Geeignete Auberginen
Chinesische und japanische Auberginen sind schlanker und werden auf dem Grill meist schneller weich. Große Auberginen funktionieren ebenfalls, benötigen aber eine längere direkte Grillphase.
Chinesischer Grillbegleiter
Ganze chinesische oder japanische Auberginen werden über direkter Hitze weich und rauchig gegrillt, geöffnet und mit einer warmen Knoblauch-Sauce gefüllt. Frühlingszwiebeln, Sesam und Koriander sorgen zum Schluss für Frische und Biss.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
蒜蓉烤茄子 (Knoblauch-Aubergine) ist eine eigenständige chinesische Grillbeilage. Die Auberginen werden zunächst ungeteilt gegrillt, damit die Schale kräftig Farbe bekommt und das Innere weich wird. Danach werden sie geöffnet, mit Knoblauch-Sauce gefüllt und in der indirekten Grillzone fertig gegart.
Die Auberginen sind außen dunkel gebräunt und leicht rauchig, innen weich und saftig. Die Sauce schmeckt herzhaft, süß-säuerlich und intensiv knoblauchbetont, während Chili Wärme und Sesam sowie frische Kräuter zusätzlichen Biss und Frische geben.
Schritt für Schritt
Den Grill mit Deckel für zwei Zonen vorbereiten: direkte Hitze bei etwa 220 °C und indirekte Hitze bei etwa 200 °C. Den Rost reinigen und leicht ölen.
Wichtig: Grillrost und Topfgriffe werden sehr heiß; hitzefeste Zange oder Handschuhe verwenden.
35 ml Öl in einem kleinen grillfesten Topf oder auf einer Seitenkochstelle erhitzen. Knoblauch, die weißen Frühlingszwiebelringe und die Chili bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten sanft braten, bis der Knoblauch duftet, aber noch nicht dunkel ist.
Daran erkennst du es: Der Knoblauch duftet deutlich, bleibt aber hell und wird nicht dunkel.
Wichtig: Beim Arbeiten am Grill Topfgriffe nach innen drehen und Spritzer vermeiden.
Sojasauce, Austernsauce, Zucker, Reisessig, Wasser, Kreuzkümmel und Salz einrühren. Die Sauce 1 Minute leicht köcheln lassen, dann vom Feuer nehmen.
Daran erkennst du es: Der Zucker ist gelöst und die Sauce ist heiß sowie gleichmäßig vermischt.
Die Auberginen waschen und gründlich trocknen. Jede Aubergine sechs- bis achtmal mit einem Holzspieß einstechen und rundum mit 15 ml Öl bestreichen.
Daran erkennst du es: Die Auberginen sind gleichmäßig geölt und rundum eingestochen.
Wichtig: Die Auberginen vor dem Einstechen gründlich trocknen, damit sie sicher gehandhabt werden können.
Die Auberginen über direkter Hitze bei geschlossenem Deckel 20–25 Minuten grillen. Alle 4–5 Minuten wenden, damit die Schale rundum kräftig Farbe bekommt.
Daran erkennst du es: Die Schale ist deutlich gebräunt und das Innere gibt auf Druck sehr weich nach.
Wichtig: Beim Wenden Abstand zu Flammen und heißem Fett halten.
Die Auberginen vorsichtig auf ein Brett legen und längs einschneiden, ohne sie vollständig zu teilen. Das weiche Fruchtfleisch mit dem Messer mehrfach einschneiden und leicht auseinanderdrücken.
Daran erkennst du es: Das Fruchtfleisch lässt sich öffnen, bleibt aber noch an der Schale zusammen.
Wichtig: Die Auberginen können innen sehr heiß sein; vorsichtig öffnen und Dampf entweichen lassen.
Die Auberginen mit der Schnittseite nach oben in die indirekte Grillzone legen. Die Knoblauch-Sauce gleichmäßig in die Einschnitte geben und bei geschlossenem Deckel weitere 5–7 Minuten grillen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist heiß, sitzt in den Einschnitten und das Auberginenfleisch ist vollständig weich.
Wichtig: Beim Öffnen des Deckels auf heißen Dampf achten.
