Maismehl und Fubá
Fein gemahlenes Maismehl, etwa Fubá, ergibt einen dichten, formbaren Teig. Grob gemahlenes Maismehl kann eine körnigere und weniger stabile Struktur ergeben.
Guarani-Küche aus Südbrasilien
Mbojape ist ein festes Maisbrot aus Maismehl und Wasser, das in eingeweichten Maisblättern direkt in heißer Asche und Glut gebacken wird. Die sechs kleinen Fladen erhalten eine kräftig geröstete Hülle und bleiben innen dicht und weich.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Mbojape stammt aus der Küche der Mbyá-Guarani. Für diese Grillversion wird feines Maismehl mit kochendem Wasser zu einem formbaren Teig verknetet, zu flachen Broten geformt, in Maisblätter gewickelt und direkt in einer sauberen Glutmulde gebacken. Das Verfahren ist schlicht, benötigt keinen Rost und bringt ein deutliches Feueraroma hervor.
Außen sind die Brote dunkel geröstet und leicht rauchig, während das Innere dicht, weich und aromatisch bleibt. Die Maisblätter geben eine dezente pflanzliche Note und schützen die Oberfläche vor dem Austrocknen.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Maisblätter in 1 l Wasser 20 Minuten einweichen, bis sie biegsam sind. Anschließend abtropfen lassen und mit einem sauberen Küchentuch trocken tupfen.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind biegsam und lassen sich falten, ohne zu brechen.
Das Maismehl in die Schüssel geben. Das kochende Wasser nach und nach dazugießen und zunächst mit einem Löffel, dann mit den Händen zu einem festen, formbaren Teig verkneten. Falls der Teig noch bröselig wirkt, ihn mit sehr wenig Wasser aus der vorgesehenen Menge weiter verkneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist fest, formbar und nicht mehr trocken-bröselig.
Wichtig: Beim Umgang mit kochendem Wasser vorsichtig arbeiten.
Den Teig in der Schüssel abdecken und 10 Minuten ruhen lassen, damit das Maismehl vollständig quellen kann.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich nach der Ruhezeit gleichmäßig portionieren und formen.
Den Teig in 6 gleich große Portionen teilen. Jede Portion zu einer Kugel formen und zu einem etwa 10 cm großen, 1,5 cm dicken Fladen drücken. Jeden Fladen in ein eingeweichtes Maisblatt wickeln und das Blatt an den Seiten nach innen falten.
Daran erkennst du es: Die Fladen sind gleichmäßig dick und vollständig von Maisblättern umschlossen.
Den Grill so vorbereiten, dass eine flache, kräftige Glut ohne offene Flammen entsteht. Eine saubere Mulde aus Glut formen. Die eingewickelten Fladen mit der Grillzange in die Mulde legen; sie werden direkt in der Glut gebacken und nicht auf einem Rost.
Daran erkennst du es: Die Glut ist gleichmäßig heiß, flach verteilt und frei von offenen Flammen.
Wichtig: Heiße Glut und Asche ausschließlich mit einer langen Grillzange handhaben; offene Flammen vermeiden.
Die eingewickelten Fladen mit einer dünnen Schicht heißer Asche und weiterer Glut bedecken. 10 bis 12 Minuten backen, vorsichtig wenden und weitere 8 bis 13 Minuten in der Glut lassen. Die Maisblätter dürfen dunkel werden; der Teig soll sich fest anfühlen und beim Öffnen nicht mehr feucht wirken.
Daran erkennst du es: Die Maisblätter sind dunkel, der Teig fühlt sich fest an und wirkt beim Öffnen nicht mehr feucht.
Wichtig: Beim Wenden auf herabfallende Glut und heiße Asche achten.
Die Mbojape aus der Glut nehmen, die Maisblätter vorsichtig entfernen und die Brote 5 Minuten ausdampfen lassen. Warm servieren.
Daran erkennst du es: Die Brote sind warm, die Oberfläche ist fest und der Dampf hat sich etwas gelegt.
Wichtig: Die Brote können im Inneren und die Blätter außen noch sehr heiß sein.
Gut zu wissen
Fein gemahlenes Maismehl, etwa Fubá, ergibt einen dichten, formbaren Teig. Grob gemahlenes Maismehl kann eine körnigere und weniger stabile Struktur ergeben.
Die Blätter werden vor dem Einwickeln eingeweicht, damit sie biegsam werden. Sie schützen den Teig in der Glut und dürfen außen dunkel werden.
Bananenblätter halten mehr Feuchtigkeit und geben dem Brot eine mildere, grasige Note.
Die Bananenblätter ebenfalls biegsam machen, überschüssiges Wasser abtropfen lassen und die Fladen vollständig darin einschlagen. Nur lebensmittelechte Blätter verwenden.
Das kochende Wasser nach und nach zugeben und den Teig erst vollständig verkneten, bevor weiteres Wasser verwendet wird.
Etwas Maismehl aus der Rezeptmenge zurückbehalten und vorsichtig einarbeiten, falls der Teig deutlich zu weich ist.
Die Blätter vollständig einweichen und bis zum Formen biegsam halten.
Ein zusätzliches weiches Blatt außen herumlegen, sofern vorhanden.
Vor dem Backen eine flache, kräftige Glut ohne offene Flammen vorbereiten.
Die Fladen aus den Flammen nehmen, die Glut beruhigen lassen und anschließend in einer geschützten Glutmulde weiterbacken.
Die Portionen gleichmäßig formen und die Fladen nach der ersten Backphase wenden.
Die noch feuchten Brote in eine weniger aggressive, gleichmäßige Glutzone zurücklegen und in kurzen Abständen prüfen.
Die Maisblätter werden durch lebensmittelechte Bananenblätter ersetzt. Die Brote bleiben in der Glut geschützt, erhalten aber eine mildere, grasigere Umhüllungsnote.
Häufig gefragt
Nein. Die eingewickelten Fladen werden direkt in einer sauberen Mulde aus heißer Glut und Asche gebacken, nicht auf einem Grillrost.
Als Alternative eignen sich lebensmittelechte Bananenblätter. Sie halten mehr Feuchtigkeit und geben dem Brot eine mildere, grasige Note.
Ja. Die Maisblätter dürfen dunkel werden. Entscheidend ist, dass sich der Teig fest anfühlt und beim Öffnen nicht mehr feucht wirkt.
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