Scotch Bonnet
Scotch Bonnet bringt fruchtige Schärfe und ein charakteristisches karibisches Aroma. Habaneros sind eine brauchbare Alternative, wirken oft etwas geradliniger scharf.
Jerk-Schweineschulter
Saftige Schweineschulter wird mit Scotch BonnetSehr scharfe Chilischote aus der Art Capsicum chinense mit fruchtigem Aroma., PimentPiment, auch Nelkenpfeffer genannt, ist ein aromatisches Gewürz aus getrockneten Beeren mit Noten von Nelke, Muskat, Zimt und Pfeffer., Thymian, LimetteDen Limettensaft erst in die Füllung geben und anschließend abschmecken, damit die Säure die Süße der Süßkartoffel ausgleicht. und weiteren Gewürzen mariniert, indirekt mit Rauch gegrillt und anschließend gezupft. Die zurückbehaltene, aufgekochte Jerk-MarinadeWürzende Mischung, in der Lebensmittel vor dem Garen Aroma aufnehmen. dient als kräftige Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese gezupfte Jerk-Schweineschulter verbindet die charakteristische jamaikanische Jerk-Würzung mit langsamem Grillen und Rauch. Die Schweineschulter gart indirekt, bis sie zart auseinanderfällt und sich leicht zupfen lässt.
Das Fleisch wird weich und saftig und zerfällt in lange Fasern. Die Oberfläche schmeckt rauchig, würzig und leicht süßlich von der Melasse, während Scotch Bonnet, Limette und Essig für fruchtige Schärfe und Säure sorgen.
Schritt für Schritt
Scotch-Bonnet-Chilischoten, Frühlingszwiebeln, Thymian, Knoblauch, Ingwer, Piment, Koriandersamen, ZimtAromatisches Rindengewürz, das als Stange oder gemahlen verwendet wird., MuskatnussGetrockneter Samenkern der Muskatfrucht, der fein gerieben als Gewürz dient., Salz, Öl, Rum, EssigGoanischer Essig bringt die charakteristische Säure in die Recheado-Paste., Kaffee, MelasseMelasse ist ein zähflüssiger, meist dunkler Nebenstrom der Zuckergewinnung, der nach der Kristallisation von Zucker zurückbleibt. und Limettensaft in einem Mixer oder einer Küchenmaschine zu einer groben, streichfähigen Marinade verarbeiten. 200 ml davon in einem sauberen Gefäß abnehmen, abdecken und kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist grob püriert und streichfähig.
Wichtig: Für die zurückbehaltene Marinade ein sauberes Gefäß verwenden.
Die Schweineschulter rundum mit der übrigen Marinade einreiben. In einen verschließbaren Behälter legen, abdecken und 12–24 Stunden im Kühlschrank marinierenLebensmittel vor dem Garen in einer würzenden Mischung einlegen..
Daran erkennst du es: Die Oberfläche der Schweineschulter ist vollständig mit Marinade bedeckt.
Wichtig: Die marinierte Schweineschulter während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank halten.
Die Schweineschulter etwa 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Grill mit Deckel für indirekte HitzeGrillmethode, bei der das Gargut neben statt direkt über der Hitzequelle liegt. vorbereiten und auf 125–135 °C einregeln. Die Räucherchips in eine geeignete Räucherbox oder einen stabilen Räucherbehälter geben und an die Glut beziehungsweise Hitzequelle setzen.
Daran erkennst du es: Der Grill hält die indirekte Temperatur stabil und die Räucherchips beginnen zu rauchen.
Wichtig: Heiße Grillflächen und die Räucherbox nur mit geeigneten Grillhandschuhen anfassen.
Die Schweineschulter mit der Fettseite nach oben auf die kühle Grillseite legen. Den Deckel schließen und bei 125–135 °C garen. In den ersten 3–4 Stunden nach Bedarf weitere Räucherchips nachlegen, damit tatsächlich Rauch am Fleisch anliegt.
Daran erkennst du es: Rauch liegt am Fleisch an und die Grilltemperatur bleibt im Zielbereich.
Wichtig: Die Schweineschulter nicht direkt über die aktive Hitze legen; die Fettauflage kann sonst stark aufflammen.
Die Schweineschulter weitergaren, bis sie im Kern etwa 93 °C erreicht und sich ein Holzspieß oder die Temperaturfühlerspitze ohne großen Widerstand hineinstecken lässt. Je nach Grill, Fleischform und Temperatur dauert das insgesamt etwa 6–9 Stunden.
Daran erkennst du es: Etwa 93 °C im Kern und deutlich weicher Widerstand beim Einstechen.
Wichtig: Das Thermometer in den dicksten Teil der Schweineschulter stecken und Knochen oder große Fettbereiche vermeiden.
Das Fleisch vom Grill nehmen, locker abdecken und 45 Minuten ruhen lassen. Inzwischen die zurückbehaltene Marinade in einem kleinen Topf aufkochen und 5–7 Minuten sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Marinade hat einmal sprudelnd gekocht und ist anschließend leicht eingedickt.
