Harissa besorgen
Tunesische Harissa ist laut Rezept in arabischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Supermärkten oder bei Gewürzhändlern erhältlich.
Méchoui vom Drehspieß
Ein ganzes, küchenfertiges Lamm wird mit HarissaScharfe Würzpaste oder Sauce aus roten Chilischoten, deren Zusammensetzung je nach Region und Hersteller variiert., Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander und Paprika gewürzt und langsam neben Holzglut am Drehspieß gegart. Zum Schluss wird die Haut bei stärkerer Hitze knusprig gebräunt und das Fleisch in Scheiben vom Knochen geschnitten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Méchoui aus ganzem Lamm ist eine sachlich beschriebene tunesische Fassung eines geselligen Grillgerichts. Das Lamm gart langsam am Drehspieß neben gleichmäßiger Holzglut und nicht direkt über hohen Flammen. Harissa, Knoblauch, Kreuzkümmel und Koriander prägen die kräftige Würzpaste und die aromatische Kruste.
Außen entsteht eine goldbraune, würzige und stellenweise knusprige Kruste. Das Fleisch wird langsam gegart, kräftig aromatisch und lässt sich nach der Ruhezeit in große Scheiben schneiden; die Harissa bringt eine pikante, leicht rauchig wirkende Würznote.
Schritt für Schritt
Tupfe das Lamm innen und außen gründlich trocken. Schneide nur lose Fettstücke ab und ritze besonders dicke Fleischpartien flach ein. Verrühre Harissa, Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander, Paprikapulver, 30 g Salz, Pfeffer, 120 ml Olivenöl und Zitronensaft zu einer kräftigen Würzpaste.
Wichtig: Arbeite mit sauberer Arbeitsfläche und getrennten Utensilien für rohes Fleisch und fertige Speisen.
Verteile die Paste im Bauchraum und auf der gesamten Außenseite. Schließe die Bauchöffnung mit Metallspießen oder hitzefestem Garn. Binde die Vorder- und Hinterläufe eng an den Körper, damit das Lamm beim Drehen nicht pendelt.
Wichtig: Der Spieß muss vor dem Anheizen sicher fixiert werden; lose Befestigungen können beim Drehen versagen.
Entzünde das Hartholz oder die Holzkohle mindestens 90 Minuten vor dem Auflegen. Warte, bis eine gleichmäßige Glut ohne hohe Flammen entstanden ist. Schiebe die Glut seitlich und hinter den Drehspieß, sodass das Lamm 55–65 cm neben der Glut hängt. Es darf nicht direkt über den Flammen liegen. Stelle eine hitzefeste Auffangschale unter das Fleisch.
Daran erkennst du es: Eine gleichmäßige Glut ohne hohe Flammen ist entstanden.
Wichtig: Funken, Flammen und heiße Metallteile nur mit geeigneten Grillhandschuhen und ausreichendem Abstand handhaben.
Schiebe den Spieß durch die Körpermitte und sichere das Lamm an beiden Gabeln besonders fest. Starte den Motor mit etwa 2–3 Umdrehungen pro Minute. Halte während der ersten 3 Stunden eine mäßige, gleichmäßige Hitze von ungefähr 160–180 °C auf Höhe des Fleisches. Lege kleine Mengen Glut nach, statt eine große Flamme zu erzeugen.
Daran erkennst du es: Das Lamm dreht gleichmäßig, ohne zu pendeln; die Oberfläche beginnt sichtbar zu bräunen.
Wichtig: Den laufenden Spieß und die Glutzone nicht unbeaufsichtigt lassen.
Schmelze Butter und verrühre sie mit den restlichen 60 ml Olivenöl, 100 ml Wasser und 10 g Salz. Beginne nach etwa 2 Stunden, das Lamm alle 20–25 Minuten dünn mit dem Mop zu bestreichen. Öffne den Grill nur kurz, damit die Temperatur stabil bleibt.
Daran erkennst du es: Der Mop ist flüssig vermischt und wird in dünnen Schichten aufgetragen.
