Moo-Ping-Kokosmilchmarinade

Thailändische Grillmarinade

Eigenständige thailändische Kokosmilchmarinade für dünn geschnittenen Schweinenacken vom direkten Grill. Korianderwurzel, Knoblauch, weißer Pfeffer und geröstete Koriandersaat geben ihr ein warmes, würziges Aroma.

Zum Rezept
Würzig-cremige Marinade vom Thai-Grill
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 6 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 8 Stunden
Gesamtzeit ca. 8 Std. 21 Min.
Menge ca. 350 ml Marinade für 1 kg Schweinenacken
Gerichtsform und Gerichtsart Marinaden
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Verwendungsrolle der Zubereitung Küchenbasics zur Weiterverarbeitung
Würzanwendung Marinieren
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Kokosmilch bildet eine cremige, aromatische Grundlage und verbindet die flüssigen Würzzutaten.
  • Korianderwurzel, Knoblauch, weißer Pfeffer und geröstete Koriandersaat sorgen für eine warme, würzige Gewürzpaste.
  • Palmzucker rundet die salzigen Soja- und Austernsaucen ab und unterstützt eine kräftige Grillbräunung.
  • Die dünnen Fleischstreifen nehmen die Marinade während der 3–8 Stunden langen Marinierzeit schnell auf.

Diese feuchte Marinade ergibt etwa 350 ml und reicht für 1 kg Schweinenacken in 3–4 mm dünnen Scheiben. Die Kokosmilch verbindet PalmzuckerPalmzucker wird aus dem eingedickten Saft verschiedener Palmen gewonnen., Soja- und Austernsauce mit einer frisch gemörserten Gewürzpaste und eignet sich für die anschließende Zubereitung über direkter mittlerer Grillhitze.

Cremig-flüssig und glänzend, mit süß-salzigem, würzigem Aroma. Die Marinade duftet nach Kokosmilch, Knoblauch und gerösteter Koriandersaat und schmeckt ausgewogen kräftig mit warmer Pfeffernote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Marinade herstellen

  1. Gewürzpaste mörsern

    Korianderwurzeln und Knoblauch schälen beziehungsweise putzen. Zusammen mit den weißen Pfefferkörnern und der gerösteten Koriandersaat in einem Mörser zu einer möglichst feinen Paste zerstoßen.

    Daran erkennst du es: Die Paste soll möglichst fein und zusammenhängend sein.

    • Korianderwurzeln gründlich waschen, da sich zwischen den Wurzelfasern Erde halten kann.
  2. Flüssige Basis mischen

    Kokosmilch, Palmzucker, helle SojasauceEine salzige Würzsauce aus Sojabohnen, häufig ergänzt durch Weizen und traditionell fermentiert., Austernsauce, süße dunkle Sojasauce und Öl in einer Schüssel verrühren, bis sich der Zucker weitgehend gelöst hat. Die Gewürzpaste gründlich einarbeiten.

    Daran erkennst du es: Der Palmzucker ist weitgehend gelöst und die Marinade ist gleichmäßig vermischt.

    • Bei Palmzucker aus einem festen Block hilft besonders feines Hacken beim Auflösen.

Anwenden und grillen

  1. Schweinenacken marinieren

    Für die vorgesehene Anwendung 1 kg Schweinenacken in 3–4 mm dünne, quer zur Faser geschnittene Streifen mit der Marinade vermengen. Abgedeckt im Kühlschrank 3–8 Stunden marinieren und dabei einmal wenden.

    3 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Fleischstreifen sind gleichmäßig mit Marinade bedeckt.

    • Die Marinierzeit kann bis auf 8 Stunden verlängert werden.
    • Die Marinade während dieser Phase nicht bei Raumtemperatur stehen lassen.

    Wichtig: Rohes Schweinefleisch abgedeckt im Kühlschrank marinieren und Kontaktflächen anschließend gründlich reinigen.

  2. Grill vorbereiten

    Den Grill für direkte mittlere Hitze auf etwa 180–200 °C vorbereiten. Das Fleisch aus der Marinade nehmen und gut abtropfen lassen. Die Marinade und jede Flüssigkeit, die mit dem rohen Fleisch in Kontakt war, entsorgen; sie nicht als Dip oder Tischsauce verwenden.

    190 °C

    Daran erkennst du es: Der Grill ist gleichmäßig auf mittlere direkte Hitze vorgeheizt.

    • Das Abtropfen reduziert überschüssige Flüssigkeit und hilft gegen starke Flammenbildung.

    Wichtig: Marinade nach Kontakt mit rohem Fleisch vollständig entsorgen und nicht weiterverwenden.

  3. Fleisch grillen

    Die marinierten Schweinenackenstreifen direkt über der Hitze grillen. Dünne Stücke nach etwa 2–3 Minuten wenden und insgesamt etwa 4–6 Minuten grillen, bis sie vollständig durchgegart sind. Bei aufflammendem Fett die Stücke kurz an eine kühlere Stelle des Grills ziehen.

    6 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Streifen sind vollständig durchgegart; austretender Fleischsaft ist nicht mehr roh.

    • Dünne Streifen nicht unbeaufsichtigt grillen, da Zucker und Fett schnell zu starker Bräunung oder Flammenbildung führen können.

