Beifuß zu fettreichem Geflügel
Getrockneter Beifuß bringt eine kräftige, leicht herbe Kräuternote mit und passt besonders gut zur fettreichen Gans.
Ganze Gans am Drehspieß
Eine ganze, gefüllte Martinsgans wird bei indirekter Hitze am Drehspieß langsam gegart und zum Schluss bei hoher Temperatur knusprig gebräunt. Äpfel, Trockenobst, Beifuß und Majoran aromatisieren die Füllung, während aus Gemüse, Gänsefond und Bratensaft eine kräftige Sauce entsteht.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Martinsgans vom Grill verbindet festliche deutsche Küche mit der besonderen Garmethode am Drehspieß. Die Gans wird mit säuerlichen Äpfeln, Trockenobst, Beifuß und Majoran gefüllt, langsam über einer Tropfschale gegart und am Ende heiß aufgeknuspert. So bleibt das Fleisch saftig, während die Haut gleichmäßig gebräunt und kross wird.
Die Haut wird goldbraun, kross und aromatisch. Das Fleisch bleibt saftig und zart, die Füllung schmeckt herzhaft, leicht fruchtig und kräuterbetont. Die pürierte Sauce ist vollmundig, würzig und von den Röstaromen der Gans geprägt.
Schritt für Schritt
Das Trockenobst in der Schüssel mit heißem Wasser bedecken und 2 Stunden quellen lassen. Danach gut abtropfen lassen und grob hacken. Die Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Das Trockenobst ist weich und gut abgetropft.
Trockenobst und Äpfel mit Beifuß, Majoran, 12 g Salz für die Füllung und 2 g schwarzem Pfeffer vermischen. Die Füllung bis zur Verwendung beiseitestellen.
Die Gans innen und außen kalt abspülen und sorgfältig trocken tupfen. Überschüssiges Fett an der Bauchöffnung bei Bedarf etwas zurückschneiden. Die Füllung locker in den Bauchraum geben, die Öffnung mit hitzefestem Küchengarn verschließen und Flügel sowie Keulen eng am Körper sichern. Die Haut rundum mit 12 g Salz einreiben.
Daran erkennst du es: Die Füllung liegt locker im Bauchraum und die Gliedmaßen sind sicher am Körper befestigt.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen danach gründlich reinigen.
Den Grill für indirekte Hitze auf 150–160 °C vorheizen. Das Suppengemüse grob zerteilen und mit Gänsefond sowie 1 l Wasser in die Tropfschale geben. Die Schale mittig unter der späteren Position der Gans platzieren.
Den Drehspieß nach der Anleitung des Geräts durch den Körperraum der Gans führen und die Gans mit den vorgesehenen Fleischklammern oder Gabeln sicher fixieren. Prüfen, dass Keulen und Flügel beim Drehen weder Grill, Deckel noch Tropfschale berühren. Vor dem Anheizen den Spieß einmal von Hand drehen und den freien Lauf kontrollieren.
Daran erkennst du es: Der Spieß dreht frei und die Gans bleibt sicher fixiert.
Wichtig: Den Spieß erst bei freiem Lauf und sicherer Befestigung in Betrieb nehmen.
Die Gans mittig über der Tropfschale einsetzen, den Motor starten und den Grill schließen. Etwa 3 Stunden bei 150–160 °C indirekt drehen lassen. Nach ungefähr 30 Minuten die Haut an den fettreichen Stellen vorsichtig einstechen, ohne tief ins Fleisch zu stechen. Austretendes Fett gelegentlich mit einem Pinsel aufnehmen und die Haut damit bestreichen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist sichtbar gegart und Fett tritt an den eingestochenen fettreichen Stellen aus.
Wichtig: Auf ausreichenden Abstand von Flügeln, Keulen und Tropfschale achten; austretendes Fett kann sich entzünden.
