Gegrilltes Sorghum-Fladenbrot

Nigeria · moderne Grillvariante

Weiches Hefefladenbrot aus Weizen- und SorghummehlMehl aus gemahlenen Sorghumkörnern, das besonders in glutenfreien Backwaren eingesetzt wird., das direkt auf dem Grillrost gebacken wird und rauchige Röststellen erhält.

Zum Rezept
Gegrilltes Sorghum-Fladenbrot
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 24 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 85 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 6 Fladenbrote, etwa 20 cm Durchmesser
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Sorghum, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Hefeteig sorgt trotz des Sorghummehls für eine zusammenhängende, elastische Struktur.
  • Das direkte Grillen entwickelt schnell gebräunte Röststellen und ein rauchiges Aroma.
  • Rotes Palmöl bringt eine charakteristische Farbe und ein leicht erdiges, nussiges Geschmacksprofil.
  • Die kurze Ruhezeit nach dem Grillen hält die Krume weich.

Dieses moderne Grillbrot verbindet Weizenmehl mit nussig-malzigem Sorghummehl und rotem Palmöl. Der elastische Hefeteig wird in sechs Fladen geformt und direkt über mittlerer Grillhitze gebacken. So entstehen eine weiche Krume, gebräunte Grillstreifen und ein leicht erdiges Aroma vom Palmöl.

Außen zeigen die Fladen gebräunte Röststellen und ein feines Grillmuster. Innen bleiben sie weich und elastisch, mit leicht nussig-malzigem Sorghumaroma und einer dezenten erdigen Note vom roten Palmöl.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig herstellen

  1. Trockene Zutaten mischen

    Vermische Weizenmehl, Sorghummehl, Instanthefe, Zucker und Salz in der großen Schüssel. Gieße das warme Wasser nach und nach dazu und rühre zunächst mit dem Holzlöffel, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Halte einen Teil des Wassers zunächst zurück, damit du die Teigkonsistenz besser steuern kannst.

    35 °C

    Daran erkennst du es: Es ist kein trockenes Mehl mehr sichtbar.

    • Das Wasser portionsweise einarbeiten, statt es auf einmal zuzugeben.
  2. Teig kneten

    Gib 20 ml rotes PalmölRotes Palmöl ist ein intensiv gefärbtes, meist wenig raffiniertes Palmfruchtöl. dazu und knete den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig, bis er glatt, weich und elastisch ist. Falls er trocken wirkt, verwende dabei etwas von dem zurückgehaltenen Wasser. Der Teig darf leicht kleben, soll sich aber zu einer zusammenhängenden Kugel formen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, weich, elastisch und lässt sich zu einer Kugel formen.

    • Nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten, damit die Fladen weich bleiben.
  3. Teig gehen lassen

    Reibe die Schüssel mit wenig neutralem Öl aus, lege den Teig hinein und decke ihn ab. Lass ihn an einem warmen, zugfreien Ort etwa 60 Minuten gehen, bis er sichtbar aufgegangen ist.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.

    • Die Schüssel abdecken, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  4. Teiglinge formen und ruhen lassen

    Teile den Teig in 6 gleich große Stücke von jeweils ungefähr 123 g und forme daraus Kugeln. Decke sie ab und lass sie weitere 20 Minuten ruhen, damit sich das Klebergerüst entspannt und der Teig leichter ausziehen lässt.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge lassen sich ohne starkes Zurückziehen ausziehen.

    • Die Teiglinge während der Ruhezeit abgedeckt halten.

Grill vorbereiten und Fladen formen

  1. Zwei-Zonen-Glut vorbereiten

    Bereite während der zweiten Ruhezeit den Grill für eine Zwei-Zonen-Glut vor. Bei einem Holzkohlegrill schiebst du die Kohlen auf eine Seite und lässt die andere Seite als Ausweichzone frei. Bei einem Gasgrill stellst du eine mittlere bis mittelhohe direkte Hitze von etwa 220 °C am Rost ein. Der Rost muss sauber und gut vorgeheizt sein.

    220 °C

    Daran erkennst du es: Der Rost ist sauber und vollständig vorgeheizt.

    • Die kühlere Zone dient als Ausweichbereich, falls die Ränder zu schnell bräunen.

    Wichtig: Beim Vorheizen und Arbeiten am Grill auf die heiße Grillfläche und die Hitzequelle achten.

  2. Fladen ausziehen

    Drücke jede Teigkugel auf einer leicht bemehlten Fläche zu einer runden Scheibe von etwa 20 cm Durchmesser und 3 bis 4 mm Dicke. Ziehe den Teig nicht zu dünn, damit die Fladen innen weich bleiben.

    Daran erkennst du es: Jeder Fladen ist rund, etwa 20 cm groß und nicht zu dünn ausgezogen.

    • Die Fläche nur leicht bemehlen und die Fladen vorsichtig ausziehen.

Fladen grillen und ruhen lassen

  1. Erste Seite grillen

    Bestreiche den heißen Rost sehr dünn mit dem restlichen neutralen Öl. Lege die Fladen direkt über die mittlere Hitze und schließe den Deckel. Grille sie je nach Grill und Teigdicke etwa 2 bis 3 Minuten, bis die Unterseite Röststellen zeigt und sich auf der Oberfläche Blasen bilden.

    3 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Die Unterseite zeigt Röststellen und auf der Oberfläche bilden sich Blasen.

    • Das Öl nur sehr dünn auftragen, damit es nicht unnötig auf die Hitzequelle tropft.

