Queijo coalho
Queijo coalho ist ein schnittfester brasilianischer Grillkäse, der seine Form beim Grillen weitgehend behält und an den Rändern leicht bräunen kann.
Brasilianische Grillküche
Ganze Tintenfischtuben werden mit Garnelen, Queijo coalho, Dedo-de-moça, Knoblauch und Koriander gefüllt und direkt über mittlerer Glut gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Lula recheada na brasa bezeichnet gefüllte Tintenfischtuben aus brasilianischen Churrasco-Varianten. In dieser Fassung treffen gehackte Garnelen, schnittfester Queijo coalho, Chili und Koriander auf eine kurze direkte Grillzeit. Die Tuben werden nur zu zwei Dritteln gefüllt, damit sie sich beim Garen zusammenziehen können, ohne aufzuplatzen.
Außen sind die Tuben opak-weiß und mit deutlichen Grillspuren versehen. Die Füllung bleibt saftig und herzhaft, der Queijo coalho leicht gebräunt, die Garnelen fest und undurchsichtig. Chili sorgt für milde bis mittlere Schärfe, während Limette und Koriander den Geschmack auffrischen.
Schritt für Schritt
Die Tintenfische unter kaltem Wasser säubern. Kopf und Innereien vorsichtig aus dem Körper ziehen, den durchsichtigen Schulp entfernen und den harten Schnabel aus dem Tentakelkranz lösen. Die Tentakel oberhalb der Augen abschneiden, gründlich abspülen und trocken tupfen. Die Haut kann entfernt werden, muss aber nicht.
Daran erkennst du es: Die Tuben und Tentakel sind sauber und trocken.
Wichtig: Rohe Meeresfrüchte nach der Vorbereitung nicht mit verzehrfertigen Lebensmitteln oder sauberen Utensilien in Kontakt bringen.
Die Tentakel fein hacken. Die Garnelen ebenfalls klein schneiden. Beides mit Queijo coalho, Knoblauch, Dedo-de-moça, der Hälfte des Korianders, 30 ml Olivenöl, 3 g Salz und dem Pfeffer vermengen.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist gleichmäßig vermischt und verteilt Käse, Garnelen, Chili und Kräuter sichtbar.
Wichtig: Die Füllung bis zum Grillen kühl halten.
Jede Tintenfischtube höchstens zu zwei Dritteln mit der Füllung befüllen. So bleibt Platz, weil sich die Tube beim Grillen zusammenzieht. Die Öffnungen mit je zwei Holzspießen kreuzweise verschließen.
Daran erkennst du es: Jede Tube ist höchstens zu zwei Dritteln gefüllt und an der Öffnung sicher verschlossen.
Wichtig: Die Holzspieße vor dem Servieren vollständig entfernen.
Einen sauberen Grillrost über mittlerer direkter Glut auf etwa 200–220 °C vorheizen. Die Tuben und die Tentakel mit dem restlichen Olivenöl bepinseln. Den Rost sauber bürsten und leicht ölen.
Wichtig: Beim Vorheizen und Ölen auf die heiße Grillfläche und aufflammendes Fett achten.
Die gefüllten Tuben mit der verschlossenen Seite nach unten auf den Rost legen. 3–4 Minuten grillen, vorsichtig wenden und weitere 3–4 Minuten grillen. Die Tentakel danebenlegen und etwa 2–3 Minuten grillen, bis sie gebräunt und fest sind.
Daran erkennst du es: Die Tuben tragen Grillspuren, die Tentakel sind gebräunt und fest.
Wichtig: Heiße Tuben und Tentakel nur mit geeigneter Grillzange wenden.
Die Tintenfischtuben sind fertig, wenn sie außen opak-weiß sind, deutliche Grillspuren tragen und die Füllung im Kern heiß ist. Die Garnelen müssen vollständig undurchsichtig sein. Nicht länger als nötig grillen, damit der Tintenfisch nicht zäh wird.
Daran erkennst du es: Die Außenflächen sind opak-weiß, die Füllung ist im Kern heiß und die Garnelen sind vollständig undurchsichtig.
Wichtig: Rohe Garnelen müssen vollständig undurchsichtig und die Füllung im Kern heiß sein.
Die Tuben 3 Minuten ruhen lassen, dann die Holzspieße entfernen und die Lula in dicke Scheiben schneiden. Mit dem Limettensaft und dem restlichen Koriander servieren.
Daran erkennst du es: Die Tuben sind nach der Ruhezeit stabil genug, um in dicke Scheiben geschnitten zu werden.
Wichtig: Vor dem Servieren alle Holzspieße entfernen.
Gut zu wissen
Queijo coalho ist ein schnittfester brasilianischer Grillkäse, der seine Form beim Grillen weitgehend behält und an den Rändern leicht bräunen kann.
Dedo-de-moça ist eine rote brasilianische Chilischote mit milder bis mittlerer Schärfe. Eine rote Chilischote ähnlicher Schärfe kann sie ersetzen, verändert das Aroma aber leicht.
Halloumi ist meist salziger und bleibt beim Grillen etwas fester als Queijo coalho.
Halloumi in etwa 5 mm große Würfel schneiden und in gleicher Menge in die Füllung geben. Das Salz in der Füllung bei Bedarf zurückhaltend dosieren.
Das Gericht bleibt scharf, kann aber ein leicht anderes fruchtiges Aroma erhalten.
Eine rote Chilischote ähnlicher Schärfe entkernen und fein hacken, dann wie Dedo-de-moça in die Füllung geben.
Die Füllung locker einfüllen und sichtbar Platz für das Zusammenziehen der Tube lassen.
Ausgetretene Füllung neben den Tuben fertig grillen und zusammen mit den geschnittenen Tuben servieren.
Die kurze Grillzeit einhalten und den Garzustand an opak-weißer Oberfläche, Grillspuren und heißer Füllung prüfen.
Die Tuben sofort vom Grill nehmen, 3 Minuten ruhen lassen und dünn beziehungsweise in dicke, gleichmäßige Scheiben schneiden.
Den Rost vor dem Auflegen sauber bürsten und leicht ölen; die Tuben erst wenden, wenn sie sich vorsichtig lösen lassen.
Nicht gewaltsam ziehen, sondern die klebende Stelle mit der Grillzange vorsichtig lösen und die Tube auf eine noch saubere Rostfläche umsetzen.
Die dickste Tube kontrollieren; die Garnelen müssen vollständig undurchsichtig und die Füllung im Kern heiß sein.
Die betroffene Tube vorsichtig weitergrillen, bis der Garzustand erreicht ist, ohne die gesamte Charge unnötig lange zu garen.
Häufig gefragt
Ja. Halloumi eignet sich als Ersatz in gleicher Menge. Er ist meist salziger und bleibt beim Grillen etwas fester.
Die Tuben ziehen sich beim Grillen zusammen. Der freie Platz verhindert, dass die Füllung herausgedrückt wird oder die Öffnung aufreißt.
Eine rote Chilischote ähnlicher Schärfe funktioniert ebenfalls. Das fruchtige Aroma kann sich dadurch leicht verändern.
Die Tuben sind außen opak-weiß und tragen deutliche Grillspuren. Die Füllung ist im Kern heiß und die Garnelen sind vollständig undurchsichtig.
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