Wichtig: Beim Öffnen des Grills auf austretende Hitze und mögliche Flammen achten.
Nach etwa 4 Stunden rückst du das Lamm auf 35–45 cm an die kräftigere Glut heran und erhöhst die Hitze auf ungefähr 190–210 °C. Bestreiche es noch zwei- bis dreimal dünn und grille es weitere 60–90 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist. Entstehen Flammen, schiebst du das Lamm sofort weiter von der Glut weg.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und knusprig; bei Flammen wird das Lamm sofort weiter von der Glut weggerückt.
Wichtig: Flammen nicht mit Wasser bekämpfen; das Lamm aus der direkten Flammennähe wegschieben und die Glut vorsichtig reduzieren.
Prüfe die Temperatur an der dicksten Stelle der Keule und nahe dem Schulterblatt, ohne den Knochen zu berühren. Nimm das Lamm vom Spieß, sobald die Keule mindestens 75 °C erreicht hat und die Schulter etwa 80–85 °C warm ist. Bei ungleichmäßiger Hitze drehst du das Lamm weiter und misst nach 15 Minuten erneut.
Daran erkennst du es: Die Keule erreicht mindestens 75 °C und die Schulter etwa 80–85 °C, jeweils an der dicksten Stelle ohne Knochenkontakt gemessen.
Wichtig: Das Lamm erst abnehmen, wenn die angegebenen Kerntemperaturen an den beschriebenen Stellen erreicht sind.
Lege das Lamm auf ein großes Brett, decke es locker mit Folie ab und lasse es 30 Minuten ruhen. Entferne dann Garn und Spieß. Schneide Keulen, Schultern und Rücken quer zur Faser in Scheiben und löse kleinere Stücke vom Knochen.
Daran erkennst du es: Nach 30 Minuten Ruhezeit lässt sich das Lamm sicher vom Spieß nehmen und portionieren.
Wichtig: Vor dem Aufschneiden Garn und Spieß vollständig entfernen und auf verbliebene Metallteile prüfen.
Gut zu wissen
Tunesische Harissa ist laut Rezept in arabischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Supermärkten oder bei Gewürzhändlern erhältlich.
Die 30 g Salz für die Würzpaste und die 10 g Salz für den Mop sind getrennte feste Mengen und werden nicht miteinander vermischt.
Von den insgesamt 180 ml Olivenöl kommen 120 ml in die Würzpaste und 60 ml in den Mop.
Die Glut seitlich und hinter dem Spieß anordnen und das Lamm zunächst 55–65 cm neben der Glut garen.
Das Lamm sofort weiter von der Glut wegschieben, die Flammen abklingen lassen und erst danach vorsichtig weitergaren.
Den Spieß durch die Körpermitte führen, beide Gabeln fest anziehen und die Läufe eng an den Körper binden.
Motor stoppen, das Lamm vollständig sichern und erst danach weiterdrehen.
An Keule und Schulter messen und die Glut sowie die Position des Lammkörpers anpassen.
Das Lamm weiterdrehen und nach 15 Minuten an beiden Stellen erneut messen.
Für die letzte Garphase die Hitze auf etwa 190–210 °C erhöhen und nur dünn bestreichen.
Das Lamm näher an die kräftigere Glut rücken und unter Beobachtung kurz weiterbräunen.
Häufig gefragt
Das Rezept ist für etwa 20–25 Portionen angegeben. Als technische Basis wird die mittlere Planungsgröße von 22 Portionen verwendet.
Laut Rezept findest du tunesische Harissa in arabischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Supermärkten oder bei Gewürzhändlern.
Nein. Das Lamm hängt zunächst 55–65 cm neben der Glut und nicht direkt über hohen Flammen. Für die Kruste wird es später näher an die kräftigere Glut gerückt.
Die Keule soll an der dicksten Stelle mindestens 75 °C erreichen, während die Schulter etwa 80–85 °C warm sein soll. Der Messfühler darf dabei den Knochen nicht berühren.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …