Galgant einkaufen
Frischer oder tiefgekühlter Galgant ist meist in asiatischen Supermärkten erhältlich.
Indonesischer Ganztierspieß
Ein festliches indonesisch geprägtes Ganztierspießgericht: Ein junges Zicklein wird mit einer aromatischen Paste aus Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Galgant, Kurkuma, Zitronengras, Makrut-Limettenblättern und Limette mariniert, langsam über indirekter Holzkohle rotierend gegart und wiederholt mit Kecap manis bestrichen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kambing guling verbindet ein langsam über Glut rotierendes junges Zicklein mit einer kräftigen Gewürzpaste und einer süß-würzigen Grillglasur. Die Paste wird in flache Einschnitte und in die Bauchhöhle eingearbeitet, damit die Aromen tief anliegen. Nach der langen Garzeit wird das Fleisch in Scheiben oder handliche Stücke geschnitten und mit frischen Limettenspalten serviert.
Das fertige Fleisch duftet intensiv nach Zitronengras, Kurkuma und gerösteten Gewürzen. Die Oberfläche ist dunkel glänzend und würzig-süß, während das Fleisch im Inneren saftig, aromatisch und zart gegart ist. Limettenspalten setzen einen frischen, säuerlichen Kontrast.
Schritt für Schritt
Das küchenfertige Zicklein bis zur Verarbeitung gut gekühlt halten. Nicht abwaschen, sondern mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. An den dicksten Stellen von Keulen und Schultern mehrere flache Einschnitte setzen, damit die Gewürzpaste besser anliegt.
Wichtig: Rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln bearbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Koriander- und Kreuzkümmelsaat in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 1 bis 2 Minuten rösten, bis sie duften. Zusammen mit dem schwarzen Pfeffer grob zerstoßen. Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Galgant, Kurkuma, Zitronengras, Makrut-Limettenblätter, Salz und Palmzucker in einem kräftigen Mixer zerkleinern. Limettensaft, Kokosmilch, Öl und Kecap manis dazugeben und zu einer dicken, möglichst gleichmäßigen Paste verarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Gewürzsaat duftet deutlich, ohne dunkel zu werden; die Paste ist möglichst gleichmäßig und dick.
Etwa zwei Drittel der Paste außen und in der Bauchhöhle des Zickleins verteilen und besonders in die Einschnitte einarbeiten. Das Fleisch in eine ausreichend große, lebensmittelechte Wanne legen, abdecken und 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank marinieren. Nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden. Die restliche Paste, die mit rohem Fleisch in Kontakt war, nicht später als Glasur verwenden.
Wichtig: Das marinierte rohe Fleisch durchgehend gekühlt halten und die mit rohem Fleisch vermengte Paste nicht wiederverwenden.
Für die frische Grillglasur Kecap manis, Öl, Limettensaft und Wasser verrühren. Die beiden angedrückten Zitronengrasstangen und die vier Limettenblätter locker in die Bauchhöhle legen. Die Öffnung nicht dicht ausstopfen, damit die Hitze zirkulieren kann.
Den Drehspieß vom Hinterviertel durch die Körperhöhle bis zum Schulterbereich führen. Beide Doppelspießgabeln tief in die festen Fleischpartien setzen und festziehen. Vorder- und Hinterläufe mit Bratenschnur eng am Körper befestigen; lose Bauch- oder Hautteile ebenfalls sichern. Den beladenen Spieß vor dem Einschalten des Motors von Hand drehen und prüfen, ob das Zicklein ausbalanciert ist und nirgends an Grill, Tropfschale oder Deckel stößt. Die Befestigung muss zur Anleitung des verwendeten Geräts passen.
Daran erkennst du es: Der Spieß lässt sich von Hand gleichmäßig drehen, ohne dass das Fleisch oder die Befestigung an andere Teile stößt.
Wichtig: Motor erst einschalten, wenn Spieß, Gabeln, Schnur und Abstand zu allen Grillteilen kontrolliert wurden.
Die Holzkohle für eine indirekte Zweizonenhitze entzünden und seitlich oder an den Rand des Grills schieben. Die große Tropfschale unter den Drehspieß stellen. Zwischen Glut und Fleisch sollten ungefähr 40 bis 50 cm Abstand liegen. Den Grill auf 150 bis 170 °C einregeln. Es darf keine hohe, direkt am Fleisch stehende Flamme entstehen.
Daran erkennst du es: Die Kohle glüht gleichmäßig, und am Fleisch steht keine hohe direkte Flamme.
Wichtig: Hitzefesten Handschuh verwenden und ausreichend Abstand zwischen Glut, Fleisch und brennbaren Materialien einhalten.
Das Zicklein aufsetzen, den Motor einschalten und das Fleisch während der gesamten Garzeit gleichmäßig rotieren lassen. Nach den ersten 45 Minuten mit der frischen Glasur bestreichen, danach etwa alle 30 bis 40 Minuten dünn nachpinseln. Die Kohle in kleinen Portionen nachlegen, damit die Temperatur möglichst gleichmäßig bleibt. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, die betroffene Stelle locker mit Alufolie abschirmen, ohne den Drehspieß anzuhalten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche wird gleichmäßig dunkel und glänzend, ohne zu verbrennen; der Spieß rotiert kontinuierlich.
Wichtig: Heißes Fett und austretende Fleischsäfte können aufflammen; direkte Flammen am Fleisch vermeiden.
Nach etwa 4 Stunden an mehreren dicken Stellen messen, besonders in Schulter und Keule. Das Zicklein ist fertig, wenn dort mindestens 70 °C erreicht sind und der austretende Fleischsaft klar ist. Bei einem größeren oder kälter gestarteten Tier kann die Garzeit bis zu 6 Stunden dauern. Nicht nach der Uhr allein entscheiden, sondern nach der Temperatur im dicksten Fleisch.
Daran erkennst du es: An mehreren dicken Stellen sind mindestens 70 °C erreicht, und der austretende Fleischsaft ist klar.
Wichtig: Das Thermometer in die dicksten Fleischpartien einführen und nicht nur die Oberfläche prüfen.
Den Motor ausschalten, das Zicklein vorsichtig vom Spieß nehmen und 30 Minuten ruhen lassen. Dabei locker abdecken, damit die Oberfläche nicht völlig weich wird. Bratenschnur und aromatische Einlagen entfernen, das Fleisch mit einem scharfen Messer in Scheiben oder handliche Stücke schneiden und mit Limettenspalten servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich nach der Ruhezeit sauber vom Spieß lösen und in Scheiben oder handliche Stücke schneiden.
Wichtig: Das heiße Zicklein vorsichtig vom Spieß nehmen und den Grillhandschuh verwenden.
Gut zu wissen
Frischer oder tiefgekühlter Galgant ist meist in asiatischen Supermärkten erhältlich.
Makrut-Limettenblätter sind häufig frisch oder tiefgekühlt im Asia-Markt erhältlich.
Kecap manis ist eine süße indonesische Sojasauce und gibt der Paste sowie der Grillglasur Würze, Farbe und Glanz.
Frische Kurkuma ist im Asia-Markt oder in gut sortierten Gemüseabteilungen erhältlich.
Das Aroma wird weniger harzig und zitronig.
Den Galgant durch die angegebene Menge Ingwer ersetzen und zusätzlich eine kleine Prise schwarzen Pfeffer verwenden.
Die kräuterartige Tiefe der Makrut-Limettenblätter fehlt teilweise.
Die Blätter durch fein abgeriebene Schale von Bio-Limetten ersetzen. Die Menge nach gewünschter Intensität anpassen.
Die Glasur wird salziger und weniger dickflüssig.
100 ml dunkle Sojasauce mit 50 g Palmzucker verrühren und anstelle von Kecap manis verwenden.
Die Farbe bleibt kräftig, das frische und leicht erdige Aroma wird schwächer.
Die frische Kurkuma durch etwa 2 Esslöffel gemahlene Kurkuma ersetzen und mit den übrigen Zutaten mixen.
Die Kohle für eine indirekte Zweizonenhitze seitlich anordnen, etwa 40 bis 50 cm Abstand einhalten und hohe Flammen vermeiden.
Die dunkle Stelle locker mit Alufolie abschirmen, die Rotation fortsetzen und die Grilltemperatur kontrollieren.
Für das Bestreichen eine eigene Mischung aus Kecap manis, Öl, Limettensaft und Wasser anrühren.
Spieß, Gabeln und Bratenschnur festziehen und den beladenen Spieß vor dem Motorstart von Hand drehen.
Motor ausschalten, Befestigung prüfen und das Tier neu ausbalancieren.
Das Zicklein kann 12 bis 24 Stunden vor dem Grillen mit der Gewürzpaste mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Häufig gefragt
Die Marinierzeit beträgt 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank. Nach der Hälfte der Zeit das Zicklein vorsichtig wenden.
Galgant kann durch die gleiche Menge Ingwer mit einer kleinen zusätzlichen Prise schwarzem Pfeffer ersetzt werden. Das Aroma wird dann weniger harzig und zitronig.
Der Grill wird auf etwa 150 bis 170 °C im indirekten Zweizonenbereich eingeregelt. Die Kohle liegt seitlich oder am Rand, während das Zicklein gleichmäßig rotiert.
Nach etwa 4 Stunden an mehreren dicken Stellen messen, besonders in Schulter und Keule. Das Zicklein ist fertig, wenn dort mindestens 70 °C erreicht sind und der austretende Fleischsaft klar ist.
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