Maniok auswählen
Frische, als Speiseware gekennzeichnete Maniokknollen findest du meist in Asia-Märkten oder gut sortierten Obst- und Gemüseabteilungen.
Gegrilltes Thai-Dessert
Langsam über indirekter Holzkohle gegrillter Maniok wird leicht aufgedrückt und in einer salzig-süßen Kokossauce gezogen. Geröstete Ränder, eine weiche Mitte und konzentrierter Kokosgeschmack machen ihn zu einem eigenständigen warmen Dessert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Maniok mit Kokos-Sirup ist eine thailändische Süßspeise und ein besonderer Grillabschluss. Die Knolle wird langsam über indirekter Hitze weich gegart, aufgedrückt und anschließend in einer warmen Kokossauce gewendet, damit die Sauce in die offenen Spalten zieht.
Die Mitte ist weich und stärkehaltig, während die aufgerissenen Ränder dunkelgolden geröstet sind. Die Kokossauce ist warm, cremig-dickflüssig und salzig-süß mit karamelligen Noten vom Palmzucker.
Schritt für Schritt
Richte den Grill für indirekte Hitze ein und stabilisiere ihn bei etwa 120–140 °C. Schiebe die Holzkohle an die Seiten und platziere die feuerfeste Schale in der Mitte, damit der Maniok nicht direkt über der stärksten Glut liegt.
Wichtig: Beim Einrichten des Grills hitzebeständige Handschuhe oder Grillwerkzeug verwenden.
Wasche den Maniok gründlich, schäle ihn vollständig und schneide ihn in 10–12 cm lange Stücke. Verwende möglichst gleich dicke Stücke, damit sie gleichzeitig weich werden.
Wichtig: Die Schale vollständig entfernen und den Maniok nicht roh servieren.
Lege die Maniokstücke auf den Rost über die indirekte Zone. Schließe den Deckel und grille sie 45–70 Minuten. Wende die Stücke etwa alle 15 Minuten. Während dieser Grillphase kann parallel die Kokossauce zubereitet werden.
Daran erkennst du es: Ein Holzspieß gleitet leicht hinein und die Stücke geben auf Druck deutlich nach.
Wichtig: Beim Wenden Abstand zur heißen Glut halten.
Gib KokosmilchWässrige Emulsion aus zerkleinertem Kokosnussfleisch und Wasser., PalmzuckerPalmzucker wird aus dem eingedickten Saft verschiedener Palmen gewonnen., Zucker und Meersalz in einen kleinen Topf. Erwärme die Mischung bei mittlerer bis niedriger Hitze und rühre, bis sich der Zucker gelöst hat. Lasse die Kokossauce anschließend 20–30 Minuten sanft einkochen, bis sie leicht dickflüssig ist. Nimm den Topf vom Herd und rühre die Butter ein. Diese Arbeit kann während der ersten Grillphase erfolgen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht dickflüssig und der Zucker vollständig gelöst.
Wichtig: Den Topf nach dem Einkochen vorsichtig vom Grill oder Herd nehmen; die Sauce ist sehr heiß.
Nimm die weichen Maniokstücke vorsichtig vom Grill und drücke sie mit einem schweren Topf oder einer sauberen Grillpfanne leicht auf, bis die Oberfläche aufreißt. Die Stücke sollen zusammenhalten, aber offene Spalten für die Kokossauce bekommen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist aufgerissen, während die Stücke noch zusammenhalten.
Wichtig: Den heißen Maniok mit Grillzange oder hitzefesten Handschuhen handhaben.
Lege den aufgedrückten Maniok wieder über die indirekte Hitze und grille ihn weitere 15–20 Minuten. Wende ihn einmal, bis die Ränder dunkelgolden geröstet sind. Bleibt die Glut sehr heiß, verschiebe die Stücke weiter vom Kohlekern weg.
Daran erkennst du es: Die aufgerissenen Ränder sind dunkelgolden geröstet.
Wichtig: Bei aufflammender Glut die Stücke sofort in eine kühlere Zone verschieben.
Gib den heißen Maniok in die warme Kokossauce und lasse ihn 10 Minuten ziehen. Wende die Stücke vorsichtig einmal, damit die Sauce in die aufgebrochene Oberfläche gelangt. Serviere den Maniok warm und löffle zusätzliche Kokossauce darüber.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet an den Stücken und ist in die aufgerissene Oberfläche eingezogen.
Wichtig: Warm servieren und beim Umgang mit der heißen Sauce vorsichtig sein.
Gut zu wissen
Frische, als Speiseware gekennzeichnete Maniokknollen findest du meist in Asia-Märkten oder gut sortierten Obst- und Gemüseabteilungen.
Palmzucker ist in Asia-Märkten, größeren Supermärkten und gut sortierten Gewürzläden erhältlich. Er gibt der Sauce eine kräftige, weniger eindimensional süße Note.
Ungesüßte, dicke Kokosmilch sorgt dafür, dass die Sauce nach dem Einkochen an den aufgerissenen Maniokstücken haftet.
Süßkartoffeln werden schneller weich und schmecken deutlich weniger neutral-stärkehaltig als Maniok.
Süßkartoffeln in ähnlich große Stücke schneiden, die Grillzeit früher kontrollieren und sie vom Grill nehmen, sobald der Holzspieß leicht hineingleitet.
Die Sauce wird kräftiger und weniger floral als mit Palmzucker.
Dunklen braunen Zucker wie den Palmzucker in die Kokosmilch geben und vollständig auflösen.
Die Kohle seitlich anordnen, die feuerfeste Schale in der Mitte platzieren und den Grill bei etwa 120–140 °C stabilisieren.
Die Stücke weiter von der Glut weglegen, den Deckel schließen und weitergrillen, bis der Holzspieß leicht hineingleitet.
Die Sauce 20–30 Minuten sanft einkochen, bis sie leicht dickflüssig ist.
Die Sauce vorsichtig weiter einkochen und dabei regelmäßig rühren.
Nur leicht aufdrücken und die Stücke beim Wenden vorsichtig behandeln.
Zerfallene Stücke trotzdem mit der Sauce servieren; sie nehmen besonders viel Kokossauce auf.
Die Mischung bei mittlerer bis niedriger Hitze sanft einkochen und regelmäßig rühren.
Nicht angebrannte Sauce vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen; stark verbrannte Sauce ersetzen.
Eine schnellere Variante mit Süßkartoffeln anstelle von Maniok. Sie wird weicher und süßer, behält aber die Kombination aus Grillröstung und Kokossauce.
Palmzucker wird durch dunklen braunen Zucker ersetzt. Die Sauce erhält dadurch ein kräftigeres, weniger florales Aroma.
Das Rezept enthält keine belegten Angaben zur Tiefkühllagerung; die Qualität der gegrillten Maniokstücke und der Kokossauce nach dem Einfrieren ist daher nicht spezifiziert.
Häufig gefragt
Ja. Süßkartoffeln werden schneller weich und schmecken deutlich weniger neutral-stärkehaltig. Prüfe sie deshalb früher mit dem Holzspieß.
Dunkler brauner Zucker ist eine mögliche Alternative. Die Sauce wird damit kräftiger und weniger floral.
Die indirekte Hitze lässt die Stücke langsam weich werden, ohne dass die Oberfläche verbrennt, bevor die Mitte gar ist.
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