    Wichtig: Beim Ölen und Auflegen der Fladen vorsichtig arbeiten, da Rost und Grillfläche sehr heiß sind.

  2. Zweite Seite grillen

    Wende die Fladen mit der Grillzange und grille die zweite Seite ebenfalls etwa 2 bis 3 Minuten. Drehe sie bei Bedarf einmal um 90 Grad, damit ein gleichmäßiges Rostmuster entsteht. Werden die Ränder zu schnell dunkel, schiebe die Fladen in die kühlere Zone und backe sie dort mit geschlossenem Deckel fertig.

    3 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Beide Seiten sind gebräunt und die Mitte wirkt nicht mehr teigig.

    • Die Fladen nur bei Bedarf drehen, damit das Grillmuster sichtbar bleibt.

    Wichtig: Die Fladen mit einer geeigneten Grillzange wenden und nicht mit den Händen auf den heißen Rost legen.

  3. Unter einem Tuch ruhen lassen

    Nimm die fertigen Fladen vom Grill und lass sie 5 Minuten unter einem sauberen Tuch ruhen. So bleibt die Krume weich.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fladen sind gebräunt, die Mitte ist nicht mehr teigig und die Krume bleibt weich.

    • Die Fladen bis zum Servieren abdecken.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Wasser portionsweise einarbeiten: Die 300 ml Wasser nicht zwingend auf einmal zugeben. Ein Teil kann zunächst zurückgehalten und beim Kneten ergänzt werden, falls der Teig trocken wirkt.
  • Fladen nicht zu dünn ziehen: Eine Dicke von etwa 3 bis 4 mm hilft dabei, die Fladen innen weich zu halten.
  • Kühlere Zone bereithalten: Die Zwei-Zonen-Anordnung bietet eine Ausweichzone, falls die Ränder über der direkten Hitze zu schnell dunkel werden.
  • Nach dem Grillen abdecken: Die fünfminütige Ruhezeit unter einem sauberen Tuch schützt die weiche Krume vor dem Austrocknen.

Zutatenwissen

Sorghummehl einkaufen

Sorghummehl ist häufig in afrikanischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäften, in gut sortierten Reformhäusern und im Onlinehandel erhältlich.

Rotes Palmöl einkaufen

Rotes Palmöl ist in afrikanischen Lebensmittelgeschäften und spezialisierten Online-Shops erhältlich. Es prägt Farbe und Aroma der Fladen.

Wassermenge anpassen

Das Wasser wird schrittweise eingearbeitet. Der Teig darf leicht kleben, soll sich aber zu einer zusammenhängenden Kugel formen lassen.

Sinnvolle Alternativen

fein gemahlenes Hirsemehl

Die Fladen schmecken etwas blumiger und weniger malzig.

Das Sorghummehl im gleichen Mengenverhältnis durch fein gemahlenes Hirsemehl ersetzen und den Teig wie beschrieben zubereiten.

neutrales Öl

Die Fladen werden heller und verlieren ihr charakteristisches, leicht erdiges Aroma.

Das rote Palmöl im Teig durch 20 ml neutrales Öl ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig wird fest und die fertigen Fladen werden trocken.

Den Teig ausreichend kneten und nur bei Bedarf die zurückgehaltene Wassermenge ergänzen.

Den Teig kurz weiterkneten und, falls er wirklich trocken ist, tropfenweise Wasser einarbeiten.

Die Fladen werden hart oder trocknen auf dem Grill schnell aus.

Die Fladen nicht zu dünn ausziehen und die Zielgröße von etwa 20 cm einhalten.

Die übrigen Teiglinge etwas dicker formen und die Grillzeit aufmerksam verkürzen.

Die Ränder werden dunkel, bevor die Mitte gar ist.

Eine Zwei-Zonen-Glut vorbereiten und die Fladen bei Bedarf in die kühlere Zone schieben.

Die Fladen in der kühleren Zone mit geschlossenem Deckel fertig garen.

Die Krume wirkt trockener und weniger weich.

Die Fladen fünf Minuten unter einem sauberen Tuch ruhen lassen.

Die noch warmen Fladen nachträglich kurz abdecken.

Varianten

Fladenbrot mit Hirsemehl

Eine Variante mit fein gemahlenem Hirsemehl statt Sorghummehl. Sie bleibt ein weiches Grillfladenbrot, schmeckt aber etwas blumiger und weniger malzig.

Servieren und kombinieren

  • Zu gegrilltem Gemüse: Die warmen Fladen als Brotbeilage zu gegrilltem Gemüse reichen. Die weiche Krume eignet sich auch dazu, aromatische Grillrückstände und Säfte aufzunehmen.
  • Mit würziger Beilage: Die Fladen warm servieren und mit einer würzigen, separat zubereiteten Beilage oder einem Aufstrich kombinieren.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 550.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich das Sorghummehl ersetzen?

Ja. Fein gemahlenes Hirsemehl kann im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden. Der Geschmack wird etwas blumiger und weniger malzig.

Was passiert, wenn ich rotes Palmöl ersetze?

Mit neutralem Öl werden die Fladen heller und verlieren ihr charakteristisches, leicht erdiges Aroma.

Warum braucht der Grill zwei Zonen?

Die direkte Zone sorgt für Röststellen. Die kühlere Zone dient als Ausweichbereich, wenn die Ränder zu schnell dunkel werden oder die Mitte noch fertig backen muss.

Wie soll sich der Teig anfühlen?

Der Teig soll glatt, weich und elastisch sein. Er darf leicht kleben, sollte sich aber zu einer zusammenhängenden Kugel formen lassen.

Aus unserer Küche

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