Colenak

Sundanesische Süßspeise

Warmer Colenak aus fermentiertem ManiokVerzehrfertiger fermentierter Maniok ist in indonesischen oder gut sortierten asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich, teils im Kühl- oder Tiefkühlbereich., über Holzkohle gegrillt und mit einer süßen Kinca aus Gula ArenPalmzucker wird aus dem eingedickten Saft verschiedener Palmen gewonnen., Kokosmilch und geriebener Kokosnuss serviert.

Zum Rezept
Colenak: Peuyeum vom Holzkohlegrill
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 25 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Nüsse und Samen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die direkte Holzkohlehitze entwickelt auf dem fermentierten Maniok deutliche Röstaromen und karamellisierte Ränder.
  • Gula Aren, Kokosmilch und Kokosnuss verbinden sich zu einer warmen, leicht eingedickten Kinca.
  • Die Süße der Sauce ergänzt die leicht säuerliche Note des fermentierten Peuyeum.
  • Das Grillen macht die weichen Maniokstücke außen aromatisch, ohne ihre kompakte innere Struktur zu verlieren.

Colenak ist eine sundanesische Süßspeise aus Westjava in Indonesien. Fester, fermentierter Maniok, auch Peuyeum singkong genannt, wird über direkter Holzkohle gegrillt und anschließend warm mit Kinca serviert.

Warm, süß und aromatisch mit karamellisierten Grillspuren, einer leicht säuerlichen Peuyeum-Note und einer cremig-kokosigen Kinca.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Grill vorbereiten

  1. Holzkohlegrill vorbereiten

    Einen Holzkohlegrill für direkte mittlere Hitze vorbereiten. Die Kohlen sind bereit, wenn sie von einer grauen Ascheschicht überzogen sind. Den Grillrost gründlich reinigen und aufheizen.

    Daran erkennst du es: Die Kohlen sind von einer grauen Ascheschicht überzogen.

    • Während der Grill aufheizt, kann die Kinca zubereitet werden, wenn ein Seitenbrenner oder eine mäßig heiße Grillstelle verfügbar ist.

    Wichtig: Den Grill nur im Freien und auf einer standsicheren, feuerfesten Fläche verwenden.

Kinca zubereiten

  1. Palmzucker auflösen

    Gula Aren, Kokosmilch, Wasser, PandanblattDas aromatische, schmale Blatt der tropischen Pflanze Pandanus amaryllifolius, das in vielen asiatischen Küchen zum Würzen verwendet wird. und Salz in einen kleinen Topf geben. Den Topf auf den Seitenbrenner oder an eine mäßig heiße Stelle des Grills stellen und unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Mischung sanft köcheln lassen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist vollständig aufgelöst und die Flüssigkeit köchelt nur sanft.

    • Nicht stark sprudelnd kochen lassen, damit die Kokosmilch nicht unnötig stark reduziert.

    Wichtig: Den kleinen Topf nur auf einer standsicheren, hitzefesten Stelle verwenden.

  2. Kokosnuss einrühren und reduzieren

    Die geriebene Kokosnuss einrühren und die Kinca weitere 2–3 Minuten sanft einkochen lassen, bis sie leicht dickflüssig ist. Das Pandanblatt entfernen und die Kinca warm halten.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kinca ist leicht dickflüssig und haftet dünn am Löffel.

    • Die Kinca während des Grillens warm halten, aber nicht weiter stark einkochen lassen.

Peuyeum grillen und servieren

  1. Peuyeum vorbereiten

    Ausschließlich verzehrfertigen, fachgerecht fermentierten Peuyeum verwenden. Tiefgekühlten Peuyeum nach Packungsangabe auftauen und bis zur Verwendung gekühlt halten. Roher Maniok ist kein Ersatz. Den Peuyeum längs in 8 gleich große Stücke schneiden, harte Mittelstrünke entfernen und die Stücke vorsichtig flach drücken, ohne sie zu zerdrücken.

    • Die Stücke nur leicht flach drücken, damit sie beim Wenden stabil bleiben.

    Wichtig: Roher Maniok darf nicht als Ersatz verwendet werden. Aufgetaute Stücke bis zur Verwendung gekühlt halten.

  2. Peuyeum über direkter Glut grillen

    Die Peuyeum-Stücke direkt über der Glut auf den heißen Rost legen. Jede Schnittseite 3–4 Minuten grillen, bis sie deutliche Röstspuren zeigt und an den Rändern leicht karamellisiert. Die Stücke einmal wenden und die schmalen Seiten kurz mitgrillen. Bei zu starker Hitze den Rost höher setzen, damit der Zucker nicht verbrennt.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Deutliche Röstspuren und leicht karamellisierte Ränder.

    • Die Stücke vorsichtig wenden, damit der weiche fermentierte Maniok nicht zerbricht.
    • Bei aufflammendem Zucker die Stücke sofort in eine weniger heiße Grillzone bewegen.

