und in reichlich kaltem Wasser 8 Stunden einweichen. Danach abgießen und nochmals abspülen. Die Bohnen sind nicht vorgekocht und nicht aus der Dose.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind vollständig gequollen und gründlich abgespült.
Die eingeweichten Bohnen mit 1,5 l frischem Wasser und dem Lorbeerblatt in den Schnellkochtopf geben. Den Topf verschließen, auf Druck bringen und die Hitze reduzieren. 30 Minuten unter Druck garen. Anschließend 15 Minuten von selbst abdampfen lassen. Erst danach vorsichtig öffnen und prüfen, ob die Bohnen weich sind. Falls sie noch fest sind, ohne Druck weitere 5 bis 10 Minuten garen.
Daran erkennst du es: Die Bohnen lassen sich leicht zerdrücken und haben keinen harten Kern.
Wichtig: Den Schnellkochtopf erst öffnen, wenn der Druck vollständig abgebaut ist.
Während die Bohnen garen, den Bauchspeck in einem breiten schweren Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Panceta, Linguiça calabresa und frische Schweinswurst hinzufügen und 6 bis 8 Minuten braten, bis die Stücke leicht gebräunt sind.
Daran erkennst du es: Die Fleisch- und Wurststücke sind leicht gebräunt.
Wichtig: Rohe Wurst und Schweinefleisch vollständig durchgaren.
Zwiebel und Knoblauch einrühren und 3 Minuten mitbraten, bis die Zwiebel weich ist. Colorau und schwarzen Pfeffer kurz unterrühren. Wegen der bereits gewürzten und geräucherten Wurst zunächst nur die abgemessene Salzmenge verwenden.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, ohne stark zu bräunen.
Die gegarten Bohnen mitsamt ihrem Kochsud in den Topf geben. 300 ml heißes Wasser einrühren und alles 15 bis 20 Minuten ohne Deckel sanft köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit der Sud sämig wird. Einige Bohnen mit dem Kochlöffel am Topfrand zerdrücken, den größten Teil aber ganz lassen.
Daran erkennst du es: Der Sud ist sichtbar gebunden, während die meisten Bohnen noch ganz sind.
Das Lorbeerblatt entfernen. Mit Salz abschmecken und den cheiro-verde unterheben. Den Feijão gordo 5 Minuten ruhen lassen und anschließend warm als Beilage zu Churrasco, gegrilltem Rind, Schweinefleisch oder Würsten servieren.
Daran erkennst du es: Die Beilage ist warm, sämig und ausgewogen abgeschmeckt.
Gut zu wissen
Carioca-Bohnen sind hellbraun gemusterte brasilianische Bohnen. Sie sind in Brasilienläden und gut sortierten internationalen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
Linguiça calabresa ist eine brasilianische geräucherte Schweinswurst mit würziger Paprikanote und wird meist in Brasilienläden angeboten.
Colorau ist eine brasilianische Annatto-Paprika-Mischung, die vor allem Farbe und milde Würze liefert.
Cheiro-verde bezeichnet eine frische Kräuterkombination, häufig aus Petersilie und Frühlingszwiebel.
Der Geschmack wird etwas nussiger; die Schale kann beim Garen weicher werden.
Pinto-Bohnen in gleicher Menge verwenden und wie die Carioca-Bohnen einweichen und druckgaren.
Die Beilage wird kräftiger und weniger typisch brasilianisch.
Die Mettenden in Scheiben schneiden und anstelle der Linguiça calabresa mit den übrigen Fleischeinlagen braten.
Die milde Würze bleibt ähnlich, die Farbe kann etwas anders ausfallen.
Mildes Paprikapulver mit einer kleinen Prise Annatto mischen und anstelle des Colorau kurz unterrühren.
Die Bohnen vor dem Garen gründlich einweichen und nach dem Druckabbau auf einen weichen Kern prüfen.
Die Bohnen ohne Druck weitere 5 bis 10 Minuten garen und erneut prüfen.
Zunächst nur die abgemessene Salzmenge verwenden und erst nach dem Einkochen abschmecken.
Mit etwas heißem Wasser und, falls vorhanden, ungesalzenen gegarten Bohnen strecken; anschließend erneut sämig einkochen.
15 bis 20 Minuten offen sanft einkochen und einige Bohnen am Topfrand zerdrücken.
Weitere Minuten ohne Deckel sanft einkochen lassen und einige zusätzliche Bohnen zerdrücken.
Die Bohnen nach dem Druckgaren prüfen und beim offenen Einkochen nur gelegentlich vorsichtig umrühren.
Die Beilage als besonders sämige Bohnenzubereitung servieren und die Kräuter erst zum Schluss unterheben.
Häufig gefragt
Ja. Pinto-Bohnen sind eine passende Alternative. Ihr Geschmack ist etwas nussiger, und die Schale kann beim Garen weicher werden.
Geräucherte Mettenden sind eine brauchbare Alternative. Sie machen die Beilage kräftiger und weniger typisch brasilianisch.
Mildes Paprikapulver mit einer kleinen Prise Annatto kann Colorau ersetzen. Die Farbe kann dadurch etwas anders ausfallen.
Die gegarten Bohnen offen mit den Fleischeinlagen einkochen und einige Bohnen am Topfrand zerdrücken. Den größten Teil der Bohnen ganz lassen.
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