Ají amarillo finden
Frische Ají-amarillo-Schoten sind häufig in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Tiefgekühlte Schoten oder Ají-amarillo-Paste können ebenfalls verwendet werden; Paste ist weniger knackig.
Peruanische Grillvariante
Eigenständige Grillvariante des peruanischen Lomo saltado mit direkt gegrilltem Rinderfilet, roten Zwiebeln, Tomaten, Ají amarillo und Kartoffeln, serviert mit warmem weißem Reis.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Lomo saltado verbindet zartes Rindfleisch mit roter Zwiebel, Tomate, Ají amarillo, Sojasauce, Kartoffeln und Reis. In dieser eigenständigen Grillfassung werden die Steaks und das Gemüse direkt über hoher Hitze gegart und erst danach mit der Würzung vermengt.
Saftiges, kräftig gegrilltes Rindfleisch trifft auf süßlich geröstete Zwiebeln, frische Tomaten, fruchtig-scharfen Ají amarillo und außen gebräunte Kartoffeln. Die Würzung schmeckt würzig, leicht säuerlich und aromatisch; der Reis mildert die Schärfe und nimmt die Flüssigkeit auf.
Schritt für Schritt
Den Reis gründlich waschen und mit Wasser, Salz und Öl in einen Topf geben. Aufkochen, zugedeckt bei niedriger Hitze 12 Minuten garen und anschließend 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Währenddessen Knoblauch, Rotweinessig, Sojasauce, Öl, Kreuzkümmel, Pfeffer und Salz für die Marinade verrühren.
Daran erkennst du es: Der Reis ist gar und das Wasser vollständig aufgenommen.
Rinderfiletsteaks und halbierte Zwiebeln mit der Marinade vermengen. Zugedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Grillen 20 Minuten Raumtemperatur annehmen lassen. Die Marinade danach abgießen und nicht weiterverwenden.
Wichtig: Die Marinade nach Kontakt mit rohem Fleisch nicht weiterverwenden.
Die Kartoffelspalten in Wasser aufkochen und 8 Minuten knapp weich vorgaren. Abgießen, gut ausdampfen lassen und mit Öl, Paprikapulver und Salz vermengen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind knapp weich, behalten aber ihre Form.
Einen Grill mit Deckel auf 230 bis 250 °C vorheizen. Bei Holzkohle sollen die Kohlen vollständig durchgeglüht sein. Eine direkte heiße Grillzone vorbereiten.
Wichtig: Beim Arbeiten am heißen Grill hitzebeständige Grillzange verwenden.
Die Steaks 3 bis 4 Minuten pro Seite direkt grillen. Für medium-rare liegt die Kerntemperatur bei etwa 54 bis 56 °C. Die Zwiebeln mit der Schnittfläche nach unten 4 bis 5 Minuten grillen, wenden und weitere 2 bis 3 Minuten garen. Die Kartoffelspalten rundherum 4 bis 5 Minuten grillen, bis sie außen gebräunt sind. Alles vom Grill nehmen und die Steaks 5 Minuten ruhen lassen. Die Arbeiten können teilweise gleichzeitig erfolgen.
Daran erkennst du es: Die Steaks sind außen kräftig gebräunt; die Kartoffeln sind außen gebräunt und innen weich; die Zwiebeln sind an den Schnittflächen geröstet.
Wichtig: Den gewünschten Gargrad über die Kerntemperatur prüfen.
Während das Fleisch ruht, Sojasauce, Rotweinessig, Wasser und die dritte geriebene Knoblauchzehe verrühren. Die gegrillten Zwiebeln in grobe Spalten teilen. Tomaten und Ají amarillo vorbereiten.
Die Steaks quer zur Faser in etwa 1 cm breite Streifen schneiden. Fleisch, gegrillte Zwiebeln, Tomaten, Ají amarillo und Kartoffelspalten in eine große Schüssel geben. Mit der Abschlusswürzung und dem gehackten Koriander vorsichtig vermengen, damit die Tomaten ihre Form behalten.
Daran erkennst du es: Alle Zutaten sind gleichmäßig mit der Abschlusswürzung überzogen, die Tomaten bleiben jedoch weitgehend intakt.