Die Auberginen mit den grünen Frühlingszwiebelringen, Sesamsamen und Koriander bestreuen. Vor dem Servieren 3 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Auberginen sind noch heiß, lassen sich aber ohne starkes Austreten der Sauce servieren.
Gut zu wissen
Chinesische und japanische Auberginen sind schlanker und werden auf dem Grill meist schneller weich. Große Auberginen funktionieren ebenfalls, benötigen aber eine längere direkte Grillphase.
Von den insgesamt 50 ml Öl werden 15 ml für die Auberginen und 35 ml für die Knoblauch-Sauce verwendet.
Die weißen Frühlingszwiebelteile werden mit Knoblauch und Chili gegart. Die grünen Ringe bleiben frisch und kommen erst zum Servieren auf die Auberginen.
Die Auberginen werden größer und fleischiger; die Schale braucht mehr Zeit, bis das Innere weich ist.
Die großen Auberginen längs verwenden und die direkte Grillphase je nach Größe um etwa 8–10 Minuten verlängern. Vor dem Öffnen prüfen, ob das Innere auf Druck sehr weich nachgibt.
Die Sauce bleibt dunkel, würzig und leicht süßlich, schmeckt aber etwas pilziger und weniger nach Meeresfrüchten.
Die vegetarische Pilzsauce in gleicher Menge verwenden. Die Zutatenliste des Produkts auf weitere Allergene prüfen.
Die Schärfe verteilt sich gleichmäßiger, die frische, leicht knackige Chili-Note fällt weg.
Die Chiliflocken zusammen mit den übrigen Saucenzutaten einrühren, statt sie mit den Aromaten anzubraten.
Die Auberginen regelmäßig wenden und erst öffnen, wenn das Innere auf Druck sehr weich nachgibt.
Die geöffneten Auberginen länger in der indirekten Zone weitergrillen, bis das Fruchtfleisch weich ist.
Die Aromaten bei mittlerer Hitze nur sanft braten und den Knoblauch hell halten.
Eine bittere Sauce lässt sich nur begrenzt korrigieren; gegebenenfalls eine kleine neue Sauce zubereiten.
Die Sauce in die Einschnitte geben und die gefüllten Auberginen ausschließlich indirekt fertiggrillen.
Verbrannte Stellen entfernen und die Auberginen mit etwas zurückbehaltener oder frisch zubereiteter Sauce servieren.
Die Schale rundum kräftig bräunen lassen und den Deckel während der Grillphase geschlossen halten.
Die geöffneten Auberginen noch kurz in der indirekten Zone weitergaren, damit überschüssige Feuchtigkeit reduziert wird.
Eine besonders intensive Variante für Knoblauchliebhaber.
Die Austernsauce wird durch eine vegetarische Pilzsauce ersetzt.
Die Schärfe wird reduziert, während Knoblauch, Sojasauce und Sesamgeschmack erhalten bleiben.
Die Knoblauch-Sauce kann bis zu 12 Stunden im Voraus zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor der Verwendung vorsichtig erwärmen. Die Auberginen möglichst erst kurz vor dem Servieren grillen.
Übrig gebliebene Auberginen innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen; vor dem Verzehr vollständig durchwärmen.
Das weiche Auberginenfleisch und die Sauce verlieren beim Einfrieren voraussichtlich deutlich an Textur.
Häufig gefragt
Ja. Die großen Auberginen benötigen in der direkten Grillphase je nach Größe etwa 8–10 Minuten länger. Sie sind fertig, wenn das Innere auf Druck sehr weich nachgibt.
Ja. Die Sauce kann bis zu 12 Stunden im Voraus zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank gelagert werden. Vor dem Einfüllen vorsichtig erwärmen.
Für eine vegetarische oder vegane Variante eignet sich vegetarische Pilz-Austernsauce in gleicher Menge. Das Ergebnis schmeckt etwas pilziger und weniger nach Meeresfrüchten.
Direkte Hitze bräunt die Schale und entwickelt Röstaromen. Die indirekte Zone gart die gefüllten Auberginen anschließend gleichmäßig fertig, ohne dass die Sauce schnell verbrennt.
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