    Wichtig: Schweinefleisch vollständig durchgaren und bei aufflammendem Fett kurz aus der direkten Hitze nehmen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit: Die vorgesehene Marinierzeit beträgt 3–8 Stunden im Kühlschrank. Die kürzere Zeit reicht für dünne Streifen aus; längeres Marinieren intensiviert den Geschmack.
  • Marinade entsorgen: Marinade und Flüssigkeit, die mit rohem Schweinefleisch in Kontakt war, nicht als Dip oder Tischsauce verwenden.
  • Direkte Grillhitze: Die Fleischstreifen werden direkt über der Hitzequelle gegrillt. Bei aufflammendem Fett kurz in eine kühlere Grillzone ausweichen.

Zutatenwissen

Korianderwurzeln finden

Korianderwurzeln sind häufig in Thai- und Asia-Märkten erhältlich, manchmal noch am frischen Koriander. Kräftige Korianderstiele können ersatzweise verwendet werden; das Aroma wird dann etwas grüner und weniger erdig.

Palmzucker finden

Palmzucker gibt es als Block, Paste oder Granulat im Asia-Markt und in gut sortierten internationalen Lebensmittelgeschäften.

Süße dunkle Sojasauce

Süße dunkle Sojasauce sorgt für Farbe und milde Süße. Normale dunkle Sojasauce ist herber und salziger und sollte deshalb sparsamer eingesetzt werden.

Sinnvolle Alternativen

Kräftige Korianderstiele

Das Aroma wird etwas grüner und weniger erdig.

Gründlich waschen, putzen und wie die Korianderwurzeln mit den übrigen Gewürzen mörsern.

Brauner Zucker

Die Süße schmeckt geradliniger und weniger karamellig.

Fein hacken oder direkt abwiegen und in der Kokosmilchbasis verrühren.

Normale dunkle Sojasauce

Die Marinade wird herber, salziger und weniger süß.

Mit einer kleineren Menge beginnen und die Süße nicht automatisch zusätzlich ausgleichen.

Neutrales Pflanzenöl

Der Eigengeschmack des Öls bleibt unauffällig.

Direkt in der gleichen Menge verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Marinade enthält grobe Stücke von Korianderwurzel oder Knoblauch.

Korianderwurzeln und Knoblauch vor dem Mörsern klein schneiden und zu einer möglichst feinen Paste verarbeiten.

Die Marinade durch kurzes Nacharbeiten mit einem Stabmixer oder in einer kleinen Küchenmaschine glätten.

Das Fleisch oder die Marinade stehen während der Marinierzeit ungekühlt.

Fleisch abgedeckt im Kühlschrank marinieren und nur zum Vorbereiten beziehungsweise Grillen herausnehmen.

Bei unklarer oder längerer ungekühlter Standzeit die betroffene Marinade und das Fleisch nicht weiterverwenden.

Das Fleisch flammt auf oder wird außen zu dunkel.

Fleisch vor dem Grillen gut abtropfen lassen und bei Flammen kurz in eine kühlere Stelle ziehen.

Fleisch aus der direkten Hitze nehmen, Flammen abklingen lassen und anschließend bei kontrollierter Hitze fertig grillen.

Die Marinade wird nach dem Kontakt mit rohem Fleisch als Dip serviert.

Marinade nach dem Kontakt mit rohem Fleisch vollständig entsorgen.

Varianten

Mit Korianderstielen

Eine gut erhältliche Alternative, wenn keine Korianderwurzeln verfügbar sind.

Mit braunem Zucker

Eine unkomplizierte Variante mit geradlinigerer Süße.

Mit neutralem Pflanzenöl

Die Marinade kann statt Reisöl mit einem neutral schmeckenden Pflanzenöl zubereitet werden.

Servieren und kombinieren

  • Mit gegrilltem Schweinenacken: Die Marinade ist für dünne, direkt gegrillte Schweinenackenstreifen vorgesehen. Nach dem vollständigen Durchgaren sofort servieren.
  • Als Bestandteil eines Thai-Grillmenüs: Die gegrillten Fleischstreifen können mit weiteren Reis- oder Gemüsebeilagen zu einem Grillmenü kombiniert werden.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Marinade kann vorab angerührt und bis zur Verwendung abgedeckt gekühlt werden. Das marinierte Fleisch 3–8 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Einfrieren

Für die beste Konsistenz und den vorgesehenen Einsatz frisch zubereiten; eine konkrete Gefrier- und Auftauangabe ist nicht belegt.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Soja ist durch helle und süße dunkle Sojasauce als Zutat enthalten.
  • Weichtiere: enthält · Austernsauce enthält Austern als Weichtiere.

Lebensmittelsicherheit

  • Kühlung während des Marinierens: Schweinenacken abgedeckt im Kühlschrank marinieren und rohe Fleischkontaktflächen anschließend gründlich reinigen.
  • Marinade nach Rohkontakt: Marinade und jede Flüssigkeit, die mit dem rohen Schweinefleisch in Kontakt war, entsorgen und nicht als Dip oder Tischsauce verwenden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viel Fleisch reicht mit dieser Marinade?

Die etwa 350 ml Marinade reichen für 1 kg Schweinenacken in 3–4 mm dünnen Scheiben.

Wie lange sollte der Schweinenacken marinieren?

Die Fleischstreifen sollten abgedeckt 3–8 Stunden im Kühlschrank marinieren und dabei einmal gewendet werden.

Was kann ich statt Korianderwurzeln verwenden?

Kräftige Korianderstiele eignen sich als Alternative. Das Aroma wird etwas grüner und weniger erdig.

Kann ich die Marinade nach dem Marinieren noch als Sauce verwenden?

Nein. Marinade und Flüssigkeit, die mit rohem Fleisch in Kontakt waren, müssen entsorgt werden und dürfen nicht als Dip oder Tischsauce dienen.

Aus unserer Küche

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