Das Lomo saltado sofort mit dem warmen weißen Reis servieren. Die Kartoffelspalten können untergehoben werden, wenn sie die Würzung aufnehmen sollen, oder separat danebenliegen, damit sie besonders knusprig bleiben.
Daran erkennst du es: Der Reis ist warm und das Lomo saltado wird unmittelbar nach dem Vermengen serviert.
Gut zu wissen
Frische Ají-amarillo-Schoten sind häufig in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Tiefgekühlte Schoten oder Ají-amarillo-Paste können ebenfalls verwendet werden; Paste ist weniger knackig.
Helle Sojasauce und Sillao werden als Würzkomponente verwendet. Bei besonderen Ernährungsanforderungen muss die konkrete Produktkennzeichnung geprüft werden.
Festkochende Kartoffeln behalten beim Vorkochen und Grillen ihre Form und eignen sich deshalb besonders für die Spalten.
Die fruchtige Schärfe bleibt erhalten, die frische, knackige Textur der Schote entfällt.
Nach Geschmack an die Abschlusswürzung geben und vorsichtig dosieren, da die Schärfe je nach Produkt variiert.
Der Geschmack bleibt würzig und umami-reich, kann je nach Produkt etwas kräftiger ausfallen.
Beide Sojasaucenmengen durch ein konkret glutenfrei gekennzeichnetes Produkt ersetzen.
Die Farbe und der etwas süßere Geschmack der roten Zwiebeln verändern sich.
Wie im Rezept halbieren und grillen.
Die Marinade vor dem Grillen gründlich abgießen und die Steaks direkt auf die heiße Grillfläche legen.
Die Steaks weitergrillen, bis die Oberfläche trocken und gebräunt ist, ohne die Grillzeit unnötig zu verlängern.
Die Kartoffeln nur knapp weich vorgaren, gut ausdampfen lassen und vorsichtig wenden.
Die Kartoffeln separat servieren und erst am Tisch mit dem Lomo saltado kombinieren.
Die Zwiebeln nach dem ersten Anrösten wenden und ihre Garung beobachten.
Verbrannte äußere Schichten entfernen und die Zwiebeln bei geringerer Hitze fertig garen.
Die Steaks nach 3 bis 4 Minuten pro Seite prüfen und den Gargrad über die Kerntemperatur kontrollieren.
Das Fleisch ruhen lassen, quer zur Faser dünn schneiden und mit der Abschlusswürzung und dem Reis servieren.
Die Kartoffelspalten bleiben bis zum Servieren separat, damit ihre gegrillte Oberfläche möglichst knusprig bleibt.
Die Abschlusswürzung wird großzügiger dosiert, sodass Reis und Fleisch stärker von der säuerlich-würzigen Flüssigkeit überzogen werden.
Eine Ají-amarillo-Paste ersetzt die frische Schote, wenn diese nicht erhältlich ist.
Die Marinade kann bis zu 24 Stunden vorher angerührt werden. Fleisch und Zwiebeln erst für die im Rezept angegebene Marinierzeit zusammenführen. Reis, Kartoffeln und gegrilltes Gemüse schmecken frisch am besten.
Reste nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Reis, Fleisch, Gemüse und Kartoffeln möglichst getrennt lagern, wenn die Kartoffeln knusprig bleiben sollen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Gericht verliert durch das Einfrieren und Auftauen voraussichtlich deutlich an Textur, besonders bei Tomaten, Kartoffeln und Reis.
Häufig gefragt
Ají-amarillo-Paste oder tiefgekühlte Ají-amarillo-Schoten sind mögliche Alternativen. Paste bringt die fruchtige Schärfe, aber nicht die knackige Textur der frischen Schote.
Die Steaks nicht länger als nötig grillen, die Kerntemperatur prüfen und sie nach dem Grillen 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend quer zur Faser schneiden.
Durch das kurze Vorkochen werden sie innen weich, bevor sie auf dem Grill außen gebräunt werden. Wichtig ist, sie nur knapp weich zu garen und gut ausdampfen zu lassen.
Das hängt von der verwendeten Sojasauce oder dem Sillao ab. Für eine glutenfreie Zubereitung ein entsprechend gekennzeichnetes Produkt verwenden.
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