Wichtig: Die zurückbehaltene Marinade vollständig aufkochen, bevor sie serviert oder mit dem Fleisch vermengt wird.
Die Schweineschulter mit zwei Gabeln oder hitzefesten Handschuhen in Fasern zupfen. Größere Fettstücke entfernen, das gezupfte Fleisch mit der gekochten Jerk-Marinade vermengen und mit Limettenspalten servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht in lange Fasern teilen und ist gleichmäßig mit Sauce überzogen.
Wichtig: Vor dem Servieren prüfen, dass die Marinade vollständig gekocht wurde.
Gut zu wissen
Scotch Bonnet bringt fruchtige Schärfe und ein charakteristisches karibisches Aroma. Habaneros sind eine brauchbare Alternative, wirken oft etwas geradliniger scharf.
Pimentholz gibt dem Rauch eine würzige, pimentartige Note. Apfelholzchips funktionieren als Ersatz, schmecken aber milder.
Ganze Pimentkörner liefern beim Zerkleinern ein intensiveres Aroma als bereits gemahlenes Piment.
Dunkler jamaikanischer Rum ergänzt die Marinade mit warmen Melasse- und Fassnoten. Ein dunkler Melasse- oder Demerara-Rum passt geschmacklich ebenfalls.
Ähnliche Schärfe, aber meist weniger fruchtig und mit direkterem Chiliaroma.
Habaneros entstielen und entkernen und wie Scotch Bonnet in die Marinade geben. Für eine mildere Variante zunächst nur zwei Schoten verwenden.
Der Rauch wird milder und weniger pimentartig.
Die Apfelholzchips in derselben Räucherbox verwenden und nach Bedarf nachlegen.
Das Aroma verteilt sich schneller und wirkt etwas weniger frisch und duftig.
Gemahlenes Piment direkt mit den übrigen Marinadezutaten mixen.
Die Marinade schmeckt etwas weniger tief und warm.
Den alkoholfreien Rum-Ersatz in gleicher Menge verwenden.
Die Schweineschulter auf der indirekten Seite platzieren und die Grilltemperatur regelmäßig kontrollieren.
Fleisch in eine kühlere Zone umsetzen, die Temperatur stabilisieren und bei Bedarf locker mit Folie oder einer geeigneten Abdeckung schützen.
Bei 125–135 °C arbeiten, die Zartheitsprobe beachten und beim Zupfen nur größere harte Fettstücke entfernen.
Das Fleisch mit der gekochten Jerk-Sauce portionsweise vermengen und kurz abgedeckt ruhen lassen.
Die Chips in einer geeigneten Räucherbox platzieren und in den ersten 3–4 Stunden nach Bedarf nachlegen.
Während der verbleibenden Garzeit erneut geeignete Chips auflegen, ohne die Grilltemperatur stark zu erhöhen.
Vor dem Marinieren 200 ml in ein sauberes Gefäß abnehmen und ausschließlich diesen Teil für die Sauce verwenden.
Nur den sauber zurückbehaltenen Teil verwenden und ihn vollständig aufkochen.
Eine zugänglichere Variante mit weniger Scotch Bonnet und gleicher aromatischer Basis.
Eine deutlich schärfere Version für geübte Chiliesser.
Die Jerk-Würzung bleibt erhalten, während das Raucharoma zurückhaltender wird.
Die Marinade kann bis zu 24 Stunden vorher gemixt und die Schweineschulter 12–24 Stunden vor dem Grillen mariniert werden. Die zurückbehaltene Marinade bis zur Verwendung abgedeckt kühlen.
Gezupftes Fleisch und Sauce nach dem Abkühlen dicht verschlossen im Kühlschrank lagern. Reste innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und nur portionsweise entnehmen.
Gezupftes Fleisch mit etwas Sauce portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend vollständig durchgehend erhitzen.
Die Textur bleibt am besten erhalten, wenn das Fleisch mit etwas Sauce eingefroren wird.
Häufig gefragt
Mindestens 12 Stunden, idealerweise bis zu 24 Stunden im Kühlschrank. Die Marinade verteilt ihre Aromen dadurch besser an der Oberfläche und im äußeren Fleischbereich.
Der Grill wird für indirekte Hitze auf 125–135 °C eingeregelt. Die Schweineschulter gart dabei langsam mit Rauch.
Die Schweineschulter ist fertig, wenn sie im Kern etwa 93 °C erreicht und sich ein Holzspieß oder Temperaturfühler ohne großen Widerstand hineinstecken lässt.
Habaneros sind eine brauchbare Alternative. Sie sind meist ähnlich scharf, schmecken aber etwas geradliniger und weniger fruchtig.
Apfelholzchips funktionieren als Ersatz. Sie erzeugen einen milderen Rauch und bringen weniger pimentartige Würznoten mit.
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