Nach etwa 3 Stunden die Kerntemperatur an der dicksten Stelle der Keule messen. Die Gans ist fertig gegart, wenn dort etwa 80 °C erreicht sind. Liegt die Temperatur darunter, jeweils 10–15 Minuten weitergaren und erneut messen. Bei Bedarf etwas heißes Wasser in die Tropfschale nachgießen.
Daran erkennst du es: An der dicksten Stelle der Keule werden etwa 80 °C erreicht.
Wichtig: Die Gans erst vom Grill nehmen, wenn die angegebene Kerntemperatur an der dicksten Stelle der Keule erreicht ist.
100 ml Wasser mit 10 g Salz verrühren und die Gans damit bestreichen. Die Grilltemperatur auf etwa 250 °C erhöhen und die Gans weitere 10–15 Minuten drehen lassen, bis die Haut gleichmäßig gebräunt und kross ist. Dabei aufmerksam bleiben, weil austretendes Fett aufflammen kann.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gleichmäßig gebräunt und kross.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Hitze sofort reduzieren und den Grill nicht unbeaufsichtigt lassen.
Die Gans vom Drehspieß nehmen, auf eine Platte legen und 10 Minuten ruhen lassen. Erst danach das Garn entfernen und die Gans tranchieren.
Daran erkennst du es: Die Gans lässt sich nach der Ruhezeit sauber tranchieren.
Wichtig: Beim Abnehmen vom Drehspieß auf heiße Metallteile und austretendes Fett achten.
Die Tropfschale vorsichtig vom Grill nehmen. Das Fett abschöpfen, Gemüse und Bratensaft in den Topf geben und fein pürieren. Den Rotwein einrühren und die Sauce 5 Minuten offen köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zur tranchierten Martinsgans servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist fein püriert, aromatisch und leicht eingekocht.
Wichtig: Die Tropfschale vorsichtig und mit ausreichendem Hitzeschutz vom Grill nehmen.
Gut zu wissen
Getrockneter Beifuß bringt eine kräftige, leicht herbe Kräuternote mit und passt besonders gut zur fettreichen Gans.
Das Trockenobst vor dem Hacken quellen lassen und anschließend gut abtropfen lassen. Dadurch wird die Füllung saftiger, ohne unnötig wässrig zu werden.
Säuerliche Äpfel setzen einen frischen Kontrast zur herzhaften, reichhaltigen Gans und ergänzen das Trockenobst.
Die Füllung locker einfüllen und den Bauchraum nicht vollständig verdichten.
Wenn die Gans noch nicht auf dem Grill ist, einen Teil der Füllung herausnehmen und separat beiseitestellen.
Den Spieß vor dem Start von Hand drehen und die Befestigung gegebenenfalls korrigieren.
Motor ausschalten, die Gans vorsichtig sichern und die Position neu ausrichten.
Die Gans während des Aufknusperns aufmerksam beobachten und bei Bedarf die Hitze reduzieren.
Die Temperatur sofort senken und die Gans weiter bei moderater Hitze fertig garen.
Die Kerntemperatur messen und nicht ausschließlich nach der Zeit entscheiden.
In 10–15-Minuten-Schritten weitergaren und die Temperatur erneut prüfen.
Häufig gefragt
Die Gans gart etwa 3 bis 3½ Stunden bei 150–160 °C indirekter Hitze. Entscheidend ist die Kerntemperatur an der dicksten Stelle der Keule; dort sollen etwa 80 °C erreicht werden.
Eine lockere Füllung lässt die Hitze im Bauchraum besser zirkulieren und unterstützt ein gleichmäßigeres Garen.
Nach dem indirekten Garen wird die Gans mit einer Mischung aus 100 ml Wasser und 10 g Salz bestrichen und bei etwa 250 °C weitere 10–15 Minuten gedreht.
Das Fett wird abgeschöpft. Gemüse und Bratensaft werden fein püriert, mit Rotwein verrührt, kurz offen geköchelt und anschließend zur tranchierten Gans serviert.
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