Getrocknete Chilis auswählen
Guajillo bringt eine milde, fruchtige Schärfe und Ancho dunkle, leicht süßliche Noten. Beide Chilis vor dem Mixen kurz trocken rösten, aber nicht schwärzen.
Nayarit • Fisch vom Holzkohlegrill
Ein ganzer, schmetterlingsartig geöffneter Weißfisch wird mit einer cremigen Marinade aus getrockneten Chilis, Limette und Mayonnaise bestrichen und in einer Zaranda direkt über Holzkohle gegrillt. Dazu gibt es warme Maistortillas und Limettenspalten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pescado zarandeado ist ein charakteristisches Ganzfischgericht aus der Küstenküche von Nayarit. Der Fisch wird entlang der Rückenseite geöffnet, mariniert und in einer klappbaren Zaranda über kräftiger Holzkohle gegrillt. Die Guajillo- und Ancho-Chilis geben der Marinade fruchtige, leicht süßliche und würzige Noten, während Limette und Mayonnaise für Frische und eine saftige Oberfläche sorgen.
Außen entstehen kräftige Röstaromen und dunkle, würzige Stellen, während das Fischfleisch saftig und zart bleibt. Die Marinade schmeckt chilisüß, leicht rauchig, säuerlich und cremig; Limette bringt einen hellen Kontrast zu Knoblauch, Zwiebel und Oregano.
Schritt für Schritt
Lass den Fisch vom Fischhändler küchenfertig ausnehmen und entlang der Rückenseite öffnen, sodass beide Hälften am Bauch oder an der Haut verbunden bleiben. Entferne verbliebene Gräten, tupfe den Fisch trocken und lege ihn mit der Hautseite nach unten auf das große Backblech.
Wichtig: Roher Fisch und Arbeitsflächen hygienisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln behandeln.
Röste Guajillo-Chilis, Ancho-Chili, optional die Chili de árbol, Zwiebel und Knoblauch in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten. Die Chilis sollen duften, aber nicht dunkel werden. Übergieße alles mit dem heißen Wasser und lass die Mischung 15 Minuten weich werden.
Daran erkennst du es: Die Chilis duften deutlich, bleiben aber hell genug und werden im heißen Wasser weich.
Wichtig: Beim Übergießen mit heißem Wasser vorsichtig arbeiten.
Entferne Stiele und Kerne der eingeweichten Chilis. Gib Chilis, Zwiebel, Knoblauch, Mayonnaise, Sojasauce, Limettensaft, Oregano, Pfeffer, Salz und 30 ml Öl in den Mixer. Püriere alles zu einer dickflüssigen, glatten Marinade. Falls sie zu fest ist, gib teelöffelweise etwas Einweichwasser hinzu.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist glatt, dickflüssig und lässt sich gleichmäßig verstreichen.
Bestreiche das Fischfleisch gleichmäßig mit der Marinade. Decke den Fisch ab und stelle ihn 60 Minuten in den Kühlschrank. Nimm ihn 20 Minuten vor dem Grillen heraus, damit er nicht eiskalt auf die Glut kommt.
Daran erkennst du es: Das Fischfleisch ist gleichmäßig mit Marinade bedeckt und gut durchgekühlt.
Wichtig: Den marinierten Fisch bis kurz vor dem Grillen gekühlt halten.
Zünde einen Holzkohlegrill an und warte, bis die Kohlen kräftig glühen und keine Flammen mehr schlagen. Die direkte Glut soll heiß sein; mit Deckel sind etwa 250 bis 300 °C sinnvoll. Erhitze die Zaranda oder den großen Fisch-Grillkorb, bürste ihn sauber und öle ihn mit den restlichen 15 ml Öl ein.
Daran erkennst du es: Die Kohlen glühen kräftig und schlagen nicht mehr in offenen Flammen.
Wichtig: Beim Umgang mit heißer Kohle, Grillrost und Zaranda hitzefeste Handschuhe verwenden.
Lege den Fisch mit der Hautseite nach oben in die Zaranda und klemme sie zu. Decke den Fisch mit dem Bananenblatt ab und grille ihn 6 bis 8 Minuten über direkter Glut. Das Bananenblatt schützt die Marinade vor zu starker Hitze und hält das Fleisch saftig.
Daran erkennst du es: Die Marinade beginnt zu stocken, ohne zu verbrennen, und der Fisch lässt sich sicher in der Zaranda halten.
Wichtig: Die Zaranda nur an den vorgesehenen Griffen und mit beiden Händen wenden.