    Wichtig: Beim Grillen auf aufflammenden Zucker und heiße Kohlen achten.

  3. Warm servieren

    Je zwei warme Peuyeum-Stücke auf einen Teller geben und mit der warmen Kinca überziehen. Sofort servieren.

    • Die Kinca erst kurz vor dem Servieren über den warmen Peuyeum geben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Direkte mittlere Hitze: Der Peuyeum wird direkt über der Glut gegrillt. Bei zu starker Hitze den Rost höher setzen, damit die Zuckerbestandteile nicht verbrennen.
  • Kinca warm halten: Die fertige Kinca warm halten, aber nicht weiter stark reduzieren, damit sie beim Servieren noch über den Peuyeum fließen kann.
  • Nur fertigen Peuyeum verwenden: Für dieses Rezept nur verzehrfertigen, fachgerecht fermentierten Peuyeum verwenden. Roher Maniok ist kein Ersatz.

Zutatenwissen

Peuyeum singkong

Verzehrfertiger fermentierter Maniok ist in indonesischen oder gut sortierten asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich, teils im Kühl- oder Tiefkühlbereich.

Gula Aren

Indonesischer Palmzucker wird meist als feste Stücke oder Pulver verkauft. Dunkler Palmzucker ist eine passende Alternative; Muscovadozucker schmeckt kräftiger und weniger typisch.

Pandan

Frische oder tiefgekühlte Pandanblätter geben der Kinca eine vanillige und kräuterige Note. Ohne Pandan bleibt die Sauce stimmig, aber weniger charakteristisch.

Sinnvolle Alternativen

Dunkler Palmzucker oder Muscovadozucker

Dunkler Palmzucker bleibt relativ nah am Original; Muscovadozucker schmeckt kräftiger und weniger typisch.

In gleicher Menge verwenden und wie Gula Aren fein hacken oder direkt im Topf auflösen.

Kein Ersatz

Die Kinca wird etwas weniger vanillig und kräuterig, bleibt aber stimmig.

Das Pandanblatt einfach weglassen. Keine zusätzliche Flüssigkeit ergänzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Peuyeum-Stücke oder ihre Ränder verbrennen.

Bei zu starker Hitze den Rost höher setzen und die Stücke rechtzeitig wenden.

Verbrannte Stellen dünn abschneiden und die übrigen Stücke mit frischer Kinca servieren.

Die Peuyeum-Stücke zerbrechen beim Vorbereiten oder Wenden.

Nur vorsichtig flach drücken und mit einer Grillzange behutsam wenden.

Zerbrochene Stücke trotzdem grillen und als rustikale Portion mit Kinca servieren.

Die Kinca bleibt sehr dünn.

Nach dem Einrühren der Kokosnuss weitere 2–3 Minuten sanft einkochen lassen.

Die Kinca kurz weiter einkochen, bis sie leicht dickflüssig ist.

Varianten

Kinca ohne Pandan

Eine vereinfachte Kinca ohne Pandanblatt, wenn kein frisches oder tiefgekühltes Pandan erhältlich ist.

Leichter beträufelter Colenak

Der Peuyeum wird nur leicht mit Kinca beträufelt, sodass seine karamellisierte Oberfläche stärker im Vordergrund bleibt.

Servieren und kombinieren

  • Warm als Süßspeise servieren: Colenak direkt nach dem Grillen warm mit der Kinca servieren, damit die Sauce über den karamellisierten Peuyeum fließt.
  • Kinca separat reichen: Für unterschiedliche Vorlieben einen Teil der warmen Kinca separat reichen. So kann jeder die Menge selbst bestimmen.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die fertige Speise wird am besten unmittelbar warm serviert; Einfrieren kann die Textur des fermentierten Manioks und der Kinca beeinträchtigen.

Allergene und Nährwerte

  • Kokos: enthält · Kokos ist als Kokosmilch und geriebene Kokosnuss enthalten; die rechtliche Einstufung kann vom jeweiligen Land abhängen.

Lebensmittelsicherheit

  • Fermentierter Maniok: Ausschließlich verzehrfertigen, fachgerecht fermentierten Peuyeum verwenden. Roher Maniok ist kein Ersatz.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Peuyeum singkong?

Peuyeum singkong ist fermentierter Maniok. Für Colenak wird er verzehrfertig und fest verwendet, längs geteilt und anschließend über Holzkohle gegrillt.

Kann ich rohen Maniok verwenden?

Nein. Roher Maniok ist kein Ersatz für den verzehrfertigen, fachgerecht fermentierten Peuyeum.

Was kann ich tun, wenn ich kein Pandan finde?

Das Pandanblatt kann weggelassen werden. Die Kinca schmeckt dann etwas weniger vanillig und kräuterig, bleibt aber stimmig.

Kann ich Gula Aren ersetzen?

Dunkler Palmzucker passt am besten. Muscovadozucker funktioniert ebenfalls, schmeckt aber kräftiger und weniger typisch.

Aus unserer Küche

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