Wende die Zaranda vorsichtig, lege das Bananenblatt wieder auf und grille die Hautseite weitere 7 bis 10 Minuten. Der Fisch ist fertig, wenn sich das Fleisch leicht von der Mittelgräte löst und die dickste Stelle neben der Gräte mindestens 63 °C erreicht. Bei einem besonders dicken Fisch in 2-Minuten-Schritten weitergrillen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch löst sich leicht von der Mittelgräte; an der dicksten Stelle neben der Gräte werden mindestens 63 °C erreicht.
Wichtig: Der Fisch muss vollständig durchgegart sein; besonders die dickste Stelle an der Mittelgräte prüfen.
Öffne die Zaranda, beträufle das Fischfleisch mit dem Saft der Limettenspalten und löse es vorsichtig von der Mittelgräte. Portioniere den Fisch in große Stücke. Erwärme die Maistortillas jeweils 20 bis 30 Sekunden pro Seite auf dem noch heißen Grill und serviere sie zum Fisch.
Daran erkennst du es: Die Tortillas sind warm und biegsam, ohne auszutrocknen oder stark zu rösten.
Wichtig: Vor dem Servieren alle Gräten sorgfältig entfernen.
Gut zu wissen
Guajillo bringt eine milde, fruchtige Schärfe und Ancho dunkle, leicht süßliche Noten. Beide Chilis vor dem Mixen kurz trocken rösten, aber nicht schwärzen.
Das Bananenblatt ist häufig frisch oder tiefgekühlt erhältlich. Die Zaranda vor dem Einlegen des Fischs reinigen, erhitzen und mit dem zurückgehaltenen Öl einpinseln.
Die Tortillas werden erst am Ende kurz auf dem noch heißen Grill erwärmt. Dadurch bleiben sie weich und lassen sich zum Fisch reichen.
Die Marinade wird weniger fruchtig und weniger typisch im Geschmack.
Ersetze die Guajillo-Chilis durch eine milde getrocknete rote Chilischote und verfahre beim Rösten, Einweichen und Mixen wie im Rezept.
Die dunklen, leicht süßlichen Noten der Ancho-Chili treten weniger deutlich hervor.
Verwende mildes Chilipulver und gib es direkt beim Mixen zur Marinade. Da die Flüssigkeitsmenge nicht durch das Einweichen einer ganzen Chili ergänzt wird, zunächst kein zusätzliches Wasser einarbeiten.
Die Folie schützt die Marinade ebenfalls vor zu starker Hitze, bringt aber kein mildes pflanzliches Aroma mit.
Bedecke die Zaranda während des Grillens locker mit dünner Alufolie. Die Folie darf nicht in die Glut oder in offene Flammen ragen.
Die Chilis nur 3 bis 4 Minuten rösten, bis sie duften, und sie sofort vom Herd nehmen, bevor sie stark nachdunkeln.
Das Einweichwasser nur teelöffelweise ergänzen und die Marinade dickflüssig halten.
Etwas zusätzliche Mayonnaise einmixen, bis die Marinade wieder streichfähig ist.
Erst grillen, wenn die Kohlen glühen und keine Flammen mehr schlagen. Bei Aufflammen die Zaranda kurz versetzen.
Verbrannte Stellen vorsichtig abnehmen und den Fisch bei ruhigerer Glut fertig garen.
Die Zaranda vor dem Einlegen erhitzen, sauber bürsten und mit den zurückgehaltenen 15 ml Öl einpinseln.
Nicht gewaltsam ziehen. Die Zaranda kurz weiter erhitzen und den Fisch mit einer Grillzange vorsichtig lösen.
Häufig gefragt
Geeignet ist ein ganzer, fester Weißfisch wie Pargo, Robalo oder Wolfsbarsch. Wichtig ist, dass der Fisch küchenfertig schmetterlingsartig geöffnet werden kann und seine Form in der Zaranda behält.
Ein großer klappbarer Fisch-Grillkorb ist die direkt passende Alternative. Er sollte den geöffneten Fisch sicher halten und sich über der Glut wenden lassen.
Ja. Eine dünne Alufolie kann die Marinade ebenfalls vor zu starker Hitze schützen, bringt aber kein mildes pflanzliches Aroma mit.
Guajillo und Ancho sind überwiegend mild und aromatisch. Die optionale Chili de árbol erhöht die Schärfe deutlich und kann je nach gewünschter Schärfe weggelassen werden.
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